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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Vorwurf der Bestechlichkeit Neuer Vorwurf gegen Wulff

 ·  Die Ermittlungen gegen Christian Wulff könnten ausgeweitet werden. Zu seiner Zeit als Ministerpräsident ordnete er an, dass Niedersachsen für eine Steuerbefreiung in der Versicherungsbranche stimmt, nachdem ihn der Chef einer Versicherung darum gebeten hatte.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (15)

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Klaus Fraedrich

Wulff? Mir wird übel!

Christian Wulff ist das herausragende Exemplar einer Kaste von Politikern die diesen Namen nicht verdienen. Wulff aber auch die derzeit das Heft des Handelns in der Hand haltenden Bundes- und Landespolitiker sind das Brechmittel zur Politikverdrossenheit. Warum muss ich in einer Bananenrepublik von Merkels, Röslers und Gabriels Gnaden leben? Deutschland wird von solchen Personen abgeschafft!

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Klaus Habich
Klaus Habich (x24st) - 24.07.2012 10:09 Uhr

Es geht doch nicht um die Sache, es geht um Wulff-Bashing weil es in die Stimmungslage passt...

Es ist für mich unerklärlich. Gegen Herrn Wulff ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen der starken Verworrenheit mit der Wirtschaft. Ich fände es okay, ich fände es VOLL okay, wenn es den Medien BITTE einmal um die Sache und nicht um billiges Wulff-Bashing ginge.
Die FDP senkt den Hotels die Steuern und bekommt danach von jenen dicke Spenden. Wenigstens wurde es medial thematisiert. Aber WO sind da die staatsanwaltlichen Ermittlungen? Die FDP Saarland spendet u.a. FASTFOOD-Restaurantketten insgesamt eine halbe Million Euro weil sie angeblich "einen Beitrag zur Gourmet-Region Saarland" leisten würden. Bitte, das stinkt doch nach Bestechlichkeit bis zum Himmel, aber liebe Medien, liebe FAZ, WO da die Empörung oder - überhaupt mal die Berichterstattung. WO?
Ich kann nicht erkennen, dass es hier um die Sache geht, dass es bei Wulff jemals um sie ging: bestechliche Politiker. Ich kann nur ein billiges Aufgreifen der von Stimmungen erkennen und damit billiges Wulff-Bashing. Traurig.

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alois schneider
alois schneider (formal) - 24.07.2012 04:09 Uhr

kann man ihn nicht unehrenhaft entlassen

und seine Bezüge streichen.
Er selber würde es verstehen. Hat er doch selber andere pharisäerhaft kritisiert, das sie nicht den gebotenen Abstand zu zweifelhaften Dingen gehalten haben .

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Christian Stöckel

Mir wird übel .....

beim Lesen des Artikels über den Staats-Schmarotzer Nr. 1 !
Dieser Herr ist mitverantwortlich, dass unser Gemeinwesen vor die Hunde geht! Überall nur Raffgier und Egoismus - vorgelebt von einem Ex-Bundespräsidenten!
Ich empfinde Wut, Hass und Abscheu gegen diesen Menschen, der mich als
Bundespräsident repräsentiert hat bzw. repräsentieren sollte. Herr Wulff hat die Moral in Deutschland untergraben, sie mit Füßen getreten und wird jetzt noch auf Lebenszeit von Steuergeldern alimentiert.
Pfui Teufel - In welchen moralisch verwerflichen Land leben wir ?

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Norbert Regin

Dass solche Politiker wie Wulff es bis zum Bundespräsidenten geschafft haben,

macht deutlich, in welch einer Bananenrepublik wir eigentlich leben! Armes Deutschland!
Eine entartete Demokratie. Nichts als Staatsschmarotzer.

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Georg Schuster
Georg Schuster (amwald) - 23.07.2012 15:01 Uhr

übrigens, der beerdigungstermin der causa wulff steht schon fest.

so wie es aussieht wird wulffs nachfolger in niedersachsen, mc.allister nach der landtagswahl am 20.jan.2013 als verlierer dastehen. während sich die wahlgewinnler mit getöse zu einer koalition zusammenraufen bricht dann über die bevölkerung auch noch eine sich jährlich wiederholende narrenzeit namens karneval herein. ... und genau in dieser zeit wird die causa wulff schonendst unter den teppich gekehrt werden.

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Wolfgang Ebel

dass die Affäre

um Wulff noch lange nicht ausgestanden ist war zu erwarten. Hätte Frau Merkel nicht - zu lange - ihre schützende Hand über ihn gehalten, wäre schon längst gegen ihn mit Nachdruck ermittelt worden. Aber exakt das musste ja verhindert werden, bevor man ihn mit militärischen Ehren und einer satten lebenslangen " Versorgung " in den Ruhestand schickte. Dies ist gleichzusetzen mit Rechtsbeugung und Vetternwirtschaft. Man kann sich nur schwer vorstellen, dass Frau Merkel nicht gewusst haben will, wen sie als Bundespräsident entgegen aller Vernunft " installiert " hat. Der richtige und heutige Bundespräsident stand damals schon zu Verfügung, war aber Frau Merkel absolut nicht genehm. Ihr Verhalten verleitet zu Spekulationen. Unverständlich warum sie in dieser Sache nicht einmal ansatzweise hart attackiert wurde. Noch unverständlicher ist allerdings dass der Souverän sie immer noch mit exoritant hohen Symphatiewerten quasi " belohnt ". Sehr viel schlimmer geht es eigentlich nicht.

