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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Zapfenstreich für Christian Wulff Im Land der Munchkins

 ·  Dem Zauberer vom Bellevue wurde der Vorhang weggezogen. Nun sollten Stillosigkeit und Winkeladvokatentum aber nicht mit gleicher Münze zurückgezahlt werden. Freigebigkeit im Symbolischen wie im Materiellen beschämt im Fall Wulff jedenfalls nicht den Staat.

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Cornelia  Holtmann

Immer wieder wird das Verhalten Herrn Wulffs mit der "Schnäppchenmentalität" verglichen,

die in der Bevölkerung weit verbreitet ist. Eine solche Beurteilung mag zutreffen. Sie beleuchtet aber nur die eine Seite der Medaille.

Es muss nämlich bedacht werden, dass sich eine solche Argumentation allein auf den Straftatbestand der "Vorteilsnahme im Amt" konzentriert. Hier kann zugestanden werden: Die genannten Vergünstigungen können als "Peanuts" bezeichnet werden.

Ganz anders sieht es aus, wenn wir den Straftatbestand der "Vorteilsgewährung" im Amt betrachten. Hier kommen ganz andere Beträge ins Spiel. Herr Wulff konnte sich seine kleinen "Schnäppchen" anscheinend nur sichern, weil er bereit war, auf Kosten der Steuerzahler Millionenbürgschaften zu übernehmen. Und hier - unterstelle ich einmal - hätte der ein oder andere Bürger doch Skrupel gehabt.

Abschließend: Die Ermittlungen gegen die Ex-Frau und PwC lassen wohl noch Brisantes erwarten. Vielleicht reden wir bald auch im Zusammenhang der Vorteilsnahme nicht mehr nur von "Schnäppchen".

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.03.2012 20:01 Uhr
Cornelia  Holtmann

Sehr geehrte Frau Waider,

dass die Bürgschaft nicht in Anspruch genommen wurde, ist eben als Glück zu bezeichnen. Darauf sollte ein Ministerpräsident aber nicht bauen.

Und die letzten Zeilen Ihres Kommentars können Sie nicht ernst meinen. Ein Politiker muss Schecks anonymisieren oder die Arbeitsverhältnisse seiner Ex-Frauen (steht so bei Ihnen, ich weiß nur von einer) verkomplizieren, um sich Privatsphäre zu bewahren? - Glauben Sie ernsthaft, dass die berufliche Tätigkeit der Ex-Frau einen Sturm medialer Berichterstattung auf sich gezogen hätte?

Und in anderen Fällen hat Herr Wulff die Berichterstattung über sein Privatleben sehr viel weniger gestört.

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Lena Waider
Lena Waider (lenada) - 08.03.2012 19:33 Uhr

Worauf beruhen Ihre Verdächtigungen und was ist Ihr Motiv?

Wegen Vorteilsgewährung wird nach meiner Kenntnis nicht ermittelt, sondern nur wegen Vorteilnahme. Ob die Millionenbürgschaft für Groenevold, die gar nicht in Anspruch genommen wurde, allein die Entscheidung Wulffs war, oder ob ganz sachlich entschieden wurde, ist auch nicht klar. Jedenfalls gab es kein großes Geschrei der Opposition, was vermuten lässt, dass die so wild gar nicht war. Und wieso lassen die Ermittlungen wegen der Beschäftigung von Wulffs früherer Ehefrau ("Ex-Frau") noch Brisanteres erwarten? Man könnte die Dinge auch ganz anders interpretieren, nämlich so, wie Geerkens den anonymen Scheck begründete: Als bewusstes oder unbewusstes Wehren gegen den gläsernen Menschen und als ein Insistieren auf ein wenig Privatsphäre. Da werden dann eben Schecks anonymisiert oder die Arbeitsverhältnisse der "Ex-Frauen" prominenter Persönlichkeiten verkompliziert.

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Andreas Donath
Andreas Donath (adoc) - 08.03.2012 16:40 Uhr

Reigen der Peinlichkeiten

Ein peinlicher Mensch erspart uns heute seine vorerst letzte Peinlichkeit nicht. Ich kann es nicht verhindern, wende mich jedoch angewidert ab. Diejenigen, die heute Abend mit würdevoller Miene das hässliche Spiel mitmachen, demaskieren sich selbst - allen voran die unsägliche Kanzlerin, deren treuer Vasall abgetreten ist, weil die Gefahr bestand, dass dessen Peinlichkeiten sie allmählich doch selbst beschädigen könnten. Ich schäme mich dafür, diese prinzipienlose, machtversessene Frau nur zu oft gewählt zu haben. Nein, Herr Kohler - ich jedenfalls bin inzwischen zu der Auffassung gelangt, dass man jeden so behandeln sollte, wie er andere behandelt hat, und in der Sprache zu ihm sprechen muss, die er am besten versteht. Und die Sprache des versöhnlichen Miteinanders ist nicht die Sprache des Herrn Wulff, auch wenn er sich gelegentlich im hohen Amt einer ähnlichen Phraseologie bediente, um Beifall zu heischen. Die Vuvuzelas mögen erklingen, doch mein TV bleibt ausgeschaltet.

