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Wirtschaftskrise Hilfsorganisationen besorgt

27.12.2008 ·  Bei den Hilfsorganisationen wächst die Sorge, die Deutschen könnten wegen der Wirtschaftskrise weniger spenden. Vor allem bei Unternehmen und Stiftungen geht die Spendenbereitschaft zurück.

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Bei den Hilfsorganisationen wächst die Sorge, die Deutschen könnten wegen der Wirtschaftskrise weniger spenden. „Die Bundesbürger sind im internationalen Vergleich sehr hilfsbereit“, sagte die designierte Geschäftsführerin der Kinderhilfsorganisation Unicef, Regine Stachelhaus, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). „Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten setzen sie ihre Unterstützung für soziale und karitative Zwecke fort. In diesem Jahr könnte sich die Finanzkrise allerdings erstmals seit langem negativ auf die Einnahmen von Spendenorganisationen auswirken.“

Im November 2008 seien die Einnahmen von Unicef Deutschland gegenüber dem Vormonat zwar gestiegen, aber nicht so stark wie sonst zu dieser Jahreszeit üblich. Auch der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Hans-Joachim Preuß, sagte: „Seit Ende des dritten Quartals 2008, dem Beginn der Finanzkrise, gehen die im ersten Halbjahr erfreulich wachsenden Einnahmen der Hilfsorganisationen wieder etwas zurück.“

Geringere Zuwendungen von Firmen und Stiftungen

Ursache dafür seien im Wesentlichen die geringeren Zuwendungen von Unternehmen und Stiftungen. Die Spenden von Privatleuten seien hingegen wenig konjunkturabhängig. „Sie geben, weil sie helfen wollen und können“, sagte Preuß der F.A.S. DRK-Präsident Rudolf Seiters warnte vor einem Teufelskreis: „Für Menschen in Armut haben Katastrophen schlimmere Auswirkungen als für Menschen in reichen Ländern. Das haben wir 2008 in Zimbabwe, in Haiti und in Burma gesehen. Eine globale Wirtschaftskrise kann also bedeuten, dass der Bedarf an Katastrophenhilfe steigt. Gleichzeitig haben diejenigen, die die Hilfe finanzieren, also die Spender, weniger Geld übrig.“

Bei der Caritas äußert man sich allerdings zufrieden. So sei es gelungen, das Spendenaufkommen für Caritas international zu steigern. „Ich freue mich besonders darüber, dass wir im zurückliegenden Jahr mehr Spender aktivieren konnten. Erfreulich ist auch, dass der durchschnittliche Spendenbetrag höher war als in den vergangenen Jahren. Die Finanzkrise hat der Bereitschaft, für die Arbeit von Caritas international zu spenden, bisher nicht geschadet,“ sagte Caritas-Präsident Peter Neher.

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