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Verteidigungsminister de Maizière „Guttenberg nicht so wichtig nehmen“

03.12.2011 ·  Thomas de Maizière (CDU) reagiert gelassen auf das Wiederauftauchen seines Amtsvorgängers: „Wir sollten Karl-Theodor zu Guttenberg und seine momentanen Aktivitäten nicht so wichtig nehmen“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

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Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat gelassen auf das Wiederauftauchen seines Amtsvorgängers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) reagiert. In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.) sagte de Maizière: „Wir sollten Karl-Theodor zu Guttenberg und seine momentanen Aktivitäten nicht so wichtig nehmen.“ De Maizière fügte hinzu: „ Das gilt für alle: für ihn selbst, für die Politiker, aber auch für die Medien. Damit wäre allen am meisten gedient, auch ihm.“

Guttenberg behauptet in einem kürzlich erschienenen, mehr als 200 Seiten umfassenden Interview-Buch, sein Nachfolger de Maizière habe 95 Prozent von seinen, Guttenbergs, Reformplänen für die Bundeswehr übernommen. Darauf angesprochen sagte de Maizière der F.A.S.: „Ich habe die Antwort auf die Frage, was ich an Reformplänen vorgefunden habe, schon zu Beginn meiner Amtszeit verweigert. Dabei bleibt es.“

Es wird nachgedruckt

Das Interview-Buch des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) geht häufiger über den Ladentisch als von den Händlern erwartet. Drei Tage nach dem Verkaufsstart seien die 80.000 Exemplare der Erstauflage von „Vorerst gescheitert“ bereits vergriffen, sagte ein Sprecher des Verlags Herder am Freitag in Freiburg. Es würden nun 35.000 Exemplare nachgedruckt. Halte die Nachfrage an, gebe es in der kommenden Woche einen dritten Nachdruck.
„Unsere Erwartungen waren von Anfang an hoch. Sie sind aber noch einmal deutlich übertroffen worden“, sagte Verlagssprecher Andreas Berneheim. Das Buch war am Dienstag in den Handel gekommen. (dpa)
 

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