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Thomas Ulherr

... und ewig die gleiche Leier

"Der arme Herr Wulff hat doch nur getan, was alle machen - hier mal einen Vorteil mitgenommen, dort mal was nur unvollständig gesagt, wieso will man den armen Mann fertig machen, vernichten, wenn einer am Boden liegt, hört man auf, ... etc."
Ich kann es nicht mehr hören!

Herr Wulff war und ist nicht Otto Normalbürger. Herr Wulff ist für die Steuer- und Abgabenlast, für "Aufstockerpest" und "Leiharbeitscholera" ebenso mitverantwortlich, wie für die "alternativlose" Rettungsorgie, welche noch unsere Kinder und Enkel zwingt für Kosten aufzukommen, die nie einen volkswirtschaftlichen Nutzen in Deutschland hatten! Er gab den moralischen, und hat, gemessen an seinen eigenen Ansprüchen, versagt.

Er geht, weil er kein Vertrauen mehr genießt. Ein Vertrauensverlust dieses Ausmaßes hat nichts ehrenhaftes an sich! Er wäre auch keineswegs erledigt, wenn er keinen Ehrensold bekäme, denn seine Altersbezüge als MdB bzw. MP bekommt er ja in jedem Fall - und außerdem hat er doch viele gute Freunde!

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Michael Leh

Bundesverfassungsgerichts-Präsident Voßkuhle begründet seine Absage: "Teilnahme nicht angemessen"

In einem Beitrag der Süddeutschen Zeitung (SZ) zum Zapfenstreich für Wulff wird die bemerkenswerte Begründung von Bundesverfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle zitiert, warum er trotz Einladung dem Zapfenstreich fernbleibt.
Es heißt als wörtliches Zitat in der SZ: „ ,Die Teilnahme an dem Zapfenstreich wird wegen des laufenden Ermittlungsverfahrens als nicht angemessen erachtet`, heißt es aus dem Bundesverfassungsgericht.“
Voßkuhle repräsentiert die Justiz, und die Justiz ermittelt gegen Wulff. Gerade wurden auch erst Wulffs Privathaus durchsucht und Computer beschlagnahmt. Voßkuhles Begründung für die Absage an dem Zeremoniell, mit dem Wulf eine der höchsten Ehrungen dieses Staates zuteil werden soll, erscheint daher angemessen, richtig und nachvollziehbar. Während der BVerfG-Präsident der höchsten Ehrung der Bundeswehr begründet fernbleibt, mutet Wulff den Soldaten zu, ihn mit Stillgestanden, klingendem Spiel und ausgesuchter Musik nach Großburgwedel verabschieden zu müssen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.03.2012 11:48 Uhr
Karl S. Walter

Unschuldsvermutung ist richtig, Voßkuhles Absage auch.

Bei aller Unschuldsvermutung hat der Präsident des höchsten deutschen Gerichts eine neutrale Position zu beziehen. Das hat er getan. Wulff hat Voßkuhle in seinem ohnehin unsäglichen Beharren auf den Zapfenstreich und der Einladung dazu genötigt.

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Lena Waider
Lena Waider (lenada) - 08.03.2012 19:37 Uhr

Mir liegen ein paar aktuelle Rechtsfälle vor

und da muss ich doch sagen, dass in der Justiz ein viel größeres Ausmaß an Korruption vorherrscht als die Dinge, über die aktuell bei Wulff geredet werden.

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Bernd Jochens

Unschuldsvermutung Herr Voßkuhle??

Auch für Herrn Wulff gilt die Unschuldsvermutung solange bis er nicht rechtskräfig verurteilt werden sollte. Dies auch besonders vor dem Hintergrund, dass ca. 80% dieser staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren wieder eingestellt werden. Hier offenbart der Herr Präsident des Bundesverfassungsgerichtes m.E. aber ein sehr merkwürdiges Rechtsverständnis. Da diese Aussage ja nicht von irgendeinem Advokaten kommt, bin ich (ver)fassungslos!! Bisher habe ich sehr viel von Herrn Voßkuhle gehalten...bisher!!

