Home
http://www.faz.net/-gpf-oieq
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Irak Blutiger Silvester in Bagdad

Im Irak sind am letzten Tag des Jahres 2003 mindestens acht Menschen bei Anschlägen und Gewalttaten ums Leben gekommen. 5 Menschen wurden bei einer schweren Explosion in einem Restaurant in der Innenstadt von Bagdad getötet.

© dpa/dpaweb Vergrößern Ein Auto brennt nach der Explosion in der Bagdader Innenstadt

Im Irak sind am letzten Tag des Jahres 2003 mindestens acht Menschen bei Anschlägen und Gewalttaten ums Leben gekommen. Mindestens 5 Menschen wurden nach Polizeiangaben am späten Abend bei einer schweren Explosion in der Innenstadt von Bagdad getötet und etwa 20 weitere verletzt. Polizisten am Ort des Geschehens sprachen von einer Autobombe.

Von Seiten des irakischen Innenministeriums hieß es, bei den fünf Toten handele es sich um Iraker. Unter den Verletzten sind nach Angaben der „Los Angeles Times“ drei Reporter und vier Mitarbeiter des Bagdader Büros der Zeitung.

Mehr zum Thema

Gaststätte bei Ausländern beliebt

Die Explosion ereignete sich in der Nähe eines Innenstadtrestaurants, das weitgehend zerstört wurde. Auch umliegende Gebäude und in der Nähe geparkte Autos wurden erheblich beschädigt. Nach der Explosion schossen Flammen in den nächtlichen Himmel. Amerikanische Soldaten riegelten den Ort des Geschehens ab, der ein Bild der Verwüstung bot. Rettungskräfte suchten unter den Trümmern nach möglichen weiteren Opfern.

Nach Augenzeugenberichten sollen sich in dem Restaurant „Nabil“ im Stadtviertel Arasat zur Zeit der Explosion mehrere Dutzend Menschen aufgehalten haben. Den Angaben zufolge war die Gaststätte auch bei in Bagdad lebenden Ausländern beliebt. In der Nähe liegen weitere Restaurants sowie von Ausländern bevorzugte Hotels, in denen viele Menschen den Jahreswechsel feiern wollten.

Anschlag auf Militärkonvoi

Stunden zuvor war bei einem Bombenschlag in Bagdad ein irakisches Kind getötet worden. Die amerkanische geführte Zivilverwaltung teilte mit, der Sprengsatz sei in einer belebten Straße in der Innenstadt explodiert, als gerade ein amerikanischer Militärkonvoi vorbeifuhr. Mindestens elf irakische Passanten sowie fünf amerikanische Soldaten wurden dabei verletzt. In der nordirakischen Stadt Kirkuk wurden bei einer anti-kurdischen Kundgebung Hunderter turkmenischer und arabischer Bewohner zwei Demonstranten erschossen und mindestens 25 verletzt.

Quelle: dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Afghanistan Mindestens drei Tote bei Selbstmordanschlag in Kabul

In Kabul hat ein Selbstmordattentäter einen ausländischen Truppenkovoi angegriffen. Mindestens 13 Menschen wurden verletzt. Die Taliban übernahmen die Verantwortung für den Anschlag. Mehr

16.09.2014, 08:12 Uhr | Politik
Tote bei Anschlag in Bagdad

Bei der Explosion einer Autobombe sind in der irakischen Hauptstadt mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Am 30. April finden im Irak Wahlen statt, bis dahin wird mit weiteren Anschlägen gerechnet. Mehr

17.04.2014, 11:40 Uhr | Politik
Chile Verletzte bei Anschlag in U-Bahn

In Chiles Hauptstadt ist in einer U-Bahn-Station nahe einer Militärschule eine Bombe explodiert. Mehrere Menschen wurden verletzt. Die Regierung spricht von einem terroristischen Anschlag. Mehr

09.09.2014, 06:07 Uhr | Gesellschaft
Mehr als hundert Tote bei Anschlag

Bei der Explosion von zwei Bomben in der zentralnigerianischen Stadt Jos sind am Dienstag mindestens 118 Menschen getötet worden. Die Anschläge werden der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram zugerechnet. Mehr

21.05.2014, 08:13 Uhr | Politik
Reurbanisierung Eine Luxuswohnung in urbaner Tristesse

Los Angeles wird wiederbelebt. Nachdem potentielle Innenstadtbewohner von Banden in Downtown abgeschreckt wurden, buhlen Immobilieninvestoren dort nun um Baugenehmigungen. Mehr

22.09.2014, 16:46 Uhr | Gesellschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 01.01.2004, 12:04 Uhr

Ursula needs you!

Von Reinhard Müller

Ursula von der Leyen sucht Freiwillige für den Kampf gegen Ebola. Hoffentlich ist die Fürsorgepflicht des Dienstherrn nicht auch nur freiwillig. Mehr 49 25

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden