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Weihnachten Wider das Kirchensterben

 ·  Gotteshäuser sind mehr als Versammlungsräume. Sie sind Stein gewordener Glaube. Jede Profanierung ist auch ein Akt der Selbstaufgabe einer Gemeinschaft.

Artikel Lesermeinungen (60)
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Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 26.12.2012 16:31 Uhr

Konzentration auf das Wesentliche

Der Mann aus Nazareth hatte genug mit den leidgeplagten Menschen zu tun. Er hatte deshalb wohl keine Zeit, architektonische Meisterwerke und edelste Kunstwerke in ihnen zu bestaunen.
Jedenfalls ist diesbezüglich nichts überliefert.
Vielleicht hätte er heutzutage eine Idee, was man mit dem auf Kosten der untertänigen Gläubigen angehäuften Reichtum, z.B. Domschätze, anstellen könnte.

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Siegfried Koch

Gott sucht sich seinen Weg...

Luther sprach von einem Platzregen, der übers Land geht und Menschen kommen zum Glauben an Jesus Christus!
Das kann man nicht machen, sondern ist ein Geschenk (der Geist weht wo er will), von daher ist Glaube nicht an Gebäuden festzumachen, auch nicht an Organisationen, sondern an dem "Ergriffensein" von Gott! natürlich ist es "schade", wenn Kirchen geschlossen werden müssen, aber es geht bei christlichen Glauben um eine Beziehung zu Gott & Jesus Christus und nicht um Gebäude!
Und es gibt doch Aufbrüche in Deutschland! Da organisieren sich Christen zu "Freikirchen"
und dann bauen Sie -ohne Kirchensteuermittel etc. - ein Gebäude außschließlich mit Spenden der Mitglieder und feiern Gottesdienste, setzten sich für Benachteiligte ein und leben Ihren Glauben 365 Tage im Jahr und nicht nur sporadisch an Weihnachten!!!
Die "Christianisierung" ab 300 n.Chr. hat den Menschen etwas übergestülpt, und sie so zu Heuchlern gemacht, weil die Veränderung am Herzen -christ. Wiedergeburt- nicht da war!

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Werner Grunewald

Leseempfehlung

Ich bin gerade über die Webseite des Internationalen Bunds der Konfessionslosen und Atheisten e.V. gestolpert. Die Informationen dort dürften manche, die hier kommentieren, bereichern. Es ist eben nicht "klar wie Kloßbrühe", daß Kirchen unbedingt erhalten werden müssten. Eher ist das Gegenteil der Fall: Die Existenz der Kirchen und schon alleine die Verflechtungen mit der Arbeitswelt sorgen eher für Probleme für Menschen, die "nicht dazugehören". Mir war das nie so bewußt.

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Gerhart Hase

Stein gewordener(?) Glaube. Oder war es schon immer so?

Gerade an Weihnachten, dem Fest vorgegebener Liebe, will ich mal meine Herzensangelegenheit hinaus posaunen:
Da die Kirchen tatsächlich ein Herz aus Stein haben, sollte man sie gesetzgeberisch zwingen, von ihrem geschätzten Reinvermögen, alleine in Deutschland, von sage und schreibe 1 Billion €, den wirklichen Armen gegenüber wohltätiger zu sein - aber nicht auf dem völlig entsetzlichen Niveau eines Suppen- und Seifenverteilervereins.
Und bei dieser Verteilung sollte das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz Beachtung finden, womit ich sagen will, daß der bedürftige Mensch im Vordergrund stehen sollte.
Das wäre doch mal ein Schritt in die richtige Richtung.

Aber es wird nichts passieren.

Deswegen schlage ich ernsthaft vor, für die Kirchen die allgemeine Steuerpflicht einzuführen und darüber hinaus die Tätigkeiten der Kirchen auf die Religionstätigkeit zu beschränken.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.12.2012 15:58 Uhr
Siegfried Koch

Sie unterschätzen kollosal, was

an Hilfe in diakonischer Weise geschieht!!!

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Jörg Groß

Hoffentlich erlebe ich noch das Ende von diesem "Religions Hokuspokus"

Ich lese gerne Allerlei zur Weltgeschichte. Wie ein roter Faden zieht sich die Gewalttätigkeit der Religionen durch die Zeit. Ich sehe in den Religionen nur den einen Zweck möglichst grosse Interessensgemeinchaften hinter sich zubringen um diese zu beeinflussen. Hierfür galten Angst und Obrigkeit schon immer als ideale Mittel. In diesem Zusammenhang sehe ich auch die Kirchen. Bisweilen groß und Prächtig mit Bildern über Tod und Verdammnis. Ich bin davon überzeugt ohne Religionen wäre die Welt friedlicher.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.12.2012 16:02 Uhr
Siegfried Koch

Das wird nicht passieren...

