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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Verhinderte Missbrauchsstudie Kirche in der Welt

 ·  Die verhinderte Studie zum Missbrauch in der katholischen Kirche ist ein Rückschlag für alle, die rückhaltlose Aufklärung fordern. Päpstliche Aufrufe zu einer neuen Spiritualität können wieder als Flucht vor einer Welt gedeutet werden, in der die Kirche mit sich selbst nicht fertig wird.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (125)
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Erwin Stahlberg

@ Nils Büngener,- 10.01.2013 08:27 Uhr


Sie führen das Wort Missbrauch“ höchst mißbräuchlich!

Ältere Menschen kennen Ohrfeigen (Backpfeifen, Watschen)
und Hiebe aus ihrer Jugend sehr wohl und empfanden derlei
früher als nichts Außergewöhnliches.
Es waren bewährte(!) Erziehungsmittel.

Ich habe als Kind in Hamburg die Bombennächte,
die Schreie der Frauen in den Hochbunkern erlebt.
Ich habe nach dem Krieg gehungert und gefroren
-- und --- fühle mich überhaupt nicht traumatisiert.

Was immer geschieht, ich denke, jedes Kind denkt
auch heute:

„So ist das Leben! --- Es gehört dazu!“

Auch heute wissen die Kinder,
daß das Leben kein Honigschlecken ist
und unser GLOBUS nicht aus Zucker besteht.

Der Mensch ist viel eher ein „Urvieh“ als ein Engel
und sollte möglichst nicht j a m m e r n!

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gert kock
gert kock (gertKo) - 10.01.2013 14:04 Uhr

Herr Teuber- Welche Studien gibt es ? Sind diese vergleichbar ?

Kindesmisshandlung und Missbrauch gibt es leider überall dort wo es Kinder gibt, diese erzogen, betreut oder medizinisch behandelt werden.
Rückhaltlose Aufklärung sollte selbstverständlich überall gelten. Deshalb ist es eine naheliegende selbstverständliche Frage, welche umfassenden Studien gibt über Missbrauch und Misshandlung ? Sind solche Studien vergleichbar, anwendbar auf Untersuchungen innerhalb der RKK.

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Markus Teuber

Herr Kock-die katholische Kirche

hat aber die rückhaltlose Aufklärung angeboten und in aller Öffentlichkeit versprochen.
.
Wenn man nun nicht vermuten will,das war ein vermeintlich "geschickter" Schachzug,ein Ablenkungsmanöver - bis die Sache aus den heißen Medien heraus wäre,etwas Gras über die Sache wachsen würde - um dann auf das Vergessen zu setzen
.
dann ,ja dann müßen bei dieser Untersuchung doch noch weitaus mehr abscheuliche,negative Dinge an's Licht gekommen sein,als man sich zunächst ausmalen wollte .
.
Die (kathoiliche) Kirche erhebt doch immer den Anspruch -"etwas mehr" als die banale,neben Schönem auch von viel Boshaftigkeit durchzogene Welt zu sein - wenn nicht eine höhere,dann aber doch dem Besseren verpflichtete Institution zu sein.
.
Die (katholische) Kirche will doch Statthalter Gottes auf Erden sein - oder nicht ?
.
Wenn dies aber so ist oder man dies so will - dann muß man aber auch besser sein als "die Welt" . Oder wenigstens danach mit aller Kraft streben !

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gert kock
gert kock (gertKo) - 10.01.2013 11:50 Uhr

Welche umfassenden Studien zu Missbrauch und Misshandlung gibt es in der "Welt"

Wer Kirche in der Welt hinterfragt, sollte auch die "Welt" hinterfragen.
Welche umfassenden Studien gibt es durch Kultusministerien über Missbrauch/Misshandlung durch Erzieher in staatlichen Einrichtungen ? Von Sportverbänden ?
Welche systematische Studien über Mängel der Jugendamtsbetreuung?
Wo wurde/wie systematisch untersucht ?

Wenn dem so wäre hätte die RKK, Vorbilder wie ihre eigene Untersuchungen aussehen müssten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.01.2013 18:25 Uhr
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Wenn die "Welt" sich nicht kümmert, braucht die "Kirche" es auch nicht, gell Herr Kock?

Die "Kirche" beansprucht ja auch nicht, anders als die "Welt" zu sein. Oder, Herr Kock?

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steel steel
steel steel (pigg) - 10.01.2013 10:58 Uhr

kirche in der welt

Zur Aufarbeitung der Mißbrauchsfälle wurde von Bischof Dr. Fürst die "Kommission sexueller
Mißbrauch" gegründet und mehrfach öffentlich erklärt, dass es sich hierbei um eine unabhängige
Kommission handele. Meine Frau hat einige Mißbrauchsopfer anwaltlich vertreten und
mußte feststellen, dass diese Kommission alles andere als unabhängig war. Der Vorsitzende
ist Diozeseanrat und in mehreren Stiftungen des Bistums involviert und auch die anderen
Mitglieder der Kommission standen alle in kirchl. Dienstverhältnissen.

