09.01.2013 · Die verhinderte Studie zum Missbrauch in der katholischen Kirche ist ein Rückschlag für alle, die rückhaltlose Aufklärung fordern. Päpstliche Aufrufe zu einer neuen Spiritualität können wieder als Flucht vor einer Welt gedeutet werden, in der die Kirche mit sich selbst nicht fertig wird.
Von Günther NonnenmacherRichtlinien für Lesermeinungen
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@ Nils Büngener,- 10.01.2013 08:27 Uhr
Sie führen das Wort Missbrauch“ höchst mißbräuchlich!
Ältere Menschen kennen Ohrfeigen (Backpfeifen, Watschen)
und Hiebe aus ihrer Jugend sehr wohl und empfanden derlei
früher als nichts Außergewöhnliches.
Es waren bewährte(!) Erziehungsmittel.
Ich habe als Kind in Hamburg die Bombennächte,
die Schreie der Frauen in den Hochbunkern erlebt.
Ich habe nach dem Krieg gehungert und gefroren
-- und --- fühle mich überhaupt nicht traumatisiert.
Was immer geschieht, ich denke, jedes Kind denkt
auch heute:
„So ist das Leben! --- Es gehört dazu!“
Auch heute wissen die Kinder,
daß das Leben kein Honigschlecken ist
und unser GLOBUS nicht aus Zucker besteht.
Der Mensch ist viel eher ein „Urvieh“ als ein Engel
und sollte möglichst nicht j a m m e r n!
Herr Teuber- Welche Studien gibt es ? Sind diese vergleichbar ?
Kindesmisshandlung und Missbrauch gibt es leider überall dort wo es
Kinder gibt, diese erzogen, betreut oder medizinisch behandelt werden.
Rückhaltlose Aufklärung sollte selbstverständlich
überall gelten. Deshalb ist es eine naheliegende
selbstverständliche Frage, welche umfassenden Studien gibt
über Missbrauch und Misshandlung ? Sind solche Studien
vergleichbar, anwendbar auf Untersuchungen innerhalb der RKK.
Herr Kock-die katholische Kirche
hat aber die rückhaltlose Aufklärung angeboten und in aller
Öffentlichkeit versprochen.
.
Wenn man nun nicht vermuten will,das war ein vermeintlich
"geschickter" Schachzug,ein Ablenkungsmanöver - bis die
Sache aus den heißen Medien heraus wäre,etwas Gras über
die Sache wachsen würde - um dann auf das Vergessen zu setzen
.
dann ,ja dann müßen bei dieser Untersuchung doch noch weitaus
mehr abscheuliche,negative Dinge an's Licht gekommen sein,als man sich
zunächst ausmalen wollte .
.
Die (kathoiliche) Kirche erhebt doch immer den Anspruch -"etwas
mehr" als die banale,neben Schönem auch von viel Boshaftigkeit
durchzogene Welt zu sein - wenn nicht eine höhere,dann aber doch
dem Besseren verpflichtete Institution zu sein.
.
Die (katholische) Kirche will doch Statthalter Gottes auf Erden sein -
oder nicht ?
.
Wenn dies aber so ist oder man dies so will - dann muß man aber
auch besser sein als "die Welt" . Oder wenigstens danach mit
aller Kraft streben !
Welche umfassenden Studien zu Missbrauch und Misshandlung gibt es in der "Welt"
Wer Kirche in der Welt hinterfragt, sollte auch die "Welt" hinterfragen.
Welche umfassenden Studien gibt es durch Kultusministerien über
Missbrauch/Misshandlung durch Erzieher in staatlichen Einrichtungen ?
Von Sportverbänden ?
Welche systematische Studien über Mängel der
Jugendamtsbetreuung?
Wo wurde/wie systematisch untersucht ?
Wenn dem so wäre hätte die RKK, Vorbilder wie ihre eigene
Untersuchungen aussehen müssten.
Wenn die "Welt" sich nicht kümmert, braucht die "Kirche" es auch nicht, gell Herr Kock?