... weil der Mensch von seinem Wesen her auf ein höheres Wesen angelegt ist!
Der Mensch ist unruhig bis er Ruhe findet in Gott! (nach Augustin)!
In China gibt es mehr Christen (als Deutsch), die zum großen Teil im Untergrund sich treffen und benachteiligt sind! Als Mao die Missionare aus dem Land jagte, da wuchs die Gruppe der Christen, analog zu den ersten Judenchristen, die verfolgt wurden, und dann im benachbarten Ausland sich niederließen und ihren Glauben bezeugten! Es muß was dran sein.... sonst hätten sie Ihr Maul gehalten....

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klaus keller (klkeller) - 26.12.2012 14:51 Uhr

Jede Profanisierung ist auch ein Akt der Selbstaufgabe ?

Die uralte Marienkirche (12.Jahrhundert) in Gelnhausen besteht im Inneren im wesentlichen aus 2 von einander getrennten Räumen. Der größere wurde früher(wann immer das ist)auch für Marktzwecke genutzt, Mensch und Tier wurden darin untergebracht wenn es nötig war.
Die Weihnachtsfeierlichkeiten in den Kirchen sind sicher sehr schöne Veranstaltungen, es liegt auch ein Erfahrungsschatz zu Grunde mit dem kein Theater mithalten kann und das meine ich im besten Sinne. Was spricht dagegen Kirchgebäude als Ausstellungsräume, Musseen oder Konzertsaal et cetera zu nutzen?
Für den Gottesdienst selbst braucht es nicht viel.
Vergl Feldgottesdienste bei der Bundeswehr.
Als Ort genügt eine Wiese, als Symbol ein Kreuz.
Ich bin Atheist, müßte ich mir eine Religion aussuchen wäre es das Christentum, allerdings wegen der Lehre des Meisters bezogen auf den Alltag und nicht wegen der Chance auf ewiges Leben oder ähnliches.Die katholische wäre dann wegen der schöneren Liturgie die passendere Kirche

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Otto Kaldrack

kirchensterben

wenn sich diese institution weiter zum fürsprecher, der von den fleißigen
erarbeiteten masse, auf die leistungsverweigerer macht, muss sie nicht
glauben, daß es eine rückkehr in die gotteshäuser gibt. denn gerade die
von ihr so bevorzugte klientel hält den hintern lieber im bett, und danach
sind erst mal bier und zigaretten dran und der gottesdienst längst beendet.

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Rainer Egold

Ökofaschisten - Religion

Wer von Ökofaschisten redet und das Wort "Religion", evangelische Kirche usw. in den Mund nimmt - was ist von dessen Äußerung zu halten und seiner "Religiösität"?

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Wolfgang Kolberg

Ich teile die Ansicht ABER

Ich bin durchaus religiös bzw spirituell in meiner Lebensführung und finde das auch wichtig. ABER: Die Kirche ist auch selbst Schuld. Die Katholiken fokussieren sich auf "Sünden" die keinen mehr interessieren wie Homosexualität, statt sich um WIRKLICHE Sünden zu kümmern, wie Gier der Banken, Zerstörung der Demokratie. Und die Protestaten sind einfach zu zahm geworden. In unserer Zeit von Demokratieverfall, immer weniger Freiheiten und immer mehr Bankermacht, könnten moralische Instanzen wenn sie LAUT wären etwas in Gang setzen. Statt dessen voraltete Moral und harmlose Aufrufe. Die Kirche könnte viel Gutes tun, wenn sie wollte. Damit käme auch der Glauben wieder zu Geltung. Statt diesen zahmen Psychotherapie-Ersatz.

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Bertram von Steuben

Für mich wäre es ein großer Fortschritt,

würde sich ein einziger Christ öffentlich auch für das Christentum aussprechen. Und dagegen, dass der Islam uns als lebensunwürdige Schweine beschimpft.
Dann ginge ich auch wieder in die Kirche. Das tat ich zuletzt in Ägypten; in eine koptische Kirche

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Bertram von Steuben

Solange die Kirchenoberen, wie viele norddeutsche Bischöfe, sich an politischen Demonstrationen..