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Michael Scheffler

Herr Jäger,

der Mann war Bundespräsident und nicht Bundeskanzler. Und da schicken sich die Dinge eben nicht.

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Bernd Jochens

Sehr geehrter Herr Kohler,

danke für diesen sehr guten Artikel. Endlich einmal ein Journalist, der sich nicht unter Aufgabe des differenzierten Denkvermögens dem plebiszitären Wulff-Bashing anschließt. Zu diesem Thema scheinen viele Diskussionsteilnehmer in ganz Deutschland verantwortliche Teile des Gehirns ausserhalb des Kopfes zu Testzwecken in einer Cloud zwischengespeichert zu haben. Ist ja auch gerade Cebit.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.03.2012 16:38 Uhr
Dounia Moon

Hui, Herr Jochens,

Sie sind ja schon fast 3.0 - Hut ab.

Ich würde einfach mal vom überheblich hohen Ross absteigen und nicht die Leute beleidigen ("plebiszitäres Wulff-Bashing"), die sich zu Recht über die unsäglichen Sperenzien dieses Wulffs aufregen und grosszügig seinen Abgang bis zum Lebensende finanzieren müssen. Da sind zu meinem großen Bedauern auch meine mühsam erwirtschafteten Piselotten dabei. Und rechnen Sie mir jetzt bitte nicht die Cents vor, die aus meinem Portemonnaie an Wulff gehen.

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Ellen Schreiber

Birds of a feather flock together

Gleich und gleich gesellt sich eben gerne, nicht wahr, Herr Jochens. Und damit meine ich nicht Sie und Herrn Kohler. Wenn Sie es nötig haben, Diskussionsteilnehmer derart zu beleidigen, dann führen Sie sich selber ad absurdum. Aber wahrscheinlich legen Sie sowieso keinen Wert darauf, ernst genommen zu werden.

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Udo Müller
Udo Müller (MMITH) - 08.03.2012 14:27 Uhr

Der Zapfenstreich nur eine weitere Peinlichkeit

Nehmen wir an, Herr Wulff wird rechtskräftig verurteilt. Dann hat man einem die höchste staatliche (Ganoven) Erhre erwiesen. Das sind dann die Krönung aller Peinlichkeiten und die Verwahrlosung jeglicher staatlich gebotener Vernunft. Respekt vor den Bundespräsidenten die durch fernbleiben dieser Veranstaltung sich diese Peinlichkeit ersparen.

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Jürgen Riemenschneider

nun sollte man Frieden schließen

Die ganze Zeit frage ich mich, was hat dieser Mann getan das die Presse ihn so fertig machen will. Dann habe ich auch den Verdacht, das es sich hier eigendlich um die ganze Regierung handelt mit dem der Bürger nicht zufrieden ist. Merkel predigt laufend davon wie gut es den Deutschen mit dem Aufschwung geht, nur merken die Deutschen das wohl nicht. Überall werden Leute entlassen überall gibt es insolvenzen. Nun hat man den Wulff auserkoren seine Wut daran aus zu lassen. Ich denke man sollte es jetzt gut sein lassen. Auch diesem Mann schlägt das Gewissen nur kann er es wohl nicht zeigen.
Schließt endlich Frieden mit dem Mann es gibt schlimmeres.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.03.2012 16:21 Uhr
Dounia Moon

Frieden schließen mit einem Herrn,

... der "Krieg führen" angedroht hat, wenn sie seine Geschichten veröffentlichen? Einer, der von "Stahlgewittern" sprach?

Der Mann hat wirklich ganz viel getan und fertig gemacht hat ihn auch die Presse nicht. Das hat er einzig und allein selbst zu verantworten.

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Michael Stiehl

Sehr guter Kommentar

Ein sehr guter Kommentar. Das Gesetz über die Bezüge ehemaliger Bundespräsidenten eignet sich nicht, den Frust über ungerechte Lebensverhältnisse in unserem Land aufzufangen. Da müssen wir uns schon selbst fragen: Was trage ich zu den ungerechten Verhältnissen bei? Wo nehme ich ungerechtfertigte Vorteile in Anspruch? Warum regt mich der Wulff so auf? Wenn diese Debatte doch wenigsten zu etwas mehr Rücksichtnahme und Ehrlichkeit bei allen Deutschen führen würde:: Man darf ja träumen!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.03.2012 15:44 Uhr
Ellen Schreiber

Umgekehrt wird vielleicht eher ein Schuh draus

Wulff gibt jetzt ein richtig schönes Beispiel dafür ab, daß Unehrlichkeit keine besonderen Konsequenzen haben muß. Das einzige ist, daß er "abdanken" mußte - und jetzt kriegt er die ganze Kohle ohne Gegenleistung noch viel früher.

