Im Irak sind am letzten Tag des Jahres 2003 mindestens acht Menschen bei Anschlägen und Gewalttaten ums Leben gekommen. Mindestens 5 Menschen wurden nach Polizeiangaben am späten Abend bei einer schweren Explosion in der Innenstadt von Bagdad getötet und etwa 20 weitere verletzt. Polizisten am Ort des Geschehens sprachen von einer Autobombe.
Von Seiten des irakischen Innenministeriums hieß es, bei den fünf Toten handele es sich um Iraker. Unter den Verletzten sind nach Angaben der „Los Angeles Times“ drei Reporter und vier Mitarbeiter des Bagdader Büros der Zeitung.
Gaststätte bei Ausländern beliebt
Die Explosion ereignete sich in der Nähe eines Innenstadtrestaurants, das weitgehend zerstört wurde. Auch umliegende Gebäude und in der Nähe geparkte Autos wurden erheblich beschädigt. Nach der Explosion schossen Flammen in den nächtlichen Himmel. Amerikanische Soldaten riegelten den Ort des Geschehens ab, der ein Bild der Verwüstung bot. Rettungskräfte suchten unter den Trümmern nach möglichen weiteren Opfern.
Nach Augenzeugenberichten sollen sich in dem Restaurant „Nabil“ im Stadtviertel Arasat zur Zeit der Explosion mehrere Dutzend Menschen aufgehalten haben. Den Angaben zufolge war die Gaststätte auch bei in Bagdad lebenden Ausländern beliebt. In der Nähe liegen weitere Restaurants sowie von Ausländern bevorzugte Hotels, in denen viele Menschen den Jahreswechsel feiern wollten.
Anschlag auf Militärkonvoi
Stunden zuvor war bei einem Bombenschlag in Bagdad ein irakisches Kind getötet worden. Die amerkanische geführte Zivilverwaltung teilte mit, der Sprengsatz sei in einer belebten Straße in der Innenstadt explodiert, als gerade ein amerikanischer Militärkonvoi vorbeifuhr. Mindestens elf irakische Passanten sowie fünf amerikanische Soldaten wurden dabei verletzt. In der nordirakischen Stadt Kirkuk wurden bei einer anti-kurdischen Kundgebung Hunderter turkmenischer und arabischer Bewohner zwei Demonstranten erschossen und mindestens 25 verletzt.