... beteiligen und nicht einmal merken, dass beispielsweise die Ökofaschisten ihre eigene, vom Christentum abgewandte, Religion etablieren, solange werden Gläubige weiterhin aus den Kirchen geradezu "fliehen"!
Solange sich "Kirchen" ihrem eigenen Glauben abwenden ist ein "Sterben" der Kirchen nur die logische Folge.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.12.2012 00:59 Uhr
Bertram von Steuben

Der Ökologismus, vulgo "die Ökofaschisten",

die Ihnen vorschreiben, was Sie zu glauben und zu tun haben, stehen in ihrer Art zu glauben im krassen Gegensatz zu den christlichen Glauben, der von Verständnis, Toleranz und Nächstenliebe predigt.
Das Christentum hat auch nicht vor, mich notfalls mit (Staats)Gewalt zu zwingen, mein Geld für die neuen Gotteshäuser auszugeben. Die Ökologisten machen das jedoch und lassen sich auch von mir die Kathedralen des neuen Glaubens, die Windmühlen, bezahlen.
Ich formuliere so drastisch, damit Sie erkennen, das der Ökologismus das Christentum in seinen Glaubenskern versucht, zu überlaufen...

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Rainer Egold

Ökofaschisten????

Sie äußern sich zu Religion und Christentum und sprechen von Ökofaschisten ? Eine wirklich sehr bemerkenswerte Kombination. An was glauben Sie? Von welchem Glauben sprechen Sie? Von dem Ihrigen?

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Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 26.12.2012 11:42 Uhr

Kirchen verleiten zum Heucheln

Der Mann aus Nazareth hatte offensichtlich seine eigenen Meinung zu den öffentlichen Betern und öffentlichen Gebetsräumen:

"Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, damit sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.
Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten."(Matth.6,5f)

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.12.2012 20:25 Uhr
Siegfried Koch

Kommentar zu Ihrer Überschrift, Frau Geng!

Heuchelei ist nicht eine Handlung, die durch die Kirchen in die Welt kommt, oder durch eine Religion, sondern ist ein Versuch die Unzulänglichkeit und verfehlung gegen Gebote zu übertünchen!
Dabei ist gerade das Evangelium, dass mich Gott so annimmt wie ich bin, dass er meine Schuld vergibt und dass ich befreit meinen Weg gehen darf! Wer heuchelt, der hat leider nicht verstanden (und ich nehme mich da in vielen Situationen nicht aus), dass wir vor Gott kein (frommes) Theater spielen müssen. Wenn ich die säkularen Verhalten in unserer Berufswelt anschaue, dann sehe ich dort genauso, wenn nicht noch mehr Theater und verlogenes Verhalten!!! Die "Christen" fallen leider oft in dieses Verhalten zurück!
Zum Beten: Man soll das eine nicht gegen das andere ausspielen! Er hat genauso auch aufgerufen dass wir gemeinsam beten sollen und gegen den Gottesdienst hat er sich auch niemals gewandt! Nur ein menschenbezogener, egoistischer Gottesdienst ist ihm ein Gräuel!

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ralf selbach
ralf selbach (ralf1210) - 26.12.2012 11:06 Uhr

Profaner Raum ?

An den Reden wie z.B von Zollitsch (" Thema Gewalt und Meden") kann man beobachten, dass der Kirchenraum auch für " polpulistische" Zwecke genutzt wird, die einer scheinbar unaufgeklärten Herde Erklärungen unsinnigster und heuchlerichster Art zukommen lässt, die sehr wohl auch an ebensolche der weltliche Räume erinnern. Ledglich die Ästhetik ist eine andere.
Bedauerlich ist es allerdings, das eine andere Gemeinschaft Forderungen nach Gebetsräumen stellt und diese auch bewilligt bekommt. Doch ein Gegengewicht dazu kann und muß der auf der freiheitlich demokratischen Grundordnung gegründete Rechtstaat sein. Die Kirche hat ihre Zeit ( fast 1000 Jahre) "verbüßt".

