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Wahlumfrage : SPD fällt auf Zwei-Jahres-Tief

  • Aktualisiert am

SPD-Chef Sigmar Gabriel kann die Wähler derzeit nicht überzeugen. Bild: dpa

Die Sozialdemokraten kommen nur noch auf 23 Prozent. In der Diskussion um eine Obergrenze für Flüchtlinge unterstützt die Hälfte der Deutschen den Kurs von CSU-Chef Seehofer.

          Die SPD verliert weiter an Zustimmung und fällt in der Wählergunst auf ein Zwei-Jahres-Tief. In der wöchentlichen Emnid-Umfrage für die „Bild am Sonntag“ kam die SPD nur noch auf 23 Prozent, das war ein Punkt weniger als in der Vorwoche. Diesen Wert hatte sie zuletzt im Frühjahr 2014 erreicht.

          Die Union lag wie zuletzt bei 39 Prozent, auch die Linke blieb unverändert (zehn Prozent). Einen Zähler zulegen können die Grünen, sie erreichten ebenfalls zehn Prozent. Auch die AfD verlor trotz der Aufsehen erregenden Silvester-Attacken einen Punkt und kam jetzt auf acht Prozent. Die FDP stagnierte bei vier Prozent.

          In der Debatte um eine Obergrenze für die jährliche Aufnahme von Flüchtlingen plädierten 48 Prozent der Befragten wie Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) für ein maximales Kontingent von 200.000 Asylsuchenden im Jahr. 44 Prozent lehnen dies ab. Im Osten Deutschlands waren 58 Prozent für solch ein Grenze. 37 Prozent waren dagegen. Im Westen unterstützten 46 Prozent Seehofers Vorschlag, 45 Prozent lehnten ihn ab.

          Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sieht die Forderung seiner eigenen Partei nach einer Flüchtlingsobergrenze skeptisch. „Wir können keine Zäune um Deutschland und Europa bauen“, sagte der CSU-Politiker der „Bild am Sonntag“. Angesichts weiterer großer Fluchtbewegungen sei „egal, was wir hier festlegen“. „Die Menschen werden uns nicht fragen, ob sie kommen können“, sagte Müller.

          Daten zur Umfrage

          Stichprobe: Emnid befragte für den Sonntagstrend 940 Personen und zur Obergrenze 501 Personen.

          Tag der Befragung: Die Befragung für den Sonntagstrend fand am 5. und 6. Januar, die zur Obergrenze am 7. Januar statt.

          Die Frage lautete: Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat für Deutschland eine Obergrenze von 200.000 Flüchtlingen pro Jahr gefordert. Halten Sie eine solche Obergrenze für richtig oder falsch?

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