Home
http://www.faz.net/-gpg-72l46
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Zuschussrente So nicht

 ·  „So nicht“, schallt es Bundesarbeitsministerin von der Leyen von allen Seiten entgegen - auch von der Kanzlerin. Als der größte Fehler ihres Entwurfs erweist sich, dass er Beiträge umverteilt. Das gehört sich nicht für eine Versicherung.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (13)

Es wird einsam um Frau von der Leyen und die „Zuschussrente“. Die Botschaft der Kanzlerin, jetzt müsse erst einmal „geprüft“ werden, soll wohl heißen: so nicht. Aber wie dann? Als der größte Fehler des Leyen-Entwurfs hat sich herausgestellt, dass er Beiträge umverteilt. Das gehört sich nicht für eine Versicherung.

Nicht nur die FDP ist daher alarmiert, auch wenn „nebenbei“ die private Vorsorge gefördert wird. Auch die „Jungen“ in der CDU weisen auf neue Ungerechtigkeiten hin, die dieser Systemfehler schafft und die Akzeptanz, die Frau von der Leyen für die Altersvorsorge mehren will, vollends gefährdet. Der CSU geht es vor allem um Anerkennung von Pflegeleistung und Familienarbeit.

Um FDP und CSU unter einen Hut zu bekommen, wird es deshalb auf das Wörtchen ankommen, auf das auch der Koalitionsvertrag Wert legt: steuerfinanziert. Dagegen könnten auch die Linkspartei und die Grünen nicht viel haben. Denn der Zug ginge zu dem hin, was sie Bürgerrente oder Garantierente nennen, also die steuerfinanzierte Grundrente. Fehlt die SPD. Aber was sie will, weiß derzeit nicht einmal die SPD.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1962, verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

Jüngste Beiträge