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Irak Allawi: Nicht überall wird gewählt werden können

 ·  Übergangsministerpräsident Ijad Allawi hat eingeräumt, daß wegen der andauernden Anschläge im Irak am 30. Januar nicht in allen Landesteilen gewählt werden kann.

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Der irakische Übergangsministerpräsident Ijad Allawi hat am Dienstag eingeräumt, daß wegen der andauernden Anschläge am 30. Januar nicht in allen Landesteilen gewählt werden kann.

Allawi sagte am Dienstag in Bagdad, „die Sicherheitslage ist noch schlecht“. Er hoffe jedoch, daß amerikanische und irakische Sicherheitskräfte bis zum Wahltermin die Lage in den unruhigsten Gebieten in den Griff bekommen würden. Trotzdem könnte es dazu kommen, daß die Wahlen „stellenweise“ nicht stattfinden, zitierten amerikanische Medien am Dienstag den Übergangsregierungschef. „Feindliche Kräfte wollen dieses Ereignis verhindern“, sagte er nach einem Bericht der „New York Times“ (Onlineausgabe).

„Die bestmöglichen Wahlen“

Vor seinen Äußerungen habe Allawi mit George W. Bush über die Wahlen gesprochen, schrieb die „Washington Post“. Der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, wurde von dem Blatt mit den Worten zitiert, beide Politiker wollten sicherstellen, daß „wir die bestmöglichen Wahlen mit der breitestmöglichen Beteiligung haben“.

Bei einer neuen Serie von Autobombenanschlägen und einem Sprengstoffanschlag kamen am Dienstag im Irak mindestens dreizehn Menschen ums Leben. In Tikrit starben sechs Polizisten, als ein Auto neben dem Kontrollpunkt der Polizeihauptwache explodierte. Vier Beamte erlitten Verletzungen, teilte die Polizei in der Stadt 160 Kilometer nördlich von Bagdad mit.

Bei einem Sprengstoffanschlag in Jussufija südlich von Bagdad starben sechs Iraker in einem Kleinbus. Der Sprengsatz explodierte, als das Fahrzeug vorbeifuhr, wie Augenzeugen berichteten. In der sonst eher ruhigen Hafenstadt Basra im Süden des Landes explodierten in der Nacht zum Dienstag zwei Autobomben vor einem Gebäude des Innenministeriums und vor einer Polizeiwache. Außer einem Selbstmordattentäter starb laut Augenzeugen niemand.

Gefecht mit Terroristen

Irakische Grenzwächter lieferten sich am Dienstag in der Wüste an der Grenze zu Saudi-Arabien ein Gefecht mit arabischen Terroristen, die aus dem Nachbarland vier Sprengstoffautos in den Irak schmuggeln wollten. Der Polizeichef der Stadt Nadschaf, Ghalib al-Dschasairi, sagte, die Grenzwächter hätten vier der Eindringlinge getötet und neun weitere festgenommen. Die restlichen Terroristen flohen zurück nach Saudi-Arabien, mußten die Autobomben jedoch zurücklassen. Die Vereinigten Staaten und Iraks Übergangsregierung beschuldigen bislang vor allem Iran und Syrien, sie duldeten das Eindringen islamistischer Terroristen in den Irak.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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