Home
http://www.faz.net/-gpg-6xxze
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Wieder mehr Verkehrstote Im Straßenkampf

 ·  Es ist kein Wunder, dass die meisten Verkehrstoten Fußgänger und Radfahrer sind. Das Schild „Nur bei Grün - den Kindern zuliebe“ haben scheinbar nur die Eltern verinnerlicht.

Artikel Lesermeinungen (19)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Eric Arnesen

Leuchtreklame und graue Mäuse

Ein Problem ist hier sicher auch die nicht zu Ende gedachte Tag-Fahrlicht-Welle.
In Österreich wurde die bereits eingeführte Tag-Fahrlicht-Pflicht wieder zurückgenommen, da in der Folge die Opferzahlen bei Fußgängern und Radfahrern zugenommen hatten.
Warum ? Die grauen Mäuse (Füßgänger und Radfahrer ohne blinkende Leuchtreklame) gehen in der Reizüberflutung einfach unter und werden von den Autofahrern nicht mehr rechtzeitig wahrgenommen. Zudem stumpfen dann die Wahrnehmungen mit der Zeit immer weiter ab...

Empfehlen
Uwe Borg
Uwe Borg (Borgward) - 25.02.2012 18:17 Uhr

Verkehrsopfer

Bekannt ist, dass die Hauptursache toedlicher Unfaelle ueberhoehte Geschwindigkeit ist. Wenn Sie sich die Gutachten zu toedlichen Unfaellen mit Fussgaengern und Radfahrern anschauen, ist es erschreckend festzustellen wie viele durch massive Geschwindigkeitsueberschreitungen verursacht werden. Es geht hier um Leute die mit ueber 70 durch Staedte und Wohngebiete fahren. Auf ihr Konto geht ein Grossteil der schweren Unfaelle und nicht auf Leute die mal 7 km zu schnell fahren. Erstere aus dem Verkehr zu ziehen oder an kritischen Stellen durch Bremsschwellen auszubremsen wuerde schwere Unfaelle verhindern helfen.

Empfehlen
Gerhard Rinker
Gerhard Rinker (GerdR) - 25.02.2012 13:49 Uhr

Nackte Zahlen

Ist es nicht ein wenig zu mager, nur anhand von nackten Zahlen Schuldzuweisungen zu verteilen? Sagt die Statistik etwa etwas über Schuldfragen und Ursachen aus? Ich hoffe, dass der große Verkehrsminister Ramsauer sich die Statistik etwas detaillierter anschaut und sich seine Verdienste als Verkehrsminister nicht allein in Aschewölkchen, Streusalz, antiken Autokennzeichen und ebenso unsinnigen wie überflüssigen “Reformen“ des Zentralregisters in Flensburg erschöpfen. Im übrigen sollten wir uns alle – egal in welcher Funktion wir am Verkehr teilnehmen – dem Ratschlag von Herrn Stark folgen und defensiv fahren (bzw. gehen).

Empfehlen
Marcel Benson

Was für eine unsinnige Aussage

Es mag ja sein, dass sich viele Radfahrer rücksichtlos verhalten, aber in unserer Stadt (Köln) werden Lichtsünder und Radfahrer die auf der falschen Seite fahren regelmäßig kontrolliert und bestraft. Autofahrer hingegen ignorieren Radfahrer sehr gerne mal und verhalten sich mindestens genauso regelunkonform. Ihre Pauschalisierung ist in meinen Augen überzogen, da gerade schon ein Radfahrer sehr schlecht Geschwindigkeiten überziehen kann, was im Straßenverkehr ja mittlerweile auch zum guten Ton gehört.

Ich fahre immer regelkonform und bleibe sogar vor roten Ampeln stehen, wenn alle an mir vorbeifahren. Dennoch hatte ich im letzten Jahr zwei Unfälle, in denen immer ein Auto involviert war. Es gab zwar jedes mal ein neues Fahrrad (spricht ja auch leicht für das rechtswidrige Verhalten der Gegenseite), aber es beweist doch sehr gut, dass pauschale Anschuldigungen fehl am Platze sind. Es kommt immer auf den Einzelfall an...aber ein Auto hat nunmal mehr PS.