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Horst-G. Willweber

Zeremoniell verkommt zum 'Gesslerhut'!

Fragliche Aussage: "Seine Entscheidung entbindet den Staat und die Politik aber nicht von der Pflicht, sich selbst an die Gebote der Würde im Umgang mit einem ehemaligen Bundespräsidenten zu halten. Freigebigkeit im Materiellen wie im Symbolischen beschämt in diesem Fall jedenfalls nicht den Staat."

Genau das Gegenteil ist der Fall! Wir beugen uns einem staatsüblichen Zeremoniell, ohne hierbei die zu 'ehrende zivile Persönlichkeit' zu betrachten. Adressat ist aber die Person, kein amtsbezogener staatlicher Selbstzweck. Mit einer derartigen Argumentation wäre sogar ein ins Amt gelangter Despot zu ehren!

Nein, WULFF missbraucht noch im Abgang eine staatlich übliche Prozedur zu Lasten des Ansehens dieses Staates; und alle wirken - verschämt - mit!

Welche Verkommenheit wollen wir uns noch auferlegen?

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Dounia Moon

Frage

Ist es richtig, dass Wulff die komfortablen 200.000 Euro ALG-Leistung auch dann im vollen Umfang erhält, wenn er einen Job annimmt? Also das Einkommen aus diesem Job nicht von den 200TEUR abgezogen wird, so wie es bei ALG oder Hartz4 üblich ist?

Wenn das tatsächlich der Fall ist, beschämt das mich enorm und ich meine, dass der Staat aus sehr gutem Grund die "Stillosigkeit und das Winkeladvokatum mit gleicher Münze" tatsächlich zurückzahlen MUSS.

Und wenn die Wulff-Verteidiger wieder die langweiligen und substanzlosen Sprüche rauskramen ("Wer ohne Sünde ist...), würde ich im konkreten, wenn auch sehr sekulären Fall das "Auge um Auge, Zahn um Zahn" einmal bemühen und in die Zirkusmanege werfen.

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Antworten (7) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.03.2012 18:06 Uhr
Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 08.03.2012 18:06 Uhr

Hallo Frau Pfützner, das stimmt nicht,

Wulff muss den Ehrensold versteuern, also kommt ein bisschen was zurück ;-)

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C. Pfützner
C. Pfützner (AnnaCh) - 08.03.2012 17:47 Uhr

Wulff kann übrigens neben den bereits bekannten Wohltaten auch Personenschutz beanspruchen

Da für ihn die höchste Sicherheitsstufe gilt, werden Bodyguards rund um die Uhr abgestellt. Dazu kommen eine gepanzerte Limousine und entsprechende Begleitfahrzeuge.

Allein dieser Service kostet die Bürger rund 1,2 Million €, insgesamt also etwa 1,7 Mio pro Jahr.

Und das alles für knapp 600 Tage Dienst.

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Dounia Moon

Vielen Dank für Ihre Antworten :)

Unter den Voraussetzungen sind die 200.000 tatsächlich eine ausgesprochen märchenhafte "Apanage" für die Familie Wulff.

Da bleibt mir nur noch zu wünschen: Happy Zapfenstreich, Mr. Wulff, well done.

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C. Pfützner
C. Pfützner (AnnaCh) - 08.03.2012 14:56 Uhr

Seine 200.000 EURO sind außerdem steuerfrei.

...

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Dounia Moon

Mist, verschrieben

es sollte "säkular" heissen. Macht aber nichts.

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Weitere Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Birgit Zendel
Birgit Zendel (BAZen) - 08.03.2012 14:23 Uhr

Ja Frau Moon, das ist VOLLKOMMEN richtig! CW könnte morgen den Posten von Hrn. Ackermann

der Deutschen Bank einnehmen und somit ein mehrfach höheres Einkommen jährlich erzielen als diese 200.000 € Ehrensold + "280.000" € Zustazleistungen insgesamt sind, so würde dennoch der Ehrensold (+ Zusatzleistungen!?) weiter wie bisher ausgezahlt!

