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Von Saarbrücken nach Karlsruhe : Müller bereitet Abschied aus der Politik vor

Vor dem Absprung nach Karlsruhe: Peter Müller Bild: dpa

Seit Monaten wird über einen Wechsel Peter Müllers Ende 2011 an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe spekuliert. Am Wochenende will er diesen Schritt bekannt geben.

          Der saarländische Ministerpräsident Müller (CDU) wird voraussichtlich am kommenden Samstag auf der Klausurtagung von Landesvorstand und Landtagsfraktion in Eppelborn seinen Rückzug aus der Politik bekanntgeben. Gleichzeitig, so hieß es aus Kreisen der saarländischen Koalition aus CDU, FDP und Grünen werde erwartet, dass der seit 1999 regierende Müller Sozialministerin Annegret Kramp-Karrenbauer als seine Nachfolgerin vorschlagen werde. „Sie ist in der Lage, dem Land Impulse zu geben“, hieß es aus Regierungskreisen. Bevor Müller seinen Schritt offiziell verkünden will, soll noch ein „Konsensgespräch“ mit Frau Kramp-Karrenbauer und Innenminister Toscani stattfinden, um eine Kampfkandidatur zu verhindern.

          Thomas Holl

          Verantwortlicher Redakteur für Politik Online.

          Es gilt in der CDU als wahrscheinlich, dass Toscani auf eine Kandidatur verzichtet. Als möglicher Termin für Müllers Rücktritt und die Wahl von Frau Kramp-Karrenbauer wurde in Saarbrücken ein Zeitpunkt rund um die parlamentarische Sommerpause genannt. Danach käme der 15. Juni als letzte Sitzung des Landtags vor den Ferien in Frage. Aber auch der 24. August als erste Plenarsitzung nach den Ferien wäre möglich. Seit Monaten wird über Müllers Wechsel Ende 2011 nach Karlsruhe als Nachfolger von Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio spekuliert.

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