Die "Kirche" beansprucht ja auch nicht, anders als die "Welt" zu sein. Oder, Herr Kock?
Zur Aufarbeitung der Mißbrauchsfälle wurde von Bischof Dr.
Fürst die "Kommission sexueller
Mißbrauch" gegründet und mehrfach öffentlich
erklärt, dass es sich hierbei um eine unabhängige
Kommission handele. Meine Frau hat einige Mißbrauchsopfer
anwaltlich vertreten und
mußte feststellen, dass diese Kommission alles andere als
unabhängig war. Der Vorsitzende
ist Diozeseanrat und in mehreren Stiftungen des Bistums involviert und
auch die anderen
Mitglieder der Kommission standen alle in kirchl. Dienstverhältnissen.
Mehr Sachlichkeit wäre von allen zu wünschen
Zunächst einmal es geht bei der Studie nicht um Ermittlung von
Straftaten, das ist in der Tat Sache des Staatsanwaltschaft. Sondern um
die sozialempirische Erforschung von Falldaten mit dem Ziel vorhandene
Prevention zu überprüfen und weiter zu entwickeln. Wer schon
einmal seriöse sozialwissenschaftliche Erforschungen betrieben hat
weiss, dass Datenschutz und Anoymisierung höchste Priorität
haben. Das gilt nicht nur für das Rechtsstaatlichem Prinzip des
Schutzes der Persönlichkeitsrechte von Tätern und Opfer,
sondern auch für den Schutz der Persönlichkeitsrechte von
Unbeteiligten die durch Mängel der Anoymisierung in den Fokus
gerieten. Man braucht sich nur vorzustellen, der Nachbar, der
Arbeitskollege, der Vereinkamerad wäre Fall solch einer Studie, es
würde wiedererkannt von Personen die auch euch kennen und zu
unrecht abductiv rückschliessen würden ihr wäret
Täter/Mitwisser, somit Unbescholtene unter Verdacht.
Wenn "Wutbürger" selbstbetroffen wären von falschem
Verdacht ???
Ich..als ehemaliger gläubiger Christ...
... halte mittlerweile den Glauben als nichts anderes als den diktatorischen "Wunsch" die Gläubigen zu vereinnahmen. Fast jede Religion hat viel Unglück und Verderben in die Welt gebracht. Und mich widern diese Menschen, die ihren Glauben zum Beruf gemacht...Vertrauen in sie in schädlichster Weise missbraucht haben einfach nur an. Und die hoch bezahlten Bischöfe und Kardinäle, die diese Vergehen vertuscht haben...sollten genau, wie die Peiniger, vor einem weltlichen Gericht gestellt werden. Ich mag ein Radikaler sein, wenn ich mir wünsche, dass die Kirchensteuer abgeschafft...und stattdessen zur wirklichen sozialen Hilfe verwendet wird. Aber ich fühle mich immer wieder bestätigt...und wohl dabei!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.01.2013 12:59 UhrSie haben Ihr Christentum aufgegeben, weil Sie von einer Institution enttäuscht sind?
Dann sind Sie dem Glauben nie nahe gewesen. Und die aktuelle Diskussion
bestätigt Sie in Ihrem Entschluß? Suchen Sie vielleicht nur
nach einer nachträglichen Rechtfertigung für Ihre
Entscheidung?
Da Sie ja für sich die Kirchensteuer(pflicht) abgeschafft haben -
darf ich fragen, welche "sozialen Hilfen" Sie heute mit dem
Gesparten finanzieren?
Verantwortungslose Dilettanten formen unsere Gegenwart - der Überbringer der Nachricht wird ge...
ich bin röm-kath., verantwortungsvoller und kirchlich verheirateter
Vater eines kleinen Sohnes, trotzdem versucht, selbst zu denken u
entsetzt, wieviele Breughel-Gemälde heute noch 'gemalt' werden...