Für jeden Arbeitgeber / jedes Unternehmen,
doch ein gefundenes "Fressen" einen Mitarbeiter einzustellen, welcher SCHON selbst über ein eigenes Büro, ein eigenes Sekretariat, einen eigenen Wagen inklusive Chauffeur, etc. verfügt.
Manch ein anderer Bürger würde seinen Lebensunterhalt gerne - wenn's doch nicht anders geht! - als Pizza-Ausfahrer verdienen, ABER hierfür brauchen viele einen eigenen PKW... Ch. Wulff hingegen verfügt voraussichtlich dann schon über den größten Komfort, da rennen ihm doch die Unternehmen die Tür ein... und wie gesagt, JEDER ZUVERDIENST kommt auf den Ehrensold noch mit drauf!

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 08.03.2012 13:43 Uhr

ja, bekommt er,

eine evtl. Berufstätigkeit o.ä, wird nicht auf die Pension angerechnet.

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Wolfgang Ebel

das war mir

nicht alles bekannt. Danke bestens fuer die sehr informativen und erstaunlichen Hinweise, welche ich ganz bestimmt nicht nur in der allgemeinen Ablage aufbewahren werde.

Ich habe mich schon lange darueber gewundert, was in dem sogenannten Rechtsstaat Deutschland auch in Bezug auf Korruption alles moeglich ist und wie wenig die Judikative dagegen tut, wenn man nicht gerade Otto Normalbuerger ist. Mit der Gewaltenteilung scheint es nicht weit her zu sein. Was vor nahezu 70 Jahren " Recht " war - z.B. Wegnahme fremden Eigentum und eine gleichgeschaltete Justiz welche das nicht ahndete . . . waere laengst vorbei. So dachte ich bislang wenigstens.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.03.2012 09:54 Uhr
Birgit Zendel
Birgit Zendel (BAZen) - 09.03.2012 09:54 Uhr

Danke Herr Ebel, ich hatte Ihre hiesige Antwort sofort verstanden,

denn ansonsten gab es unter den Kommentaren ja nichts Neues, und auf den Artikel konnte diese gewiss nicht bezogen sein.
Das einzige doch lesenswert Neue, das kam nach Ihrem hiesigen Kommentare, und zwar eine Antwort von Frau C. Pfützner, auf den Kommentar von Fr. Moon: "Frage" -
denn ich denke, dass Fr. Pfützner damit goldrichtig liegen könnte und 1,7 Millionen jährlich demnach realistisch klingen.

Nicht in der allgemeinen Ablage?
Sondern? Wo stattdessen genau? :o)
Der Artikel wird heute sicher "geschlossen", bzw. nicht mehr kommentierbar sein - deshalb:
Ich hoffe es ist eine produktive Ablage, welche nicht verstauben wird...

...danke für Ihre Antworten!

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werner katz
werner katz (wpkatz) - 08.03.2012 11:07 Uhr

Tatsächlich

ist ein Ministerpräsident im Umgang mit seinen Freunden, die ggf. staatliche Mittel von ihm in Anspruch nehmen (könnten) nicht der Bürger XY, der mal im Landhaus von Freunden übernachtet. Wer das nicht sieht und wem es das Amt nicht wert ist, sich entsprechend zu verhalten, der ist tatsächlich fehl am Platz. Und Urlaubskosten von solchen "Freunden" übernehmen zu lassen und erst später angeblich, jedenfalls undokumentiert zurückzuzahlen, ist für dieses Amt genauso unerträglich.

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Peter Hoch
Peter Hoch (luxor) - 08.03.2012 11:05 Uhr

Wie wäre es mit bunter Musik zum Abschied?

Im Alltag gehört es zum guten Ton, deutsche Traditionen beinhart zu bekämpfen.

Das paßt nicht zusammen. Eine preußisch-militärische Tradition in einem Land, das mit allen Traditionen gebrochen hat. Zum Abschied will "man" sich aber doch eingebettet wissen in eine Kontinuität. Hat die Bundesrepublik Deutschland an Identifikation nichts zu bieten?

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Birgit Zendel
Birgit Zendel (BAZen) - 08.03.2012 10:52 Uhr

@Michael Leh: Der Ehrensold = Schweigegeld? Besser ließe sich der Nagel nicht auf den Kopf treffen!