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Gisela Günther

Warum wird in der Möglichkeitsform berichtet!

Warum wird bei Herrn Wullf jedesmal schon über Vorwürfe berichtet, die gar nicht bewiesen sind.
Ich warte immer noch auf die Bestätigung der ersten Vorwürfe und Ermittlungsergebnisse - aber bis jetzt Fehlanzeige, denn alles andere sind Spekulationen und Vorverurteilungen. Bei den Herren Beck und Wowereit sind die Millionen-Schäden schon da, für die sie eigentlich politisch die Verantwortung übernehmen müssten - von Haftung ganz zu schweigen.

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Horst Günther

Verfilzungen, Willfährigkeit und persönliche Vorteilnahmen

All' diese Vorgänge um Herrrn Wulff, Herrn Mappus, unlängst die ominöse Abstimmung zur Datenverwertung etc. bestätigen mich in dem, was ich schon seit einiger Zeit moniere: der Lobbyismus moderner Prägung ist nicht tragbar.

Mit Lobbyismus im ursprünglichen Sinn hat das auch nichts mehr zu tun. Der war so gedacht, dass alle betroffenen Interessengruppen ihre Vorstellungen und Interessen im Entscheidungsprozess mit einbringen konnten, um Ausgewogenheit zu erreichen. Dagegen wäre erst einmal nichts zu sagen.

Aber mittlerweile lassen Interessenvertreter Politiker nach ihren Wünschen handeln, schreiben Gesetze und Verordnungen maßgeblich selbst, degradieren Politiker zu reinen Marionetten.
Ich möchte die Verquickungen in der Banken- und Finanzkrise im Detail besser garnicht wissen.

Es ist wirklich ein bedenklicher, riesiger Filz, der sich in der Grauzone und darüber hinaus bewegt, der der Allgemeinheit sicher nicht zum Wohle gereicht, sondern nur einzelnen.

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Siegfried Müller

Wulff

Wenn wir für diesen Menschen nicht horrende Bezüge bezahlen müssten, auf Lebenszeit versteht sich, könnte man ihn ja als größte Lachnummer in der Riege der höheren Regierungsbeamten bezeichnen. Zumindest einen mit Spitzenplatz.
Doch, so lange auch ich, für einen dummen Schmarotzer aus der Politikerkaste bezahlen muss, bleibt mir das Lachen im Halse stecken.

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Gerhard Katz

Lange nichts mehr gehört!

What next?

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Georg Schuster
Georg Schuster (amwald) - 22.07.2012 18:05 Uhr

am ende ist es egal,

wieviele verfehlungen des aktuell abgetauchten kostgängers der nation sich auf der liste der staatsanwaltschaft anhäufen. sein strafmaß, falls es denn überhaupt eines fernen tages eines geben wird, wird sich nicht aus der summe der einzelfälle errechnen, sondern am schwerstwiegenden ausgerichtet werden. und es ist sehr zu befürchten, dass das urteil maximal auf eine milde geldspende an die caritas/miserior aus den auch danach uneingeschränkt weiter fließenden "altersruhebzügen" des delinquneten lauten wird.

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Olivia Moore
Olivia Moore (opepper) - 22.07.2012 16:07 Uhr

"Politik dürfe nicht käuflich sein und nicht einmal einen solchen Anschein erwecken."

.. sagt Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) .

Guten Morgen, Herr Bode.
Na, zurück von der Mondreise und sicher auf der Erde gelandet ?

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Axel Lüssow
Axel Lüssow (alsigma) - 22.07.2012 15:33 Uhr

"Jörg Bode hat [...] mutig entschlossenes Regierungshandeln unterstützt" ...

... meinte Ministerpräsident Wulff im Jahr 2009 zum Einstand von Herrn Bode als Wirtschaftsminister. Was "mutiges Regierungshandeln" konkret bedeutet, wissen wir seit immer mehr entschlossene Gefälligkeiten ans Licht kommen.

Herr Bode bekommt scheinbar auch kalte Füße, und meint jetzt in preußisch-unbestechlicher Manier: "Politik darf nicht käuflich sein und nicht einmal einen solchen Anschein erwecken". Aber wieso fällt ihm das bitte erst jetzt ein?

Als Minister unter Wulff durfte ihm genau so wenig wie dem Rest der niedersächsischen Chefetage entgangen sein, dass die Trennung zwischen Freundschaften und politischen Entscheidungen nicht gar so penibel war. Und wieso merkt das Kabinett erst jetzt, dass Herr Wulff Entscheidungen ignoriert und gegenteilige Weisungen erteilt hat?

Auch nach den Amigo-Nachrichten von Herrn Mappus muss ich leider konstatieren: Regierungshandeln muss transparenter werden, denn selbst eine spätere Verurteilung holt das verschleuderte Steurgeld nicht zurück.

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Frauke Klien
Frauke Klien (endivie) - 22.07.2012 15:21 Uhr

Wulffi ist halt ein richtiger Sparfux

Eine Woche in der Toskana-Villa ist doch ein schöner Schnapp.
Haben sie in Bellevue schonmal das Besteck und die Handtücher durchgezählt?!

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Jahrgang 1949, politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

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