Home
http://www.faz.net/-gpf-o84j
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Dienstag, 14. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Irak Das Pentagon kündigt die Halliburton-Verträge

31.12.2003 ·  Das amerikanische Verteidigungsministerium hat den Vertrag über Treibstofflieferungen nach Irak mit dem der Preistreiberei bezichtigten Ölkonzern Halliburton gekündigt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Das amerikanische Verteidigungsministerium hat den Vertrag über Treibstofflieferungen nach Irak mit dem der Preistreiberei bezichtigten Ölkonzern Halliburton gekündigt. Die für Energieversorgung zuständige Abteilung des Pentagon (DESC) sei beauftragt worden, gemeinsam mit dem irakischen Ölministerium Projekte zur Belieferung der irakischen Bevölkerung durch private Unternehmen auszuschreiben, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung des Ministeriums. Die Ausschreibung für Gas- und Treibstofflieferungen solle so bald wie möglich veröffentlicht werden. Pentagonvertreter bestritten in amerikanischen Medien, daß es einen Zusammenhang zwischen der Vertragskündigung und der Kritik an möglicherweise überteuerten Lieferungen von Halliburton gebe.

In einem im Dezember bekannt gewordenen Bericht wirft das Verteidigungsministerium der Halliburton-Tochter Kellogg, Brown and Root (KBR) unter anderem vor, Treibstoff zu überteuerten Preisen an die amerikanische Armee in Irak geliefert zu haben. Nach Medien-Informationen wurden 61 Millionen Dollar (48 Millionen Euro) zuviel gezahlt. Die Vergabe von Aufträgen an Halliburton ist in den Vereinigten Staaten umstritten, weil sie nicht öffentlich ausgeschrieben worden waren. Der amerikanische Vizepräsident Dick Cheney war bis vor drei Jahren Halliburton-Chef.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Vollgas im Leerlauf

Von Michael Martens

In Griechenland ist die Parteienlandschaft in Bewegung geraten. Das ist ein gutes Zeichen. Die Billigung des jüngsten Sparpakets durch das Parlament verschafft Athen jedoch nicht mehr als eine Atempause. Mehr 6 14