http://www.faz.net/-gpf-8wnme

F.A.Z. Woche exklusiv : Verteidigungsministerium will das Heer umstrukturieren

  • -Aktualisiert am

Nachschub für die Bundeswehr: Schützenpanzer des Typs Marder werden auf dem Truppenübungsplatz im bayerischen Grafenwöhr auf einen Zug verladen. Bild: dpa

Mehr Kampf- und Schützenpanzer und mehr Personal: Das Bundesverteidigungsministerium plant offenbar, die Bundeswehr neu aufzustellen. Vor allem die Artillerie soll davon profitieren.

          Das Bundesverteidigungsministerium will nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Woche“ (Freitag) das Heer umstrukturieren. So plant das Verteidigungsministerium, drei voll aufgestellte Heeresdivisionen in das Nato-Bündnis einzubringen. Dabei handelt es sich um zwei einheitlich schwere und eine einheitlich leichte Division.

          Die Pläne, die der F.A.Z. Woche vorliegen, sollen auf dem Treffen der Nato-Verteidigungsminister im Juni offiziell der Allianz vorgelegt werden. Sie bedeuten eine Abkehr von der bisherigen Struktur des Heeres, die stark von Auslandseinsätzen wie in Afghanistan geprägt ist. Der damit verbundene Aufwuchs an schweren gepanzerten Truppen, Ausrüstung, Personal und vermutlich auch Standorten dürfte nach Ansicht von Bundeswehrexperten deutlich teurer werden als die Investitionen in die Cyberabwehr.


          Den größten Zuwachs verzeichnet gemäß den Planungen die Artillerie. Nach dem Kalten Krieg wurde sie von knapp 40 auf drei Bataillone zusammengestrichen. Für Einsätze wie in Afghanistan spielten Geschütze, die Munition über Dutzende Kilometer weit verschießen können, keine große Rolle mehr. Durch die zunehmende Konfrontation mit Russland hat sich das wieder geändert. Künftig soll es 14 Artilleriebataillone geben. Die Planungen hätten zudem weitreichende Folgen für die Beschaffung und die Personalstruktur. Für die insgesamt 27 zusätzlichen Bataillone müssten Kampf- und Schützenpanzer, Geschütze, gepanzerte Fahrzeuge und weiteres Gerät gekauft werden. Es würde sich um die siebte Strukturreform des Heeres binnen 25 Jahren handeln.

          Ihr wöchentlicher Wissensvorsprung
          Ihr wöchentlicher Wissensvorsprung

          Kompakt. Fundiert. Hintergründig. Jeden Freitag. Auch Digital.

          Mehr erfahren

          Weitere Themen

          Gericht stoppt Trumps Asylverschärfung

          Vereinigte Staaten : Gericht stoppt Trumps Asylverschärfung

          Der amerikanische Präsident würde gerne Immigranten, die illegal die Grenze überqueren, vom Asyl ausschließen. Das sei unkonstitutionell sagt ein Gericht. An der Grenze zu Mexiko werden derweil die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

          Riad weist CIA-Vorwürfe gegen Kronprinz bin Salman zurück Video-Seite öffnen

          Khashoggi-Mord : Riad weist CIA-Vorwürfe gegen Kronprinz bin Salman zurück

          Die Führung Saudi-Arabiens wehrt sich gegen Vorwürfe, Kronprinz Mohammed bin Salman habe den Mord an dem regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi angeordnet. Der amerikanische Geheimdienst CIA hält nach Medieninformationen den Kronprinzen für den Auftraggeber des Mordes.

          Topmeldungen

          Hier brach der Streit aus: Amazon-Logistikzentrum in Pforzheim (Baden-Württemberg).

          Nach jahrelangem Streit : Amazon-Streik nun vor Bundesarbeitsgericht

          Der Online-Handelsriese Amazon will eigentlich überhaupt keinen Streik dulden – schon gar nicht auf seinem Firmengelände. Deshalb zieht er nun bis vor das Bundesarbeitsgericht. Der Fall hat grundlegende Bedeutung, sagen Juristen.

          Nach der Acosta-Affäre : Trumps Verständnis von Anstand

          CNN-Reporter Jim Acosta ist zurück im Weißen Haus. Sein kurzzeitiger Rauswurf hat Konsequenzen für alle. Donald Trump setzt nun nämlich Regeln für die Presse auf. Manche Zeitung fragt, ob Acosta den Medien nicht einen Bärendienst erwies.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.