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Nach Putschversuch : Zahl türkischer Asylbewerber auf Höchststand

  • Aktualisiert am

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan im Juli bei einer Rede im Parlament in Ankara Bild: dpa

Deutschland gewährt nur wenigen Asylbewerbern mit türkischer Staatsangehörigkeit Schutz. Trotzdem steigt die Zahl der Asylanträge über ein Jahr nach dem Putschversuch immer weiter.

          Nach Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) steigt die Zahl der Asylanträge türkischer Staatsbürger weiter. Im August beantragten 877 Türken Asyl – so viele wie noch nie in einem Monat seit dem Putschversuch im Juli 2016. Das sagte ein Sprecher des Bamf der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Donnerstag. Bisher beantragten demnach in diesem Jahr insgesamt rund 4700 türkische Staatsangehörige Asyl in Deutschland.

          Die Bundesrepublik gewährt nur wenigen Asylbewerbern mit türkischer Staatsangehörigkeit Schutz: Von 8500 Anträgen, über die das Bamf bisher in diesem Jahr entschied, wurden rund 5000 abgelehnt. Nur 670 erhielten eine Anerkennung als Asylberechtigte, 1140 wurden als Flüchtlinge anerkannt, 112 erhielten subsidiären Schutz.

          Im Jahr 2016 hatte die Schutzquote, also die Summe aller positiver Entscheidungen, nach Bamf-Angaben nur 8,2 Prozent betragen. Das Bamf erfasst die einzelnen Antragsgründe wie etwa ein Putschversuch im Herkunftsland und damit auch die Gründe für eine Schutzgewährung nicht statistisch. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte kürzlich geäußert, seit dem Putschversuch hätten 250 Türken mit Diplomatenpass und 365 Dienstpassinhaber Asyl beantragt.

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