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Internetsperren Netzideologen

27.05.2009 ·  Die Sperren für Bilder, Texte und Videos, die in allen Medien undenkbar sind, nur nicht im Internet, sind schon deshalb sinnvoll, weil sie die ganze Anarchie offenbaren, die sich bislang ungehindert ausbreiten konnte.

Von Jasper von Altenbockum
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Die Sperren für Bilder, Texte und Videos, die in allen Medien undenkbar sind, nur nicht im Internet, sind schon deshalb sinnvoll, weil sie die ganze Anarchie offenbaren, die sich bislang ungehindert ausbreiten konnte. Mögen die Schwachstellen der Stopp-Schilder gegen Kinderpornographie noch so groß sein, mögen die Selbstheilungskräfte des Internets noch so ausgeprägt sein – es ist nicht zu bestreiten, dass immer häufiger im Internet zu sehen ist, wie Säuglinge und Kinder vergewaltigt werden.

Wer da glaubt, jeder staatliche Eingriff sei überflüssig, ja schädlich, weil „Zensur“ geübt werde, überschätzt die „heilende Kraft“ der Netzwelt, wie es im Jargon der Blogger und Twitterer heißt. Deren Netzideologie hält viel von Freizügigkeit, aber wenig von Verantwortung.

Dazu gehörte, sich einzugestehen, dass gegen die Flut krimineller Energie im Netz kein selbstregulierendes Zwitschern hilft, sondern nur systematische, staatliche Verfolgung. Hört man dagegen die Heilsprediger des Internets, könnte man meinen, das Gewaltmonopol habe sich schon ins digitale Nichts aufgelöst.

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