Was sich hier im Forum an wilder Eiferei Bahn bricht, spricht gegen eine
emotionale Verarmung der deutschen Bevölkerung...;-)
Im Ernst:
Der Artikel ist der eines älteren (sorry Hr. Nonnenmacher),
geerdeten, renommierten Autors und auch so geschrieben, die FAZ ist nach
meiner Erfahrung kein linksanarchistisch-atheistisches Revolverblatt,
was da viele Kommentare ablassen, ist 'interessant'.
Die kath. Kirche dagegen agiert kopflos, weltfremd, sprunghaft:
1. Es gab viele/etliche Mißbrauchsfälle
2. Wenn ich diese GLAUBWÜRDIG aufarbeiten will, wähle ich
einen externen, glaubwürdigen u unabhängigen Prüfer, das
ist geschehen. Daß u wie dieser Kontakt m Medien hat, war bekannt.
3. Eine Kündigung der Prüfung o stichhaltige, nachvollziehbare
Gründe beschädigt die Kirche weiter, purer Dilettantismus!
Zölibat ? Die dt. Protestanten nehmen das Gebot der Ehelosigkeit der Geistlichen doch auch ernst...
... siehe etwa Gauck und Käßmann.
Übrigens ist die Gleichung Zölibat = keine sexuelle
Befriedigung = Gefahr eines sex. Vergehens doch sehr realitätsfern,
dann wäre alle sex. frustrierten Paare und allen unfreiwilligen
Singels tickende Zeitbomben. Im Übrigen kennen wir alle Menschen,
die weder auf Familie, auf Zweisamkeit noch auf Sex (ja das gibt es)
Wert legen.
Heutzutage wird es nebenbei auch bei reger Teilnahme am kirchlichen
Leben schwierig, Kontakt mit einem Geistlichen zu haben, weil immer mehr
Laien und nicht-ordinierte Mitarbeiter die Aufgaben übernehmen
Mißbrauch ist kein Merkmal der Kirche, mangelnde Aufklärungsbereitschaft ebenfalls nicht
In den vergangenen Jahren hat es zahlreiche Beispiele dafür
gegeben. Ob in Sportvereinen, Kinderchören, der evengelischen und
katholischen Kirche oder in Internaten: immer wieder wurden
Vertrauensposition und Anhängigkeitsverhältnisse
mißbraucht. Und immer wieder haben die Institutionen vertuscht -
und leider auch viele Eltern weggesehen.
Kindesmißbrauch ist weit verbreitet - alleine in Deutschland gibt
es offiziell 300.000 Fälle pro Jahr. Die Neigung mancher Foristen,
als Ursache für Kindesmißbrauch (diesmal) die katholische
Kirche auszumachen, ist letztlich nur eine weitere Facette der
Tabuisierung des Themas. Ursachenforschung müßte anders
aussehen. Selbstgerechte Stammtischdebatten helfen wenig.
Und warum sehen Sie dann in einer CDU-GRÜNEN Koalition eine interessante Option?
Das ist doch eine Form der Akzeptanz oder etwa nicht? Auf der einen
Seite lassen wir Leute in politische Verantwortung treten, die sich
offen für die Straffreiheit von Pädophilie eingesetzt haben
und auf der anderen Seite wollen wir die Katholische Kirche nur deshalb
zu Grunde richten, weil in ihr auch Menschen dienen, die schwerste
Schuld auf sich geladen haben.
Und Gary Glitter und Jimmy Saville mögen "verunglückte
Figuren" sein, doch darum wird der Skandal der Maßstäbe
des heutigen Kulturbetriebes nicht kleiner. Wie die FAZ in einem Artikel
zu den 450 vermuteten Missbrauchsfällen schreibt, wussten
zahlreiche Leute in der BBC von den Taten und fanden die offenbar in
Ordnung, halt zum Showbusiness gehörend.
Der widerliche Umgang der 68er mit unserer Kultur findet sich besonders
in der völlig überzogenen Kritik an der Katholischen Kirche
seinen Ausdruck.
Von mir wird weder das eine noch das andere akzeptiert, Herr Vormbaum. Ich meine aber auch, dass
es der Kirche nicht gut ansteht und hilf- wie niveaulos ist, sich auf
Gary Glitter, Jimmy Saville! Daniel Cohn-Bendit und andere
verunglückte Figuren zu berufen. Aber das muss jeder selbst wissen.