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 26.12.2012 10:40 Uhr

Frau Busch, mir hat man auch das Beten alskleiner junge begebracht und ich bin heute forh darueber

Das Gebet, das ich lernte hate mir geholfen als ich 10 wurde mein Vater auf grausame Weise, ermordet, einige Monate spaeter wurde ich in ein KZ gesteckt, 3jahre danach wurde in in ein Zwangsarbeit gebrachgt, in beiden gabs nur sehr wenig zu fressen, wo ich bis 19 war. Ueber all diese Zeit hat mich das Gebeit gebracht. Dort sah ich, als 11 u. 12 j. wie verhungerte mit Pferdewagen zum Schinterhaufen gefahren wurden. Wissen sie was ein Schinterhaufen ist? Ein Platz, wo verendete Haustiere vergraben wurden,das war in meinem damals kommunistischen Heimatland. Im Zwangsarbeitslager hatte ich zusammen mit einem jungen Serben gearbeite. D Als einmal wir alleine waren, das 1mal sagte er mir: Wenn ich die vor 2 Ja. getroffen hatte, haetter haette ich die erschossen,war ein sehr Junger Partisane unter Tito, der Name sollte ihnen bekant sein aber seine Taten nicht! Der junge Ex-Parisan sagte, dass er nach dem Kriege nur sagte, dass es vorhe wenige Kommunisten gab, heut ist jeder einer, das reichte

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Horst Ziegler

Gotteshaus sind heilig?

"Glaubt man Statistiken über Gott und die Welt, dann ist das Kernland der Reformation eine der religionsfernsten Regionen weltweit." Ja und wenn man das nicht glaubt?

Will uns der Autor mitteilen, dass die Evangelischen prädestiniert sind, zu Gunsten von Ideologien (z.B. Marxis) ihren Glauben zu verraten. Es scheint so zu sein!

Wie anders soll dann der Hinweis zu verstehen sein, dass der Katholizismus im Eichsfeld dies zu belegen scheint.

Gotteshäuser sind Bauwerke und stellen Kulturdenkmäler da. Eine eigene Aura -also die Essenz Gottes- ist diesen Bauwerken nicht immanent. Es war immer Aufgabe der Kirche, Menschen durch Bauwerke einzustimmen auf Gott - in diesem Kontext hat die katholische Kirche gehandelt. Die Evangelischen haben sich in diesem Kontext genötigt gefühlt, sich mit der Frauenkirche ein Symbol Gottes zu schaffen, das Ausstrahlung i.S. von Außenwirkung entfaltet. Die übrigen Bauwerke sind dagegen Mittel zum Zweck und können andern Zwecken zugeführt werden.

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Regine Busch
Regine Busch (Rebusch) - 26.12.2012 08:54 Uhr

Jahrhundertelange Unterwürfigkeit

Gebildete und Wissenschaftler hätten den Religionsoberen schon vor hunderten von Jahren paroli bieten müssen. Buddah, Jesus, Mahammad - alles, wie schon Luther in seinem Weihnachtslief "Vom Himmel hoch..." in der zweiten Zeile (!) verklausuliert bekennt, "schöne neue Mär".
Nichts weiter.
In der Schule brachte eine Schulfreundin mit 12 unseren Pfarrer in Verlegenheit, als sie fragte: warum hat "Gott-Vater" seinen Sohn erst vor 2000 Jahren zum tilgen der Sünden auf die Erde geschickt und nicht schon 100 000 Jahre früher?
Ganz abgesehen von diesem pädophilen Mohammad, der eine Zehnjährige heiratete...
Ich gebe ja gerne zu, dass wir unsere relativ humane Zivilisation gewiss zum Teil auch den Zehn Geboten zu verdanken haben. Aber das sollte doch nicht bis zum Weltuntergang dazu führen, dass den kleinen Kindern beigebracht wird, vor dem Schlafen gehen zu beten "Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich in den Himmel komm".

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Paul Banaschak

meinetwegen können die Kirchen sterben wie sie wollen

ich muss leider einigen Kommentatoren zustimmen. Die Kirche hat sich seit meiner Kindheit, in welcher ich jeden Sonntag die Messe besuchen musste, nicht geändert. Das habe ich vor 11 Jahren erlebt, als ich das letzte mal bei der Beerdigung meiner Mutter in der Kirche war.
Unseren Kindern haben wir den Besuch des Religionsunterrichtes freigestellt. Aber auch der kleine hat vor zwei Jahren gesagt, dass er viel zu langweilig ist. Sollen wir ihn zwingen? Sicher nicht. Aber wenn wir im Urlaub eine Kirche zur Besichtigung betreten, ob in Italien oder Paris, dann ist der kleine begeistert. Nur halt nicht von den Messen.
Woran liegt das wohl? Sicher nicht am Gebäude.

