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Vor der Niedersachsen-Wahl : SPD in Umfragen knapp hinter CDU

  • Aktualisiert am

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Wahlhelfer plakatieren SPD-Ministerpräsident Stephan Weil in Hannover. Bild: dpa

Weil oder Althusmann? Wer künftig Niedersachsen regiert, scheint zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl offener denn je. In der jüngsten Umfrage schmilzt der Vorsprung der CDU.

          Das Kopf-an-Kopf-Rennen um die Macht in Niedersachsen wird immer spannender. Rund zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl hat die SPD ihren Rückstand auf die CDU fast aufgeholt. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap liegt die CDU derzeit mit 35 Prozent nur noch einen Prozentpunkt vor der SPD von Ministerpräsident Stephan Weil.

          Drei Koalitionen sind laut den im Auftrag des NDR nach der Bundestagswahl erhobenen Daten möglich: eine große Koalition von CDU und SPD, ein Jamaika-Bündnis (CDU/Grüne/FDP) oder ein Ampel-Bündnis (SPD/Grüne/FDP), mit dem sich Weil an der Macht halten könnte.

          Eine von ihm angestrebte Neuauflage von Rot-Grün scheint derzeit außer Reichweite, auch wenn diese Konstellation von den Befragten abermals die beste Bewertung bekommt. Sie sprechen sich mehrheitlich und mit wachsender Zahl für eine SPD-geführte Landesregierung aus. Doch dafür würde es derzeit auch mit der Linken als zweitem Koalitionspartner ganz knapp nicht reichen. Es deutet sich nach der Neuwahl also ein zähes Ringen um die künftigen Machtverhältnisse an.

          CDU verliert an Boden

          Die CDU von Spitzenkandidat Bernd Althusmann verlor im Vergleich zu einer vor drei Wochen veröffentlichten Umfrage zwei Prozentpunkte, die SPD legte um denselben Wert zu. Mit 35 Prozent erreicht die CDU fast exakt denselben Wert wie bei der Bundestagswahl, die SPD liegt hingegen mit 34 Prozent deutlich über dem Niedersachsen-Ergebnis am vergangenen Sonntag (27,4 Prozent).

          Die Grünen (9 Prozent, minus 1 im Vergleich zu Anfang September) und die FDP (8 Prozent, plus 2) können laut der Umfrage fest mit einem Einzug in den Landtag rechnen. Für die Linke (5 Prozent, unverändert) und die AfD (6 Prozent, minus 1) wird es am 15. Oktober dagegen eng. Bei der Bundestagswahl hatte die AfD noch 9,1 Prozent der Stimmen in Niedersachsen bekommen.

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          Im direkten Duell mit Althusmann verteidigt Regierungschef Weil seinen Vorsprung: Bei einer Direktwahl könnte er mit 48 Prozent rechnen, sein Herausforderer bleibt mit 25 Prozent weit dahinter. Immerhin kann Althusmann sein Ergebnis wie Weil um einen Prozentpunkt verbessern, bei der vor drei Wochen veröffentlichten Umfrage war er um zehn Prozentpunkte eingebrochen.

          Den 58 Jahre alte Regierungschef Weil finden die Befragten besonders bürgernah und sympathisch. Der 50 Jahre alte Althusmann bekommt bei Führungsstärke und Kompetenz die besten Werte, liegt aber in diesen Bereichen jeweils deutlich hinter Weil.

          Nach der Landtagswahl 2013 hatten SPD und Grüne mit nur einer Stimme Mehrheit eine Koalition gebildet, die im August nach dem Wechsel einer Grünen-Abgeordneten zur CDU zerbrochen war. Die CDU wurde 2013 zwar mit 36 Prozent wieder stärkste Fraktion. Sie verlor damals aber so stark, dass es für eine Fortsetzung von Schwarz-Gelb trotz des bisher besten FDP-Ergebnisses (9,9 Prozent) bei einer Landtagswahl nicht gereicht hatte.

          Quelle: dpa

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