Empfehlen
Gerhard Storm

Verantwortung ausgeschlossen

Der Artikel beschreibt treffend die Freiheiten im Straßenverkehr, welche sich die Verkehrsteilnehmer nehmen und dass die Verantwortung oft auf der Strecke bleibt. Dabei wirkt sich die moderne Technik sowohl bei Fahrrad- als auch Kraftfahrern als Anreizgeber für zu hohe Geschwindigkeit aus. Bei jeglichem Tun wirken sich die Komplexe und Aggressionen etc. des Menschen mehr oder weniger aus. Und es gibt leider viel zu viel Auto- bzw. Radfahrer, die die Grenze des Verantwortlichen weit überschreiten. und für die die Regel 1 ein Fremdwort zu sein scheint. Der Staat erleichtert das, indem er kaum dagegen einschreitet, vielleicht als Auswirkung von Lobbygift. Die Warnungen der Autofahrer vor Geschwindigkeitskontrollen in Funk und TV halte ich für Unsinn, denn sie schützen die Falschen. Wenn man sieht, wie rücksichtslos und schnell auf der Straße, auf Fahrradwegen - tw. gegen die Einbahn - sowie in Fußgängerzonen gefahren wird, kann man nur froh sein, dass es nicht noch mehr Tote gibt.

Empfehlen
Dietmar Fleischhauer

Werden unterschiedliche Dinge vermischt?

Mich würde interessieren, wie sich die Opferzahlen auf unterschiedliche Verkehrssituationen verteilen. Der Kommentar erweckt den nicht abwegigen Eindruck, dass die meisten Opfer die weitgehend schutzlosen Fußgänger und Radfahrer im innerstädtischen Straßenverkehr stellen. Ob die in den Raum gestellte generelle Geschwindigkeitsbegrenzung überhaupt eine im Vergleich zum Eingriff nennenswerte Auswirkung auf die Opferzahlen hätte, wird leider nicht diskutiert. Dass wir das einzige europäische Land ohne eine solche sind, ist allein kein Maßstab.

Empfehlen
Klaus Mueller
Klaus Mueller (Jeeves3) - 25.02.2012 08:36 Uhr

... auch in Berlin, himmelhilf!

Nicht nur in Freiburg. In Berlin sind etwa 80% der Radfahrer eine Plage, weil: fahren auf Bürgersteig; fahren gegen die Fahrtrichtung; fahren bei Rot über Kreuzungen; fahren bei Nacht ohne Licht (udn auf Bürgersteig etc.) ... Ich hab Radfahrer mal spaßeshalber gezählt und kam auf o.e. 80% "Falsche". Es ist wirklich eine Plage und die seriöse Berliner Presse bringt auch anduernd Artikel darüber.
Disclosure: Bin selbst Radfahrer (und Fußgänger, und, und... aber meistens: per Rad)

Empfehlen
Günter Blümel

Selbsttötung und Selbstverteidigung

Mit dem Auto lege ich pro Jahr etwa fünfmal mehr Kilometer zurück als mit dem Fahrrad. Fußgänger bin ich natürlich auch. Dass manche Geisterfahrer in Selbsttötungsabsicht handeln, ist wohl eine Tatsache. Zählen Fußgänger, die sich vor den Zug werfen eigentlich als Verkehrsopfer? Es sind jedenfalls wenige. Nach meiner persönlichen Einschätzung explodiert hingegen die Zahl der Regelverstöße geradezu. Einer "lernt" vom anderen? Wer blinkt eigentlich noch? Wenn jeder rücksichtslos macht, was er gerade will, müssen die Schwächsten dran glauben. Ich will mir aber keinen Panzer kaufen. Das Recht des "Stärkeren" ist das Gegenteil von Recht, übernimmt aber zusehends die Verkehrsregelung.

Empfehlen
Marcel Meier

Fehlendes Unrechtsbewusstsein bei Radfahrern und Fußgängern!

Punkt 1) ein generelles Tempolimit (ideologisch oder ökologisch motiviert) auf deutschen Autobahnen ist definitiv NICHT nötig. Autobahnen sind die sichersten (statistisch die wenigsten Unfälle je Kilometer) Verkehrswege überhaupt!

Punkt 2) das fehlende Unrechtsbewusstsein von Radfahrern im Straßenverkehr gefährdet sie selbst und viel schlimmer- Fußgänger. Ebenso ist es nicht hinnehmbar, das Radfahrer sich permanent über rote Ampeln hinwegsetzen. Als Kraftfahrer wird man von RF genötigt, beschimpft etc. Gerade in Großstädten -ich schreibe von Hamburg- nehmen sich die RF alles heraus und werden nicht zur Rechenschaft gezogen. Aber von grünen und roten Gutmenschen gehätschelt, wird wohl nicht mit einer Verkehrsüberwachung von Radfahrern zu rechnen sein. Eher verstärkte Kontrolle des ruhenden Verkehrs.
Glück auf!

