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Neue Umfrage FDP holt in Niedersachsen auf

 ·  Bundesweit steckt die FDP im Umfragetief. In Niedersachsen könnte sie es einer neuen Umfrage zufolge aber wieder in den Landtag schaffen. Gut eine Woche vor der Wahl zeichnet sich ein knappes Ergebnis ab.

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© dpa Ein Plakat in Hannover zur Landtagswahl in Niedersachsen wirbt für Philipp Rösler

Bei der Wahl in Niedersachsen am 20. Januar zeichnet sich zwischen Rot-Grün und Schwarz-Gelb ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Die krisengeplagte FDP schafft es zwei Umfragen vom Donnerstag zufolge wieder in den Landtag. Im ZDF-Politbarometer hat sie um einen Punkt zugelegt und erreicht erstmals seit langem wieder fünf Prozent.

Die CDU kommt unverändert auf 39 Prozent, die SPD legt um einen Punkt auf 33 Prozent zu und wird zweitstärkste Kraft. Die Grünen halten sich stabil bei 13 Prozent. Rot-Grün hätte mit 46 Prozent eine knappe Mehrheit vor Schwarz-Gelb mit 44 Prozent. Linke und Piraten scheitern mit je drei Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde.

Schicksalswahl für Rösler

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GMS im Auftrag der CDU Niedersachsen liegen beide Lager mit je 46 Prozent sogar gleichauf. Die CDU kommt danach auf 41 und die FDP auf fünf Prozent. Die SPD erringt 33 und die Grünen schneiden mit 13 Prozent ab. Linkspartei und Piraten erreichen je drei Prozent.

FDP-Chef Philipp Rösler setzt trotz des bundesweiten Zwei-Prozent-Umfragetiefs für die Liberalen in Niedersachsen auf einen Sieg von Schwarz-Gelb. Er könne keine Wechselstimmung für Rot-Grün erkennen, sagte Rösler der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag). Die FDP hofft, dass viele CDU-Wähler ihre Zweitstimme den Liberalen geben, damit David McAllister (CDU) Ministerpräsident bleibt. „Klar ist aber auch: Jede Partei kämpft für sich“, betonte Rösler. Fliegt die FDP aus dem Landtag in Hannover, wird intern Röslers Rücktritt erwartet.

Die Bundes-FDP war im Wahltrend von „Stern“ und RTL bundesweit von vier auf zwei Prozent abgestürzt - offensichtlich die Quittung für die seit Wochen anhaltende Führungsdebatte um Rösler.

Ministerpräsident David McAllister (CDU) und SPD-Herausforderer Stephan Weil kämpfen am Donnerstagabend im TV-Duell im NDR-Fernsehen um weitere Wählerstimmen. Der ZDF-Umfrage zufolge wissen 42 Prozent der niedersächsischen Bürger noch nicht, wen sie wählen wollen.

Die FDP hofft durch den nach oben zeigenden Trend auf weiteren Auftrieb. Sie setzt darauf, dass potentiellen Wählern dadurch das Signal gegeben wird, dass die Stimme für die Liberalen nicht verschenkt und sogar eine Machtoption damit verbunden ist. Wahlforschern zufolge entscheiden sich die Wähler der FDP meist spät und treffen ihre Entscheidung sehr stark nach taktischen Erwägungen. „Die Umfragen zeigen, dass es die FDP aus eigener Kraft schaffen kann“, sagte
Niedersachsens CDU-Generalsekretär Ulf Thiele.

Laut Politbarometer bevorzugen die Wähler zu 47 Prozent eine Koalition aus CDU und SPD, während 33 Prozent ein solches Bündnis ablehnen. Ebenfalls eine Zustimmung von 47 Prozent erhält eine rot-grüne Koalition, die wiederum von 35 Prozent der Befragten nicht gewollt wird. Eine erneute Regierung aus CDU und FDP wünschen sich nur 30 Prozent. Bei der Frage, wen die Niedersachsen lieber als Ministerpräsidenten hätten, hat Amtsinhaber McAllister bei der ZDF-Befragung mit 48 Prozent einen klaren Vorsprung vor SPD-Kandidat Weil, der auf 33 Prozent kommt.

Bei der Landtagswahl im Jahr 2008 kam die CDU auf 42,5 Prozent, die SPD auf 30,3 Prozent, die FDP auf 8,2 Prozent, die Grünen erreichten acht Prozent und die Linke 7,1 Prozent.

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