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Irak Tote bei Anschlag im Nordirak

07.10.2006 ·  Bei einem Selbstmordattentat auf einen Militärkontrollpunkt in der nordirakischen Stadt Tel Afar sind am Samstag mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Es war der vierte Bombenanschlag dieser Art auf Polizisten und Soldaten binnen zwei Wochen.

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Ein Selbstmordattentäter hat am Samstag in der nordirakischen Stadt Tel Afar, 80 Kilometer westlich von Mossul, mindestens 14 Menschen mit in den Tod gerissen. Außerdem seien mehrere Iraker verletzt worden, als der Attentäter mit seinem Fahrzeug in einen irakischen Militärkontrollpunkt fuhr und sich in die Luft sprengte, bestätigte die örtliche Polizei. Unter den Toten des Anschlags in Tel Afar waren auch zwei irakische Soldaten.

Die Stadt an der Grenze zu Syrien kommt trotz mehrfacher jüngster Offensiven des amerikanischen Militärs nicht zur Ruhe. Es war der vierte Bombenanschlag dieser Art auf irakische Polizisten und Soldaten binnen zwei Wochen. Im März hatte der amerikanische Präsident George W. Bush die rund 420 Kilometer nordwestlich von Bagdad gelegene Stadt als Beispiel für die im Irak erreichten Fortschritte bezeichnet.

Razzia in Kirkuk

In einer groß angelegten Razzia in der nördlichen Ölstadt Kirkuk durchsuchten unterdessen tausende Polizisten und amerikanische Soldaten Häuser nach Waffen von Rebellen. Zur Vorbereitung darauf war am Freitagabend eine Ausgangssperre verhängt worden. Ziel sei es, die zuletzt schwierige Sicherheitslage wieder zu verbessern und die Rebellen-Aktivitäten in der Stadt zu beenden, sagte ein Polizeisprecher. In der vergangenen Woche hätten Sicherheitskräfte einen 15 Kilometer langen Graben südlich der Stadt angelegt, um zu verhindern, daß Aufständische Autobomben nach Kirkuk schmuggelten. Mitte September waren in der Stadt bei einer Anschlagserie mit Autobomben 20 Menschen getötet worden.

Mit Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan vor zwei Wochen wurden die Sicherheitsvorkehrungen im Irak aus Furcht vor Anschlägen nochmals erhöht. Dennoch verüben Rebellen fast täglich Anschläge. Sie kämpfen gegen die Regierung in Bagdad und die von Amerikanern geführten Truppen. Allerdings hat die Gewalt zwischen den muslimischen Religionsgruppen der Sunniten und Schiiten nach amerikanischer Einschätzung den überwiegend sunnitisch getragenen Aufstand als größte Gefahr für das Land abgelöst. Täglich fallen rund 100 Iraker der anhaltenden Gewalt zum Opfer.

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