Und, Herr Vormbaum: Wer den widerwärtigen Umgang der 68er mit der
Pädopihilie kritisiert, sollte mit gutem Beispiel vorangehen - erst
Recht als Kirche.
"die ja einen besonderen Anspruch"
Deswegen sind aber die Menschen, die in der Kirche dienen, nicht a priori frei von Schuld, denn die Kirche steht ja unweigerlich in dieser Welt und kann sich nicht von ihr freimachen. Wenn man allein mal die Dimensionen des BBC Moderators Jimmy Savile betrachtet, wo es nur in diesem Fall um 450 mutmaßliche Missbrauchsopfer geht, dann wird klar, dass Kindsmissbrauch ein gesamtesellschaftliches Problem ist, das weit über die Katholische Kirche hinausragt und keinesfalls ideologisch auf die kirchlichen Strukturen verengt werden kann. Wenn in einer anerkannten politischen Partei wie der GRÜNEN offen für die Straffreiheit von Pädophilie "geworben" wurde, dann zeigt das den eigentlichen Problemhorizont. Im Fall des BBC Moderator Savile oder des Rocksänger Gary Glitter war vielen in der "Kulturszene" bekannt, dass diese Pädophile waren, es hat offenbar niemanden gestört! Das wurde ganz einfach akzeptiert, Herr Fischer!
Weder das eine noch das andere macht es für die Kirche besser, die ja einen besonderen Anspruch hat.
...
"..man hätte es sich schlicht vorher überlegen
müssen, ob man die Untersuchung jemanden anvertrauen sollte, der
für mediale Paukenschläge bekannt ist."
Nun hatte man mit Herrn Pfeiffer allerdings vereinbart, dass die mediale
Veröffentlichung "einvernehmlich" zu sein hat. In diesem
Fall hat sich Herr Pfeiffer nicht redlich verhalten, auch wenn er
für "mediale Paukenschläge" bekannt ist.
Es ist schon ein Unterschied, ob die Ergebnisse einer derart pikanten
Studie in einer wissenschaftlichen Abhandlung veröffentlicht werden
oder ganz kurze Ausschnitte davon in der Boulevard Presse erscheinen. So
gesehen waren die Herrn Bischöfe wohl einfach naiv genug zu
glauben, ein Herr Pfeiffer - mediengeil wie er nun einmal ist -
würde sich an solch eine Vereinbarung halten.
So haben beide Seiten verloren: Die wissenschaftliche Kompetenz kann man
dem Herrn Pfeiffer ja nicht absprechen - und eine Studie über alle
Mißbrauchsfälle seit 1945 - das hätte auch sein
Meisterstück werden können.
Wer denn unbedingt in die Kirche gehen will...
...soll das ruhig tun. Aber mir ist die Kirche wie sie sich Heutzutage
selber darbietet arg unangenehm. Es wird mit der Huldigkeit und der
Religiösität fast nur noch darauf abgezielt, den Geldbeutel
der Schäfchen zu öffnen, oder sie gegen irgendeine politische
Richtung driften zu wollen. Da werden bei den Pilgrimagen die Kerzen
verkauft, die die Kirchgänger eben spendeten mindestens 3x
verkauft. (kaufen→spenden→einsammeln + erneut
verkaufen→spenden→ einsammeln + erneut verkaufen..)
Nun diese Geschichte: Kindesmissbrauch!!! Sich hinter dem Argument
verstecken zu wollen, es gibt ja tausende von Kirchenmitarbeitern, die
sich nicht an Kindern vergreifen, daher ist alles nur halb so schlimm
→ das schlägt dem Fass den Boden aus. Besonders nach der
großspurigen " wir leisten totale Aufklärung"
Parole → die erste Kenntnisnahme die zur Aufklärung beitragen
soll→ schon wird der Deckel der Erleuchtung zugeklappt!!! SUSPEKT!