Wo liegt hier eigentlich die Beweislast? Beim Bürger / beim Volk?
Na dann fahren wir mal diesen auf:

Die UN-Konvention gegen Korruption
„ Die größten Staaten (nach EWZ) die die Konvention bisher NICHT ratifiziert haben sind Japan, Deutschland, Myanmar, Sudan, Saudi-Arabien, Nordkorea und Syrien.“

Wenn man die letzten fünf Staaten liest, dann weiß man wie es in Deutschland um die Korruption und um die Demokratie steht – eine absolute Schande, dass Deutschland überhaupt mit diesen Staaten (bezgl. Korruption) in einem Atemzug genannt wird.
Und eine noch größere SCHANDE ist,
dass sich Deutschland seit 2003 vor dem Ratifizieren DRÜCKT - 159 Staaten drückten sich bisher nicht und ratifizierten!

Diese „Elite“ ist NICHT Eigentümer der Steuergelder, sondern TREUHÄNDER – wer somit 80% Gegenstimmen vom Volk ignoriert ist ein Verbrecher und gehört ins Gefängnis!
Oder steckt die 80% in Haft, anstatt uns WIE IDIOTEN dastehen zu lassen; uns selbst noch des STOLZES und der Ehre zu berauben...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.03.2012 13:36 Uhr
Wolfgang Ebel

Entschuldigung

nochmals danke. Mein Beitrag ist wohl verrutscht. Ich kann Ihre Auffassung uneingeschraenkt teilen. Dass Deutschland bisher die UN-Konvention nicht ratifiziert hat ist ein Skandal erster Guete. Es macht aber auch erklaerlich wie Deutschland schon seit Adenauers Zeiten mit dem Recht umgeht. Sinngemaess auesserte dieser : Natuerlich achte ich das Recht. Aber man darf mit dem Recht nicht allzu pingelig umgehen. Dieser Satz scheint nicht nur in den Reihen der CDU/CSU noch immer eine hohe Prioritaet zu haben.

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Peter Rotter
Peter Rotter (Perobo) - 08.03.2012 10:41 Uhr

Zapfenstreich?

Der Große Zapfenstreich stammt aus einer Zeit, als absolute Monarchen ihre Untertanen in ihren Armeen mit gnadenloser Härte drangsalierten. Der "Alte Fritz", ein ruhmsüchtiger, brutaler Kriegsherr, hat gesagt "Die Kerls müssen ihre Offiziere mehr fürchten als den Feind!"
Man muss sich heute fragen, ob dieses pompöse, quasi religiöse Zeremoniell ("Helm ab zum Gebet!") in einer säkularen Demokratie und auch in einer demokratische Armee, die nach den Prinzipien der Inneren Führung geführt wird, noch zeitgemäß ist, ich habe da meine Zweifel. - Jedenfalls verdient unser Ex-Salami-Präsident, der das höchste Staatsamt beschädigt hat, kein aufrichtiger, ehrlicher, integrerer, vorbildlicher Mann war/ist, nicht, in dieser feierlichen Form beweihräuchert/geehrt zu werden, weil er selbst völlig uneinsichtig ist, akeinerlei Reue zeigt und sich somit ziemlich ehrlos verhält.

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thomas mann
thomas mann (dawan) - 08.03.2012 09:55 Uhr

wie immer..

es ist doch immer überall das Gleiche,
die einen zahlen für das was die anderen bekommen.

Und jene welche die Zeche bezahlen sollen sich jetzt schämen weil sie sich darüber empören.

" Die Welt ist ein Irrenhaus " - Cicero Marcus Tullius Cicero
3. Januar 106 v. Chr. in Arpinum - 7. Dezember 43 v. Chr.



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Günter Jäger

Welch grässliche Taten

Hat eigentlich jemand darüber nachgedacht, welch Furchtbares Wulff aus der Zeit VOR DER WÜRDE ALS BUNDESKANZLER vorgeworfen wird. Hat einen Sitz im Flugzeug getauscht und erst später die Differenz beglichen. Hat bei Einladungen von Privatleuten keine Kosten für Logis angeboten und bezahlt. Hat sich ein Bild von einem Filmproduzenten genmacht, der Zuschüsse vom Land wollte, die er dann nicht einmal in Anspruch nahm. Hat sich Hotelleistungen bezahlen lassen und die später zurückgezahlt. Hat einen Kredit für einen Hauskauf von einer "befreundeten" Familie bekommen, der dann in einen Bankkredit umgewandelt wurde. Übrigens: Banken verschenken kein Geld, sie lassen es sich lieber vom Staat, also von uns allen schenken. Kreditgeber war die Frau, deshalb bekam er keinen vom Mann. Das ist irgendwie lächerlich. Dann gab es - zu Zeiten als Ministerpräsident, nicht Bundespräsident - Urlaubsreisen. Liebe Mitmenschen: da konnten doch die Einladenden angeben. Vielleicht kann er Reiseleiter werden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.03.2012 11:20 Uhr
Closed via SSO

