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Irak Bush übt Selbstkritik

14.01.2005 ·  Mit Sprüchen wie „Schafft sie ran“ oder „tot oder lebendig“ hatte George W. Bush im Irak-Krieg seine Soldaten angefeuert. Die Wortwahl tut ihm nun leid: Er wolle künftig aufpassen, keinen „falschen Eindruck von unserem Land“ zu vermitteln.

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Präsident George W. Bush hat in einem Interview Bedauern über seine undiplomatische Wortwahl im Zusammenhang mit Aufständischen im Irak und dem Moslem-Extremisten Usama Bin Ladin geäußert.

Manche seiner Bemerkungen seien zu unverblümt gewesen, sagte Bush in einem Gespräch mit dem Fernsehsender ABC, das am Freitag gesendet werden soll. „Ich erinnere mich, daß ich über Usama Bin Ladin sagte, wir werden ihn tot oder lebendig kriegen. Ich denke, das ist nicht gerade die diplomatischste Wortwahl“, sagte er einer Abschrift des Interviews zufolge.

Auch bedauere er, daß er die Truppen im Irak mit einem „Schafft sie ran“ angefeuert habe. Sein Ziel sei gewesen, die Soldaten im Kampf gegen die Aufständischen zu ermutigen. Die im Juli 2003 gemachte Bemerkung war als Kampfansage an die Aufständischen verstanden worden. Die Aussage „tot oder lebendig“ galt als Beleg für angebliche Cowboy-Manieren Bushs.

„Nicht gut genug“

Bush sagte, seine Frau Laura habe ihn für die Bemerkungen kritisiert. „Ich muß darauf achten, meine Gedanken so zu formulieren, daß sie nicht einen möglicherweise falschen Eindruck von unserem Land vermitteln“, fügte er hinzu. Schließlich räumte Bush ein, daß seine Regierung nicht genug dafür getan habe, ihr Bild in der islamischen Welt zu verbessern. „Unsere öffentlichen diplomatischen Bemühungen sind nicht ... sehr stark und nicht gut genug im Vergleich mit den öffentlichen Bemühungen derjenigen, die Haß verbreiten möchten und ... und die Vereinigten Staaten verunglimpfen wollen“, sagte er.

Bin Ladin hat mit seiner Organisation Al Qaida die Anschläge am 11. September 2001 in den Vereinigten Staaten verübt. Dabei wurden rund 3000 Menschen getötet. Washington rief anschließend einen weltweiten Krieg gegen den Terrorismus aus. Amerika und die irakische Übergangsregierung werfen zahlreichen Aufständischen im Irak Verbindungen zu Al Qaida vor. Bin Ladin ist noch immer flüchtig.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters
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