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Irak-Krise : Die größte Demo aller Zeiten

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Welttag des Protestes: Millionen Menschen sind am Samstag auf die Straße gegangen, um gegen einen Irak-Krieg zu protestieren. Die Berliner Kundgebung wurde zur größten Friedensdemonstration in der Geschichte der Bundesrepublik.

          Am Samstag haben weltweit Millionen Menschen gegen einen drohenden Irak-Krieg protestiert. Die Berliner Kundgebung entwickelte sich zur größten Friedensdemonstration in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Weltweit gingen ungefähr sechs Millionen Menschen auf die Straße.

          Nach Polizeiangaben demonstrierten am Samstag in Berlin bis zu 500.000 Menschen, nach Angaben der Veranstalter noch deutlich mehr für eine friedliche Lösung des Konflikts; zuvor hatte man nur mit 100.000 Teilnehmern gerechnet. Die Demonstranten waren in Hunderten Bussen und Zügen aus dem ganzen Bundesgebiet angereist. Bei der bislang größten Friedenskundgebung hatten Anfang der 80er Jahre rund 250.000 Menschen in Bonn gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen demonstriert.

          Eine Million Menschen in Rom

          Auch in anderen Städten im In- und Ausland kam es am Samstag zu Massenprotesten gegen einen Irak-Krieg. In Rom wurde die Teilnehmerzahl einer Großdemonstration von der Polizei auf bis zu eine Million Menschen geschätzt. Die Organisatoren gingen gar von drei Millionen aus. In London gingen mehrere Hunderttausend auf die Straße. Im südafrikanischen Johannesburg zogen 10.000 Menschen vor das US-Konsulat.

          Rom erlebt eine der größten Demonstrationen seit Jahren

          Auch in Stuttgart, Bern und Moskau kam es zu Protesten. In Madrid und New York wurden am Abend jeweils Zehntausende erwartet. In vielen asiatischen Ländern haben schon Stunden zuvor Demonstrationen stattgefunden.

          Kirchenvertreter, Friedensbewegte, Amerika-Kritiker, radikale Linke und Bürgerlich-Konservative, Jugendliche und Kinder mischten sich zu einem bunten Protestvolk, dem sich - so in Berlin - sogar Bundesminister wie Renate Künast und Jürgen Trittin anschlossen. Ihre Botschaften sind ernsthaft, eindringlich, naiv, polemisch, albern oder ergreifend, in einem aber sind sie sich einig: Sie sind gegen einen Krieg im Irak. Der Tag des Protestes: Impressionen in einer Bilderstrecke.

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