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Irak „Terroristen nicht die Tagesordnung bestimmen lassen“

 ·  Man werde dem Terror nicht nachgeben, sagt der Chef der irakischen Übergangsregierung, Ijad Allawi. Gleichwohl, die Gewalt hält an: Bei einem Anschlag auf eine Kaserne der Nationalgarde wurden zehn Menschen getötet.

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Der Chef der irakischen Übergangsregierung, Ijad Allawi, hat sich besorgt über die Folgen der unsicheren Lage für die weitere Entwicklung geäußert. „Wir sollten die Terroristen nicht unsere Tagesordnung bestimmen lassen“, sagte Allawi.

Bei einem Selbstmordanschlag kamen unterdessen zehn Menschen ums Leben, mehr als 20 wurden verletzt. Der Anschlag richtete sich gegen eine Kaserne der irakischen Nationalgarde in der Nähe von Ana, 260 Kilometer nordwestlich von Bagdad an der Hauptstraße nach Syrien gelegen. Vor der Kaserne brachte der Angreifer nach Polizeiangaben ein mit Sprengstoff bepacktes Auto zur Explosion.

Luftangriff auf Falludscha

Während aus anderen Landesteilen eine kleinere Anschläge gemeldet wurden, riegelten rund 3.000 amerikanische und irakische Soldaten Straßen südlich von Bagdad ab. Damit wollen sie Regionen unter ihre Kontrolle bringen, die momentan von Rebellen gehalten werden. Die Truppen besetzten zwei Brücken über den Euphrat und ein mutmaßliches Ausbildungslager der Aufständischen.

Amerikanische Streitkräfte griffen am Mittwoch wieder Ziele in der irakischen Stadt Falludscha an. Der Luftangriff richtete sich nach Informationen aus Kreisen des amerikanischen Geheimdienstes gegen ein Treffen führender Mitglieder der terroristischen Organisation von Abu Musab al Zarqawi. Die westlich von Bagdad gelegene Stadt gilt als Hochburg der sunnitischen Extremisten und war wiederholt Ziel von Luftangriffen.

Abkommen zur Waffenruhe

Die radikalen Schiiten im Bagdader Stadtteil Sadr City verständigten sich mit der Übergangsregierung auf eine Waffenruhe. Die Anhänger des radikalen Predigers Muqtada al Sadr verpflichten sich in dem Abkommen, ihre Waffen abzugeben. Im Gegenzug erhielten sie Geld und eine weit reichende Zusicherung von Straffreiheit, sagte der schiitische Stammesführer Karim al Bachatti.

Im Fall des entführten Briten Kenneth Bigley erklärte sich die Londoner Regierung dazu bereit, die Forderungen der Geiselnehmer anzuhören. Verhandlungen seien jedoch ausgeschlossen, sagte der britische Außenminister Jack Straw. Der 62-jährige Bigley war am 16. September zusammen mit zwei Amerikanern verschleppt worden, die inzwischen von ihren Entführern enthauptet wurden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AP
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