27.01.2009 · Der Integrationsrückstand der türkischstämmigen Bevölkerung in Deutschland sei „wissenschaftlich nicht erwiesen“ und auf Diskriminierung in der Schule zurückzuführen, sagt der Sprecher der Türkisch-Islamischen Union. Mit solchen Ausreden muss Schluss sein.
Von Stefan DietrichFast noch aussagekräftiger als die Studie des Berlin-Instituts über die Integration von Einwanderern in die deutsche Gesellschaft ist die Reaktion des „Dialogbeauftragten“ der Ditib auf die Befunde: Der auffällige Integrationsrückstand der türkischstämmigen Bevölkerung sei erstens „wissenschaftlich nicht erwiesen“ und zweitens auf Diskriminierungen in der Schule zurückzuführen.
Mit solchen Ausreden muss nun Schluss sein. Dass die Kinder von Einwanderern in deutschen Schulen schlechter abschneiden als die von Einheimischen, ist längst hinreichend belegt; auch dass Einwanderer häufiger arbeitslos oder überproportional im Niedriglohnsektor anzutreffen sind, musste nicht mehr statistisch nachgewiesen werden. Auf all diesen Baustellen der Integrationspolitik wird fleißig gearbeitet, vor allem mit verstärkter Sprachförderung.
Doch während andere Migrationsgruppen sich trotz widriger Umstände einen Platz in dieser Gesellschaft erkämpft haben, fällt die besonders große türkische Bevölkerung durch Unangepasstheit auf. Daran sollte sich auch der Moscheen-Verband Ditib nicht länger vorbeimogeln.
Irgendwie nicht so ganz logisch...
Stephan Kaps (silesianospostato)
- 26.01.2009, 18:49 Uhr
ein Nichtwollen der türk. Zuwanderer ist Grund
Margrit Steer (Margrit-Steer)
- 26.01.2009, 19:22 Uhr
Schluß mit Leitkultur!
Emre Ertürk (HSCD)
- 27.01.2009, 01:02 Uhr