Ja, das ist es doch gerade, der Mann hat NICHTS gemacht, was nicht jeder Kleinbürger bei

entsprechender Gelegenheit ebenso gemacht hätte. "Klau ein Schaf, und sie hängen Dich. Klau die ganze herde, und sie verhandeln mit Dir" (arab. Sprichwort) In D heiß der Nachsatz jedoch "Verkaufe Deutschland an die Russen, und sie bewundern Dich und loben Dich" (so bei Schröder).
DAS ist es doch, dass jeder toitsche Piefke sein eigenes Verhalten bei Wulff gesehen hat. Nicht umsonst ist D bei Transparency-Intl. direkt nebem Gambia angesiedelt, was Korruption angeht. Es sind die kleinen "Annehmlichkeiten", die hierzulande die Geschäfte schmieren. Fängt beim Kaffee und Brötchen für den Handwerkeran, damit der auch seine Arbeit ordentlich macht.
Und dann diese Backsteinhäusken für ne halbe Mio. Das baut sich doch der Abteilungsleiter von nebenan mit Baukindergeld und staatl. Subventionen gerade selbst. Und das soll der BuPrä auch machen? Geht gar nicht!
Sein Fehler war das Gebölke auf die Mailbox des "heiligen" BILD-Chefs, mehr nicht...Und der "heilige Zorn" entlud sich...

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Closed via SSO

Lasst dem Kleinbürger doch seinen Spaß! Oder sind die Bürger dieses Landes selbst

solche Kleingeister und Krämerseelen, dass sie jemanden, der ihnen in seiner Verfehlung schwer den Spiegel vorgehalten hat, nun komplett vernichtet werden soll? Dass man dem die würdige Entlassung aus dem Amt versagen will, weil er ja genau das gemacht hat, was viele Mitbürger tagtäglich machen? Ja, ja, es passiert laufend: Da werden Quittungen beim täglichen Mittagessen im team "verteilt" und dem FA als Bewirtungen übermittelt. Da landet mal eine Bonbon-Buchung auf dem Tankbeleg, da wird die Fahrtstrecke zum Arbeitsplatz künstlich verlängert, die Putzhilfe "schwarz" oder "grau" beschäftigt etc.
All diese Kleinlichen Tricksereien sind im Verhalten von Wulff kumuliert: Hier mal eine Übernachtung, dort ein paar Prozent besser beim Baukredit. Es sind diese "Peanuts" und seine Rumdrucksereien, die ihn untragbar gemacht haben. Denn es ist dieser Spiegel, den er damit der Gesellschaft vorhielt, welcher nun die Leute so gemein und nachtragend macht.

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.03.2012 09:21 Uhr
Lars Weseloh

Aber das ist es es ja gerade, Frau Schreiber...

...es liegt nichts vor! Köln hat ermittelt, eingestellt, dito Stuttgart. Wenn Wulff sich tatsächlich etwas zu Schulden hat kommen lassen, dann soll und wird er bestraft werden, selbstverständlich. Ich halte es aber nur für fair, einfach zu betonen, dass am Ende eine Person, die man bestimmt nicht mögen muss, ohne handfeste Beweise wie eine Sau durchs Dorf getrieben wurde. DAS fand ich stillos.
Und bleibt es bei der gesetzlichen Unschuld, so nennen Sie mir jemanden, der unter diesen Umständen auf seine festgelegte Rente verzichten würde. (dass dieser Ehrensold nun diskutiert wird, ist ja auch richtig. Aber jetzt zu verlangen, Herr Wulff müsste "aus moralischen" Gründen darauf verzichten, finde ich ebenso scheinheilig.)

Und die Schwarzarbeit (die Summe von 30 Mrd. stand hier in der FAZ, nebenbei) habe ich nur erwähnt, um zu zeigen, wie viele deutsche Staatsbürger ALLEINE hier, sorry, beschei..en.. Das sind eben nicht nur "die anderen", das sind richtig viele!