Es wurde schon von anderen Mitforisten angesprochen: Staatsanwalt!!
Sie wollten wohl Ablass ohne Busse. Den gibt es aber nicht.
Bei der Tragweite dieses Verbrechens und bei der langen Dauer muss man
sich auch fragen dürfen, ob und was eigentlich Kardinal Ratzinger
und Karol Woytila davon gewusst haben.
Vielleicht ist es das, wovor sie Angst haben, dass jemand diese Fragen
nicht nur stellt, sondern auch beantwortet.
Es ist doch eine Tatsache, dass manche Bischöfe ihnen untergebene
Priester vor Strafverfolgung geschützt haben. Und welche
Kardinäle haben diese Bischöfe geschützt?
Die RK-Kirche ist eine strenge Herarchie. Ich kann es mir nicht
vorstellen, dass "unten" etwas passiert, was "oben"
nicht bekannt wird. Und sollte es doch so sein, wer hat dann versagt?
@Maier Mitglied der Kirche ist man freiwillig.
Werter Herr Maier,
Ihre Versuche, hier die katholische Kirche als Hort der Moral und
Harmlosigkeit darzustellen, werden langsam grotesk. Sie schreiben
"Mitglied der Kirche ist man freiwillig", und grenzen das
etwas schwammig gegen die Mitgliedschaft in NSDAP, KPD oder auch SED ab.
Nur: Dass die Mitgliedschaft in der Kirche freiwillig sei, ist schon ein
ziemlich frecher Witz. Getauft wird man bekanntlich im Kleinkindesalter.
Und die Kommunion legt die katholische Kirche in ein Alter, wo von
Freiwilligkeit wohl keine Rede sein kann. Und das ist ja das perfide an
den Misshandlungen: Dass sie an den Schutzbefohlenen verübt wurden.
Dass sie an den Unschuldigsten verübt wurden. Und falls Ihnen das
noch nicht Hinweis genug ist: Merken Sie nicht, wie ähnlich Ihre
Argumentation den Rechtfertigungsversuchen von zB. Kommunisten ist, die
ihre Ideologie von den Verbrechen reinhalten wollen? Dieser enge
Zusammenhang von Christentum und Kommunismus ist nun wirklich ein alter
Hut.
Wolfgang Hebold
Der Papst flüchtet nicht vor der Welt - unseriöse Unterstellung
Niemand hat so viel dafür getan, um den Missbrauchssumpf trocken zu
legen, wie Papst Benedikt XVI (bereits zu seiner Zeit als Kardinal
Ratzinger). Er hat bereits strengere Verfahrensregeln eingeführt,
als noch niemand an das Problem herangehen wollte. Seine Rolle als
Aufklärer wird in den Medien leider ignoriert, da oft nur eine
Gelegenheit zur billigen Papstkritik gesucht wird, anstatt seriös
zu berichten.
Ich bin enttäuscht vom Mit-Herausgeber der FAZ Günther
Nonnenmacher: Dieser Artikel ist kein guter Journalismus! Wenn Sie
persönlich etwas gegen Papst Benedikt XVI haben, ist dies Ihre
Privatsache - als Journalist dürfen Sie Ihre Artikel nicht für
unfaire Unterstellungen missbrauchen.
Der Katholizismus ist moralisch am Ende. Er hat sich selbst gerichtet - hierbei aber leider
zehntausende Kinder schwer geschädigt und es gibt keine Hoffnung, dass seine "Geistlichen" hiervon abließen oder ihnen von der katholischen Kirche keine Absolution mehr erteilt würde.
Vorurteile als Gelegenheit zum Draufhauen
Es scheint tatsächlich so, als wenn zunächst eine
Aufklärung zum Wesen des katholischen Glaubens notwendig ist, um
ein gegenseitiges gesellschaftliches Verständnis aufzubauen.
Denn in der Tat ist zum Beispiel nicht blinde sexuelle Verdrängung
das Ziel des Zölibats.
Sondern ein bewusster und offen ausgesprochener Umgang damit, was zwar
nicht einfach ist, aber auch nicht völlig unerreichbar erscheint.
