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Innere Sicherheit Schäuble: Muslime sollen sich distanzieren

10.09.2004 ·  Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Schäuble hat die Muslime in Deutschland dazu aufgerufen, sich klar vom Terrorismus zu distanzieren.

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Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Schäuble hat die Muslime in Deutschland dazu aufgerufen, sich klar vom Terrorismus zu distanzieren.

Sie müßten alles tun, um den Terrorismus zu bekämpfen, sagte Schäuble am Dienstag im Deutschlandradio Berlin. Schäuble nahm den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, in Schutz, der eine öffentliche Abgrenzung von muslimischen Terroristen gefordert hatte. „Das sollten die Muslime ernst nehmen“, sagte Schäuble. Es sei eindrucksvoll gewesen, mit welch großer Geschlossenheit die Muslime in Frankreich sich von den Terroristen abgegrenzt hätten. Es sei im Interesse der Muslime, nicht zum „Deckmantel“ für terroristische Anschläge zu werden.

Bischof Huber: Wünsche mir „Klarheit“

Der EKD-Ratsvorsitzende hatte mit Bezug auf die französischen Muslime geäußert: „Solche Klarheit wünsche ich mir auch von Muslimen in Deutschland.“ Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hatte auf die Äußerung empört reagiert. Der Vorsitzende Nadeem Elyas sagte der Zeitung „Tagesspiegel“, der Ratsvorsitzende solle eine namhafte muslimische Organisation benennen, welche sich nicht von Terrorismus distanziert habe. Die Kritik Hubers sei „geeignet, in der Allgemeinheit den Eindruck entstehen zu lassen, daß sich die Muslime in Deutschland mit dem Terrorismus im geheimen solidarisieren.“

Huber entgegnete nun, er habe weder die Muslime in Deutschland verurteilt noch sie der geheimen Solidarität mit den Terroristen verdächtigt. Er habe nur den Wunsch geäußert, daß auch die Muslime in Deutschland ihre Abscheu gegenüber dem Anschlag in Beslan zum Ausdruck bringen.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.09.2004, Nr. 209 / Seite 2
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