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Irak Anhörung von Folter-Soldatin Lynndie England verschoben

13.07.2004 ·  Die erste gerichtliche Anhörung der wegen Mißhandlung irakischer Gefangener angeklagten amerikanischen Soldatin Lynndie England ist kurzfristig auf den 3. August verschoben worden.

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Die erste gerichtliche Anhörung der wegen Mißhandlung irakischer Gefangener angeklagten amerikanischen Soldatin Lynndie England ist kurzfristig auf den 3. August verschoben worden. Dadurch solle Englands neuem Militäranwalt Zeit gegeben werden, sich mit dem Fall vertraut zu machen, entschied die ermittelnde Offizierin Denise Arm am Montag an der Militärbasis in Fort Bragg im amerikanischen Bundesstaat North Carolina.

Ursprünglich sollte die Anhörung bereits an diesem Montag stattfinden. Englands Anwälte hatten die Verschiebung beantragt, um einen weiteren Verteidiger in ihr Team aufnehmen zu können. Bei der mehrtägigen Anhörung wird entschieden, ob England vor ein Militärgericht gestellt wird.

Symbolfigur des Folterskandals von Abu Ghraib

England gilt als Symbolfigur des Skandals um die Mißhandlungen im amerikanischen Militärgefängnis von Abu Ghraib bei Bagdad. Fotos gingen um die Welt, die die lachende Soldatin unter anderem mit einem nackten Gefangenen an einer Hundeleine oder grinsend vor einem Haufen nackter Körper zeigen. Die 21jährige ist eine von sieben Soldaten, die wegen der Mißhandlungen angeklagt sind; einer von ihnen wurde bereits zu einem Jahr Haft verurteilt.

Bei dem zehnminütigen Gerichtstermin am Montag beschränkten sich Englands Äußerungen sich auf ein knappes „Ja, Madam“ auf die Frage der Offizierin, ob sie ihre Rechte verstehe, und auf ein „Nein, Madam“ auf die Frage, ob sie ihrerseits Fragen habe. England ist im sechsten Monat schwanger. Vater des Kindes ist der Soldat Charles Graner, der ebenfalls wegen der Mißhandlungen in Abu Ghraib angeklagt ist.

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