Die subjektive oder unterbewuste Ablehnung von Nicht-Katholiken
gegenüber solchen religionsinternen Umgangsweisen zeugt nicht
gerade von Respekt gegenüber anderen gesellschaftlichen Gruppen.
Es ist meiner Ansicht nach die Fortführung von Religionskriegen auf
anderen Ebenen.
Die Personalie Pfeiffer war ein Fehler.
Zur Öffentlichkeitsarbeit:
Mir ist diese ehrlich auftretende Kirche lieber, als eine Armee von
Medienexperten, woraus dann so etwas wie ein Herr Gabriel oder
Berlusconi heraus kommt.
selbstreflexion fehlanzeige
Ich bitte um Verschonung, bei der Aufklärung um das Wesen des kath.
Glauben, gerne dürfen meine Mitmenschen sich dazu Bekennen und auch
die Messe aufsuchen oder sonstige Veranstalltungen.
Von einem sexuellen Triebtäter wünsche ich auch keien
Aufklärung über Sexualität.
Die unterstellte subjektive oder unterbewuste Ablehnug des kath.
Glaubens durch nicht Katholiken, steht natürlich zum krassen
Gegensatz zur Weltoffenen kath. Kirche!
Ist das Ihr Ernst?
Ehrlich auftretende Kirche?
Wenn dem so wäre, würde wir hier nicht über die Thematik diskutieren.
Jedem das seine, aber so langsam Frag ich mich, was der Weihrauch mit
den Köpfen der Anhänger dieser Einrichtung macht!
Was, Herr Letis, ist an diesem "Auftritt" der Kirche "ehrlich"?
Die offenkundige Vertuschung?
Ein vertragliches, kein pastorales Paradoxon
Dieser Vorgang lässt m.E. keine Ableitungen auf besondere
Glaubwürdigkeitsprobleme der Katholischen Kirche zu. Das Problem
ist der strukturelle Interessenkonflikt, der immer entsteht, wenn zur
objektiven Analyse eigener Verfehlungen ein Dritter gegen Entgelt
beauftragt wird. Dies kann nur gelingen, wenn der Auftraggeber willens
und in der Lage ist, die Ergebnisse der erbetenen Untersuchung ohne wenn
und aber auszuhalten, ohne seine Vertrags- und Zahlungsmacht dazu zu
nutzen, unliebsame Analyseergebnisse zu unterdrücken,
beschönigen oder sonst zu manipulieren. Letztlich ist das ein
privatrechtlicher Strukturkonflikt. Die Versuche der Bundesregierung im
vergangenen Herbst, den in ihrem Auftrag erstellten Armuts- und
Reichtumsbericht vor Veröffentlichung zu beschönigen, bilden
ein analoges Beispiel.
Für die Diskussion ihrer inneren Widersprüche eignen sich etwa
der Umgang der Kirche mit Kritikern und strukturelle Verfilzungen mit
bestimmten politischen Machtcliquen weitaus besser!
Die Kirche hat den Fehler gemacht Prof. Pfeiffer zu beauftragen, bei
einem solch sensiblen Thema.
Herr Pfeiffer ist eigentlich bekannt für seinen Hang zu den Medien,
es würde ihn ja auch sonst niemand kennen, zum anderen seine leicht
reiserische Art, die sich allein schon durch die Ankündigung zeigt
alleine weitermachen zu wollen.
@Schwiers Der Papst ist das Oberhaupt von wievielen Katholiken ?
Werter Herr Schwiers,
verstehe ich Ihren Hinweis richtig, dass die Frage der Moral nun eine
Mehrheitsentscheidung ist? Da stünde Jesus mit seinen 12
Wählern aber dumm da.
Wolfgang Hebold
das heißt: es ist wie mit dem Atomausstieg: Der Rest der Welt macht diesen Schwachsinn nicht mit
...und wenn wirklich (wie nicht) die kath. Laien so denken würden über Reformen wie in den Medien formuliert, so würde der Rest der Weltkirche nicht mitziehen.