Empfehlen
Carlos Anton

Strassenverkehrsordnung gilt nicht für Radfahrer

Dass Unfälle mit Radfahrern zunehmen, erstaunt mich nicht, wenn ich beobachte wie rücksichtlos und unvorsichtig sich viele von ihnen benehmen. Offenbar glaube einige von ihnen, dass die grüne Gesinnung sie unsterblich macht oder zumindest die physikalischen Gesetze zeitweise für sie ausser Kraft setzt. Leider schreitet bei Verkehrsübertretungen von Radfahrern auch fast nie die Polizei ein, aus welchen Gründen auch immer. Damit tut sie diesen aber keinen Gefallen, wie man an den Unfallzahlen sieht.

Empfehlen
Matthias Weiss
Matthias Weiss (Weiss13) - 24.02.2012 23:09 Uhr

Ablehnung des Hintergedankens

Ich lehne den Hintergedanken dieses Artikels ab. Es wird schon genug rumgedoctort an den Kosten fuer Fuehrerschein, Geldstrafen, nun neue perverse Ideen mit den Punkten.

Last es einfach so stehen, dass es mehr Verkehrstote gab. Ich hab allerdings eine Idee, was MIT einer der Ursachen sein kann: Kriecht ein Fahranfaenger laengere Zeit hinter einem "BESONDEDRS GUTEM FAHRER", also einem Extremkriecher hinterher, dann bauen sich Aggressionen auf, jenes habe ich selbst bei einem jungen Burschen beobachtet. Irgendwann will dann der junge Fahrer, "normal" fahren und wird schneller und schneller, dann passierts. Ausserdem gibt es Radfahrer und Fussgaenger, denen ist alles sch...egal. Weil, der Autofahrer verliert ja sowieso vor Gericht.

Empfehlen
Wolfgang Richter

Kampfradler

Selbst im Münchner Stadtverkehr rasen Radler diagonal, entgegen der Fahrtrichtung über die Fahrbahn, ohne zu schauen. Sollen die doofen Autofahrer doch aufpassen.
Nachts fahren sie prinzipiell ohne Beleuchtung, auch ohne Reflektoren, mit coolen Mountain- und Crossbikes. Auch auf Gehwegen schneiden sie zunehmend Fußgänger oder verschaffen sich "Vorfahrt", indem sie einfach bedrohlich auf Fußgänger zurasen - und sie anpöbeln, wenn sie nicht brav wegspringen.
Wenn diese Herrschaften an- oder umgefahren werden, tun sie mir überhaupt nicht leid: sie haben sich das selbst gewählt. Leid tun mir nur die armen Autofahrer, denen wegen dieser Vollidioten Gerichtsverfahren und Strafen drohen.
Übrigens: Ich bin weder Rentner noch schreckhaft und habe selbst ein Mountainbike, allerdings mit Reflektoren und Licht - wie uncool!
Man kann durchaus gegen Regeln verstoßen, aber bitte mit Hirn, und ohne andere zu gefährden oder zu schädigen.

Empfehlen
Closed via SSO
Detlef Stark (wool-web) - 24.02.2012 19:08 Uhr

Bei uns geniessen die Radfahrer mittlerweile Narrenfreiheit!

Seit dem die BRD mit der Energiewende erheblich ergrünt ist, wird auch das Fahrrad wegen seiner emissionsfreien Fortbewegung als Mittel zur Weltrettung propagiert und erfreut sich so eines starken Zuwachses.
Besonders in meiner Wohngegend in Freiburg ist man da ganz weit vorn und hier geniessen die Radfahrer absolute Narrenfreiheit und Vorzugsbehandlung.
Für sie gibt es keine Verkehrsregeln, sie schiessen mit teils aberwitzigem Tempo von allen Seiten heran, vorbei und quer und nachts ist es vollkommen uncool, eine Beleuchtung zu haben.
Es ist als nachrangig behandelter Autofahrer schwer, bei diesem Anarchismus der Zweiräder Kollisionen zu vermeiden.
Sollte dies nicht gelingen, landet der Radfahrer im Krankenhaus oder noch schlimmer, der Autofahrer vor Gericht.

Empfehlen
Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.02.2012 11:41 Uhr
Closed via SSO
Detlef Stark (wool-web) - 25.02.2012 11:41 Uhr

Ich bin ein defensiv fahrender Autofahrer und ich beklage ....

... die zunehmende Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln hier durch zahlreiche Radfahrer.
Toleranz ist m.E. nur möglich, wenn sich die Radfahrer ebenfalls auf Toleranz besinnen und sich an die Verkehrsregeln halten.

Empfehlen
Closed via SSO
Detlef Stark (wool-web) - 25.02.2012 11:14 Uhr

Wegen Vollinvalidität kann ich nur noch Autofahren.

