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Bundespolizei : Zahl illegaler Einreisen auf Rekordhoch

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Ein Bundespolizist bringt ein Paar, das mit gefälschten Pässen gereist war, auf die Wache am Frankfurter Hauptbahnhof. Bild: dpa

Im vergangen Jahr hat die Bundespolizei so viele Fälle illegaler Einreise festgestellt wie niemals zuvor. Das sei eine Steigerung um 75 Prozent gegenüber 2013, teilte die Bundespolizei mit. Und in diesem Jahr werden es noch mehr sein.

          Die Zahl illegaler Einreisen nach Deutschland ist abermals rasant gestiegen. Im laufenden Jahr habe die Bundespolizei bislang rund 63.000 unerlaubt eingereiste Personen registriert, sagte Behördenchef Dieter Romann am Montag in Berlin bei der Vorstellung des Jahresberichts der Bundespolizei 2014. Das sei eine Steigerung um 160 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit sei schon jetzt das Rekordniveau vom Vorjahr übertroffen. Allein am Wochenende habe die Bundespolizei etwa 3000 Fälle gezählt.

          Der Anstieg geht zurück auf den wachsenden Zustrom von Asylbewerbern. Die meisten der illegal Eingereisten sind Menschen, die in Deutschland Schutz suchen - allen voran aus den Krisenstaaten Syrien, Eritrea und Afghanistan, aber auch vom Balkan.

          Nahezu die Hälfte der illegal Eingereisten kam über die österreichische Grenze nach Deutschland. Auch über die französische Grenze sowie per Flugzeug reisten viele illegal ein. Im Gesamtjahr 2014 hatten Bundespolizisten mehr als 57.000 Fälle unerlaubter Einreisen festgestellt - und damit 75 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das war der höchste Stand seit der Wiedervereinigung. Romann forderte angesichts der Zahlen eine Steuerung der Einwanderung: „Man kann sicherlich darüber streiten, ob man mehr Zuwanderung will oder weniger, oder welche Zuwanderung man will. Doch egal, für welche Variante wir uns in Deutschland entscheiden: Sie setzt in jedem Fall eine Steuerung voraus. Man
          muss auch ‚Nein‘ sagen können - und dieses ‚Nein‘ auch durchsetzen können.“

          Gleichzeitig nahm die Bundespolizei 2014 mehr als 2100 Schleuser fest. Auch dies waren deutlich mehr als im Jahr zuvor mit 1535 Schleusern. Im laufenden Jahr gab es abermals einen Anstieg. Romann erklärte, bis Ende Juni habe die Bundespolizei bereits rund 1500 Schleuser festgesetzt.

          Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit sei der Kampf gegen den internationalen Terrorismus gewesen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte, dass dies verschiedene Anforderungen für die Bundespolizei bedeute, so müssten die Reisewege von Dschihadisten überwacht, die Sicherheit der Luftfahrt gewährleistet sowie für „terroristische Bedrohungslagen“ geplant werden. „Für mich sind daher die behördenübergreifende Zusammenarbeit und das abgestimmte und koordinierte Vorgehen besonders wichtig", so de Maizière.

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