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Irak Angeblich auch Journalisten mißhandelt

19.05.2004 ·  Während in Bagdad der Prozeß wegen der Folterung irakischer Gefangener beginnt, wurden neue Vorwürfe gegen das amerikanische Militär erhoben: Vier irakische Journalisten sollen mißhandelt worden sein.

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Vier irakische Journalisten, von denen drei für die britische Nachrichtenagentur Reuters und einer für den amerikanischen Fernsehsender NBC arbeiten, sind nach eigenen Angaben im Irak von amerikanischen Soldaten mißhandelt worden.

Wie Reuters und NBC am Dienstag mitteilten, ereigneten sich die Vorfälle nach Festnahmen im Januar nahe Falludscha. Beide Medienunternehmen hätten Untersuchungen beantragt, nachdem sie von ihren Journalisten informiert worden seien, hieß es weiter. Während das Ergebnis der Nachforschungen im NBC-Fall noch ausstehe, sei das amerikanische Militär in einem Bericht zum Schluß gekommen, daß es keine Beweise für eine Mißhandlung der Reuters-Journalisten gebe.

Nach Angaben der Agentur gaben zwei der drei Reporter an, daß ihnen Säcke über den Kopf gezogen worden seien, und man habe sie getreten und geschlagen. Sie hätten außerdem ihre Schuhe in den Mund nehmen müssen, eine besondere Erniedrigung für Araber. Reuters wurde nach eigenen Angaben von den Journalisten nach deren Freilassung im Januar über die Vorfälle informiert. Die Reporter hätten sich aber erst dazu entschlossen, ihre Vorwürfe publik zu machen, nachdem das amerikanische Militär diese in ihren Untersuchungsbericht als unbegründet zurückgewiesen habe.

Al-Qaida-Bekenntnis zu Salim-Anschlag

Eine Gruppe mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Qaida hat sich zum Selbstmordanschlag auf den Präsidenten des irakischen Regierungsrates Izzaddin al Salim bekannt. Die Erklärung, die am Mittwoch im Internet entdeckt wurde, war unterzeichnet vom militärischen Flügel der sogenannten Monotheismus- und Dschihad-Gruppe, hinter der der jordanische Terrorist Abu Mussab al Zarqawi vermutet wird.

Bereits am Montag hatte sich im Internet eine bislang unbekannte Gruppe namens Arabische Widerstandsbewegung zu dem Anschlag auf Salim bekannt. Er war am Montag morgen bei der Explosion einer Autobombe ums Leben gekommen. Der amerikanische Militärsprecher Mark Kimmitt sagte, die Ausführung des Attentats deute auf eine mögliche Beteiligung Al Zarqawis hin.

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