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Irak Großfahndung fehlgeschlagen

29.09.2003 ·  Die amerikanische Armee hat bei einer Razzia in der irakischen Stadt Takrit am frühen Montagmorgen mehr als 20 Häuser gestürmt, aber nicht die gesuchten Personen festnehmen können.

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Eine Großfahndung amerikanischer Soldaten und irakischer Polizei in Takrit, der Heimatstadt des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein, hat nach Militärangaben am frühen Montagmorgen nicht den erhofften Erfolg gehabt.

Oberstleutnant David Poirier sagte nach Abschluß der bislang größten Durchsuchungsaktion in Takrit, die zwölf bis 15 gesuchten Untergrundkämpfer seien wohl entkommen. Es seien etwa 100 amerikanische Soldaten und 200 irakische Polizisten sowie Kampfhubschrauber beteiligt gewesen. „Wir haben sie nicht geschnappt, weil sie auf der Flucht sind und jede Nacht die Wohnung wechseln", sagte der Offizier. Er wollte nicht ausschließen, daß die Gesuchten vorher gewarnt wurden.

Jordanier in Haft

„Einige Einwohner glauben noch, daß Saddam Hussein ein Comeback gelingen wird, und hier leben viele seiner Familienangehörigen", sagte Poirier. Dennoch seien vier Verdächtige bei der Durchsuchung der 15 Häuser festgenommen worden. Die Vereinigten Staaten machen Saddam-Anhänger für die beinahe täglichen Angriffe auf ihre Truppen und irakische Polizisten verantwortlich. Allein in Takrit sind rund 27.000 amerikanische Soldaten stationiert.

Unterdessen räumte die jordanische Regierung ein, daß unter den Gefangenen, die von den Koalitionstruppen in der südirakischen Hafenstadt Umm Kasr festgehalten werden, auch „mehrere Dutzend“ Jordanier sind. Ihre Identität oder ihre genaue Anzahl seien jedoch noch nicht bekannt, sagte Ministerpräsident Ali Abu Ragheb am Montag in Amman. Im März waren kurz vor Kriegsbeginn hunderte junger Männer aus Jordanien in den Irak eingereist, um an der Seite der Iraker gegen die Amerikaner und Briten zu kämpfen. Mehr als 20 von ihnen sollen bei Kämpfen ums Leben gekommen sein.

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