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Ellen Schreiber

Wirklich sehr nteressant, Herr Weseloh

Nur, der Unterschied ist:
1. Wird ein einfachr Bürger bei Steuerhinterziehung erwischt, wird er bestraft. Bei Vorteilsnahme/Bestechlichkeit im Dienst bekommt er die fristlose Kündigung, ohne Abfindung.
2. Herr Wulff jedoch wird in "allen Ehren" verabschiedet und genießt ab sofort einen Geldregen im Gegenwert von insgesamt knapp 500.000 Euro pro Jahr.
3. Wenn Sie schon den Gesamtbetrag von angeblich 30 Mrd. Euro Steuerausfall wg. Schwarzarbeit hier einwerfen, um den Fall Wulff als Lappalie darzustellen, dann halte ich Ihnen jetzt entgegen, daß Regierung und Opposition, also fast ALLE im BT vertretenen Parteien bereits seit Jahren aufgrund der verfehlten Europolitik den deutschen Steuerzahler bewußt um Hunderte von Milliarden von Euro gebracht haben. Wenn Sie also Bürger gegen Politiker "aufrechnen wollen", dann geht der Schuß gewaltig nach hinten los.

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Lars Weseloh

Sehr treffend, Herr Hoppe!

..und Frau Schreiber, mal im Ernst: sie kennen niemanden, der mal bei den Spesen schummelt oder sich sonst einen klitzekleinen Vorteil im Graubereich verschafft? Vielleicht erzählen es ihre Bekannten Ihnen einfach nicht....die Realität sieht (leider) anders aus; man nehme nur das Beispiel Schwarzarbeit: 30 Milliarden entgehen damit jährlich dem deutschen Staat! Aber wer beschäftigt diese Leute? Immer nur die anderen; eine Handvoll mysteriöser Gauner? Wer`s glaubt...

Nehmen wir jetzt einfach mal an, aus der Untersuchung in Niedersachsen gg. Wulff kommt wieder nichts raus. Dann ist es einfach Fakt, dass ein Bundespräsident vom Hof gejagt wurde, der keinerlei Gesetzte gebrochen hat; sich allenfalls sehr ungeschickt verhalten hat. Unterm Strich bleiben nichts als ein Haufen unhaltbarer Anschuldigen (inkl. Bobby-Car...), eine einseitige Berichterstattung und ein Nachtreten, mit Hähme und unerträglicher Selbstgerechtigkeit gewürzt, welches die grösste Stillosigkeit in dieser Geschichte ist.

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Ellen Schreiber

Ich hätte da eine bessere Redewendung parat, Frau Jung:

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus - das gilt nicht nur für Politiker, sondern für alle Brüder (und Schwestern) im Geiste....

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Doris Jung
Doris Jung (DorisJung) - 08.03.2012 12:59 Uhr

Jaja, der Blick in den Spiegel ist manchmal nicht erfreulich...

und "wie du mir so ich dir" auch nicht gerade die feine Art.

Zutreffender Kommentar, Herr Hoppe! Bleibt zu hoffen, dass auch die politische Klasse ihr bisheriges Verhalten aus diesem gegebenen Anlass überdenkt und verinnerlicht, dass sie "Erste unter Gleichen" sind, was nicht mit "gefühlten" Privilegien verbunden ist.

Und: Es hat Zeiten gegeben, da wurde auf jemand der am Boden lag, nicht weiter getreten. Der Hass, der in Foren häufig zur Causa Wulff zu lesen ist, ist für mich irritierend und hat m.E. nichts mit Gerechtigkeit etc. zu tun.

Berthold Kohler Dank für den guten Kommentar und dass er vieles wieder zurecht gerückt hat. Es wurde Zeit...

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Ellen Schreiber

Sie scheinen eins zu vergessen, Herr Hoppe

der "kleine" Bürger wird für derartige Vergehen bestraft, Herr Wullf dagegen wird dafür noch belohnt. Und außerdem scheinen Sie ja schöne Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen zu haben. Ich selber jedenfalls kenne niemanden, der solche Tricks anwendet. Was Sie also schreiben wirft ein schlechtes Bild höchstens auf Sie selbst und die Kreise, in denen Sie sich bewegen.

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Cornelia  Holtmann

Ein noch größerer Skandal ist es eigentlich,

dass Herr Kohl vollkommen ungestraft davongekommen ist.

Christian Wulff gibt zumindest vor, sich an die Gesetze gehalten zu haben. Er erkennt sie zumindest formal an und bricht sie lediglich in der Hoffnung, das werde schon nicht auffallen - so wie alle Gauner eben.

Herr Kohl hat es für sich in Anspruch genommen, dass die Gesetze für ihn nicht gelten. Das war seine Entscheidung. Es hätte aber die Entscheidung des Staates sein müssen, ihm diese Entscheidung so unbequem wie möglich zu machen.

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Jahrgang 1961, Herausgeber.

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