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 25.12.2012 23:48 Uhr

Stimmt, jede Profanierung ist auch ein Akt der Selbsaufgabe

Der Versuch, sich selbst zu verwirklichen, ist ein gewaltiger Schritt weg von Jaeus! Jesus hat Selbstverleugnung gefordert und bis zum Kreutz gelebt was er lehrte! Und auch echte Christen stehen manchmal auf der falschen Seite oder sitzen sie ganz ruhig im Armsessel. Vielleicht waeren die Kirchen voller, wenn die Armsessel leerer waeren.
Die Kirchenleitungen haben wohl vergaessen was Jesus sagte: Maria hat das Besseren Teil gewaehlt. Ihre Schwester hatte sich beschwert bei Jesus, dass ihre schwester, Maria, die Arbeit Arbeit sein laesst und vor seinen Fuessen sass. Denn Jesus hat den Anspruch erhoben, immer an erster stelle zu sein!. Bei einer anderen Gelegenheit haben einige seiner Juenger eine Frau angefahren, als sie Jesus mit einer sehr teuren Salbe salbte. Sie wollten Geld daraus machen fuer die Armen - das 1. Thema unserer Zeit - Jesus aber sagte Arme werdet Ihr immer haben, mich aber niccht. Jesus liebt Arm und Reich!

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Marie Louise

Gotteshäuser sind ... "Stein gewordener Glaube"

das Christentum ist doch kein zu Stein gewordener Glaube. Dass die Messen wenig besucht werden, liegt nicht unbedingt an den "Ungläubigen". Ich besuche regelmäßig Messen in zwei Kirchen unterschiedlicher Konfession. Die eine bietet sehr prunkvoll immer dieselbe unendliche Liturgie ohne ein einzig lebendiges Wort, wie in Stein gemeißelt. Ihre "Stammkundschaft" ist sehr gering und nur zu besonderen Anlässen füllt sich die Kirche. Die andere hat einen Pfarrer, der zwar wohl auch die aktuelle Predigt dem Internet entnimmt, den Text sich aber nie so ganz merken kann (oder will) und dadurch gezwungen ist, wirklich selbst zu predigen - freihand und der Gemeinde zugewandt. In dieser Kirche wird sehr viel gesungen und das gegenwärtige Leben findet statt. Die Teilnehmer werden nicht zu Statisten eines Rituals sondern haben das Gefühl, dass diese Messe nur für sie gehalten wird. Diese Kirche ist immer fast voll und bei besonderen Anlässen gibt es echt ein Platzproblem.

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Jann Derrenbach

Die Kirche ist zu allertiefst menschlich - und damit zum Sterben verurteilt

Die Bibelreligione(en) sind zu allertiefst menschlich. Da ist nichts Göttliches zu finden, nicht einmal mit dem Rastermikroskop.

Die biblischen Geschichten (es sind tatsächlich Geschichten) zeigen das urmenschlichste aller Grundmuster, das sich in Komplementärbegriffen des Verhaltens spiegelt wie: Schuld - Strafe, Schadtat - Rache, Auge um Auge, Gabe - Verzeihung, Geschenk - Fürsprache, Opfer - Erlösung, Altersautorität - Gehorsam, Schwäche - Unterwerfung.

Das sind einige Komplementärbegriffe urmenschlichen Verhaltens , die sich teilweise bei den Primaten auch heute beobachten lassen (z.B. in jedem Affenhaus). Dass kein göttliches Wesen, das sogar den Kosmos erschaffen haben könnte, auf derlei kleinkarierte urmenschliche Verhaltensmuster abfährt, müsste a priori klar sein. Auch irgendeiner unserer hot-shot theologischen Fakultaten müsste das allmählich schwanen.

Erfolg der Bibelreligionen: Gewaltige Umverteilung von Macht und Geld von unten nach oben, bis auf die Kirchturmspitzen

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.12.2012 09:08 Uhr
Closed via SSO

Andere Ebene

Ich bin zwar nicht gläubig, aber dass Sie das Göttliche mit dem Rastermikroskop ebenso wenig finden können wie mit schlichter Anthropologie, das zumindest habe ich verstanden.
Glauben ist eben nicht Wissen, sondern etwas eigenes. Das kann nur jeder für sich finden (oder auch nicht) und lässt sich nicht objektivieren.

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25.12.2012, 12:59 Uhr

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