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Freitag, 17. Februar 2012
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Irak Straw: Bessere Sicherheitslage nach Machtübergabe

26.11.2003 ·  Der britische Außenministers Jack Straw, der während seines Besuchs in Bagdad offenbar selbst im Visier von Aufständischen war, glaubt, daß Terror und Gewalt im Irak nachlassen werden, wenn die Besatzer die Macht „so schnell wie möglich“ abgeben.

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Nach den Worten des britischen Außenministers Jack Straw während eines Besuchs in Bagdad hat sich der Lebensstandard der Iraker bereits deutlich verbessert. Terror und Gewalt würden am besten in den Griff zu bekommen sein, wenn die Macht „so schnell wie möglich“ an die Iraker übergeben werde. Um den politischen Übergangsprozeß gehe es auch bei seinem zweitägigen Aufenthalt in der irakischen Haupstadt und den Gesprächen mit Vertretern des provosorischen Regierungsrates. Der Politiker war am Dienstag abend im Irak eingetroffen und hatte die britischen Truppen in der südirakischen Stadt Basra besucht.

Aufständische beschossen am Dienstag abend abermals das Zentrum von Bagdad. Eine Sprecherin des amerikansichen Militärs bestätigte, daß insgesamt drei Projektile beim Bagdader Busbahnhof, bei einer Polizeiwache und an einer unbekannten Stelle detonierten. Das Areal der amerikanischen Verwaltung, das Aufständische in den letzten Wochen mehrfach mit Mörsern beschossen hatten, sei nicht getroffen worden. Der Busbahnhof liegt in unmittelbarer Nähe des Verwaltungsareals. Straw hatte nach Angaben der BBC die Nacht dort verbracht.

Garner gesteht Fehler ein

Unterdessen hat der frühere amerikanische Zivilverwalter in Irak, Jay Garner, Fehler bei der Organisation des Nachkriegordnung im Irak eingestanden. Grund seien „Rivalitäten zwischen verschiedenen Ministerien“ gewesen, sagte er dem britischen Rundfunksender BBC in Anspielung auf das amerikanische Außen- und das Verteidigungsministerium. „Ich denke, wir haben jetzt mehr Vertrauen in die Iraker, was wir vielleicht von Anfang an hätten haben sollen.“ Könnten die Vereinigten Staaten noch einmal von vorn anfangen, würden sie „vielleicht mehr Geld und Anstrengungen“ für Bagdad aufwenden und „vielleicht mehr Truppen“, sagte Garner.

Es sei auch ein Fehler gewesen, die irakische Armee zu entwaffnen, anstatt sie wieder zu mobilisieren. Der ehemalige General war Mitte Juni vom derzeitigen Zivilverwalter Paul Bremer abgelöst worden. Ihm war vorgeworfen worden, nach dem Ende der Hauptkampfhandlungen nicht schnell genug für Ordnung in Bagdad gesorgt zu haben.

Frau und Tochter von früherem Saddam-Stellvertreter festgenommen

Amerikanische Truppen haben bei Samarra (120 Kilometer nördlich von Bagdad) die Frau und die Tochter des Saddam- Stellvertreters Issat Ibrahim festgenommen. Dies erklärte ein Sprecher der 4. Infanteriedivision am Mittwoch in Takrit. Ibrahim war vor dem Sturz des Regimes stellvertretender Vorsitzender des von Saddam Hussein geführten Revolutionären Kommandorates. Er ist die Nummer 6 auf der amerikanischen Liste der 55 meistgesuchten Regime-Größen. In der vergangenen Woche hatte das Militär auf ihn ein Kopfgeld von zehn Millionen Dollar ausgesetzt. Der Vertraute Saddams, der schwer krank sein soll, steckt nach Ansicht der Armee hinter einem Teil der häufigen Anschläge auf amerikansiche Truppen.

Der arabische Fernsehsender Al Dschazira verwies darauf, daß Ibrahim mehrere Ehefrauen hat. Es war nicht klar, mit welcher Begründung die beiden Frauen festgenommen worden sind. Weibliche Mitglieder der Familien von gesuchten Regime-Größen sind bislang nicht behelligt worden. Zwei Saddam-Töchter konnten im Sommer ungehindert nach Jordanien ausreisen.

Video zeigt Beschuß eriner DHL-Maschine

Am Dienstag war in Bagdad ein Amateur-Video aufgetaucht, das zeigt, wie Aufständische am vergangenen Samstag ein Frachtflugzeug des internationalen Dienstleisters DHL beschossen und zur Notlandung zwangen. Auf den Aufnahmen sind vermummte Männer zu sehen, die eine Boden-Luft-Rakete abfeuern und dann in bereitstehende Autos springen. Sie zeigen auch das Flugzeug mit der brennenden Tragfläche, allerdings nicht den Treffer selbst. Das Video hatten Unbekannte einer in Bagdad tätigen französischen Zeitungsjournalistin zugespielt, die es Fernsehkollegen weitergab.

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