Zumindest in meiner Region hier bleibe ich bei meiner Feststellung, dass viele Radfahrer willkürlich und ohne Regeln fahren, aber undisziplinierte Autofahrer eher selten sind.

Empfehlen
Wolfgang Kaeflein
Wolfgang Kaeflein (Wokae) - 25.02.2012 09:45 Uhr

Schade,

mit Ihrer Argumentation gießen sie wieder Wasser auf die Mühlen der Intoleranz. Ich war als aktiver Radsportler zu Trainingszwecken häufig in Spanien, Italien und der Schweiz mit dem Fahrrad unterwegs und habe mich besonders in der Schweiz stets sicherer gefühlt als hier in Deutschland. Ich hatte dort den Eindruck, es gehe etwas mehr um ein Miteinander als um ein Gegeneinander im Straßenverkehr. Ich gehe noch weiter und behaupte Ihr "Es ist als nachrangig behandelter Autofahrer schwer, bei diesem Anarchismus der Zweiräder Kollisionen zu vermeiden" - klingt ja fast wie eine Drohung an die Adresse der Radfahrer -und dass es schlimmer ist als Autofahrer vor Gericht zu landen als als Radfahrer im Krankenhaus" beides sind Äußerungen, die, wenn Ernst gemeint, bei mir mehr als nur Unverständnis hervorrufen.

Empfehlen
Thomas Junggeburt

Herr Stark, strampeln Sie sich Ihren Frust von der Seele.

Den Status als "nachrangig behandelter Autofahrer" müssen Sie sich nicht aufdrängen lassen (wobei die nachrangige Behandlung unter anderem darin besteht, dass für den Autoverkehr mit Abstand der meiste Verkehrsraum zur Verfügung gestellt wird, für den Fahrradverkehr teilweise gar keiner).
Steigen Sie einfach mal um. Es ist völlig ausgeschlossen, dass Sie niemals Distanzen zurücklegen, bei denen das Fahrrad nicht sinnvoll wäre. Vielleicht geht Ihnen ja dann ein Licht auf.
Sie würden den Begriff "aberwitziges Tempo" auch anders definieren und ihn nicht ausschließlich Fahrradfahrern zuschreiben - wenn es denn zur Einsicht reichen würde.
Ich gehöre zu den Leuten, die sowohl zu Fuß gehen, als auch Fahrrad fahren als auch Auto fahren und auch öffentliche Verkehrsmittel benutzen, meine Erfahrung:
Ihre einseitige Jammerei ist völlig daneben, in allen Gruppen gibt es schwarze Schafe, allerdings mit unterschiedlichem Gefährdungspotential für andere Verkehrsteilnehmer.

Empfehlen
Max Rapp
Max Rapp (maxrapp) - 25.02.2012 01:24 Uhr

Alles eine Frage der Perspektive.

Ach wissen Sie, ich bin Student (zwar nicht in Freiburg aber im mittlerweile ebenfalls zweiradbewegten München) und kann Ihnen versichern, dass hinter dem Lenker genauso geklagt wird wie hinter dem Steuer. "Die Autofahrer nehmen nie Rücksicht, schauen beim Abbiegen nie auf den Radweg etc." Während Sie die "Narrenfreiheit und Vorzugsbehandlung" der Radfahrer an der Energiewende festmachen, wirft der gemeine Radfahrer den Autofahrern pauschal eine "Recht des Stärkeren"-Herangehensweise vor. Es kommt ganz auf die Perspektive an. Besonders witzig sind die Teilzeitauto/radfahrer, die je nach Situation mal diese, mal jene Meinung vertreten, im Verkehr aber in der Regel in bzw. auf beiden Fahrzeugen, genau das jeweils kritisierte Verhalten selbst an den Tag legen.
Es wäre ja auch schade, wenn es die gepflegte Auseinandersetzung im Straßenverkehr nicht gäbe. Aber man sollte sie bitte nicht zu ernst nehmen und sich, wie es der Artikel fordert, bemühen ein bisschen rücksichtsvoller zu sein.

Empfehlen
Weitere Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 24.02.2012 22:23 Uhr

Nicht nur in Freiburg,

sondern in allen Universitätsstädten ist das so. Studenten sind überwiegend grün-links, solange sie noch nicht selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen müssen, und grün-links ist bei Rot, Gelb und Grün vorfahrtsberechtigt, weil nach eigener Einschätzung von Natur aus klüger als der Rest der Welt. Verkehrsregeln sind nur für uns Doofe gedacht.

Empfehlen
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1968, in der politischen Redaktion verantwortlich für „Zeitgeschehen“ und für „Staat und Recht“.

Jüngste Beiträge