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gert kock
gert kock (gertKo) - 10.01.2013 10:52 Uhr

Mehr Sachlichkeit wäre von allen zu wünschen

Zunächst einmal es geht bei der Studie nicht um Ermittlung von Straftaten, das ist in der Tat Sache des Staatsanwaltschaft. Sondern um die sozialempirische Erforschung von Falldaten mit dem Ziel vorhandene Prevention zu überprüfen und weiter zu entwickeln. Wer schon einmal seriöse sozialwissenschaftliche Erforschungen betrieben hat weiss, dass Datenschutz und Anoymisierung höchste Priorität haben. Das gilt nicht nur für das Rechtsstaatlichem Prinzip des Schutzes der Persönlichkeitsrechte von Tätern und Opfer, sondern auch für den Schutz der Persönlichkeitsrechte von Unbeteiligten die durch Mängel der Anoymisierung in den Fokus gerieten. Man braucht sich nur vorzustellen, der Nachbar, der Arbeitskollege, der Vereinkamerad wäre Fall solch einer Studie, es würde wiedererkannt von Personen die auch euch kennen und zu unrecht abductiv rückschliessen würden ihr wäret Täter/Mitwisser, somit Unbescholtene unter Verdacht.
Wenn "Wutbürger" selbstbetroffen wären von falschem Verdacht ???

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Gus Savel
Gus Savel (gsavel) - 10.01.2013 10:50 Uhr

Ich..als ehemaliger gläubiger Christ...

... halte mittlerweile den Glauben als nichts anderes als den diktatorischen "Wunsch" die Gläubigen zu vereinnahmen. Fast jede Religion hat viel Unglück und Verderben in die Welt gebracht. Und mich widern diese Menschen, die ihren Glauben zum Beruf gemacht...Vertrauen in sie in schädlichster Weise missbraucht haben einfach nur an. Und die hoch bezahlten Bischöfe und Kardinäle, die diese Vergehen vertuscht haben...sollten genau, wie die Peiniger, vor einem weltlichen Gericht gestellt werden. Ich mag ein Radikaler sein, wenn ich mir wünsche, dass die Kirchensteuer abgeschafft...und stattdessen zur wirklichen sozialen Hilfe verwendet wird. Aber ich fühle mich immer wieder bestätigt...und wohl dabei!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.01.2013 12:59 Uhr
Kai Schraube

Sie haben Ihr Christentum aufgegeben, weil Sie von einer Institution enttäuscht sind?

Dann sind Sie dem Glauben nie nahe gewesen. Und die aktuelle Diskussion bestätigt Sie in Ihrem Entschluß? Suchen Sie vielleicht nur nach einer nachträglichen Rechtfertigung für Ihre Entscheidung?

Da Sie ja für sich die Kirchensteuer(pflicht) abgeschafft haben - darf ich fragen, welche "sozialen Hilfen" Sie heute mit dem Gesparten finanzieren?

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Stefan Zeuner

Verantwortungslose Dilettanten formen unsere Gegenwart - der Überbringer der Nachricht wird ge...

ich bin röm-kath., verantwortungsvoller und kirchlich verheirateter Vater eines kleinen Sohnes, trotzdem versucht, selbst zu denken u entsetzt, wieviele Breughel-Gemälde heute noch 'gemalt' werden...
Was sich hier im Forum an wilder Eiferei Bahn bricht, spricht gegen eine emotionale Verarmung der deutschen Bevölkerung...;-)
Im Ernst:
Der Artikel ist der eines älteren (sorry Hr. Nonnenmacher), geerdeten, renommierten Autors und auch so geschrieben, die FAZ ist nach meiner Erfahrung kein linksanarchistisch-atheistisches Revolverblatt, was da viele Kommentare ablassen, ist 'interessant'.
Die kath. Kirche dagegen agiert kopflos, weltfremd, sprunghaft:
1. Es gab viele/etliche Mißbrauchsfälle
2. Wenn ich diese GLAUBWÜRDIG aufarbeiten will, wähle ich einen externen, glaubwürdigen u unabhängigen Prüfer, das ist geschehen. Daß u wie dieser Kontakt m Medien hat, war bekannt.
3. Eine Kündigung der Prüfung o stichhaltige, nachvollziehbare Gründe beschädigt die Kirche weiter, purer Dilettantismus!

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Chr. Schwiers

Zölibat ? Die dt. Protestanten nehmen das Gebot der Ehelosigkeit der Geistlichen doch auch ernst...

... siehe etwa Gauck und Käßmann.
Übrigens ist die Gleichung Zölibat = keine sexuelle Befriedigung = Gefahr eines sex. Vergehens doch sehr realitätsfern, dann wäre alle sex. frustrierten Paare und allen unfreiwilligen Singels tickende Zeitbomben. Im Übrigen kennen wir alle Menschen, die weder auf Familie, auf Zweisamkeit noch auf Sex (ja das gibt es) Wert legen.
Heutzutage wird es nebenbei auch bei reger Teilnahme am kirchlichen Leben schwierig, Kontakt mit einem Geistlichen zu haben, weil immer mehr Laien und nicht-ordinierte Mitarbeiter die Aufgaben übernehmen

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Kai Schraube

Mißbrauch ist kein Merkmal der Kirche, mangelnde Aufklärungsbereitschaft ebenfalls nicht

In den vergangenen Jahren hat es zahlreiche Beispiele dafür gegeben. Ob in Sportvereinen, Kinderchören, der evengelischen und katholischen Kirche oder in Internaten: immer wieder wurden Vertrauensposition und Anhängigkeitsverhältnisse mißbraucht. Und immer wieder haben die Institutionen vertuscht - und leider auch viele Eltern weggesehen.

Kindesmißbrauch ist weit verbreitet - alleine in Deutschland gibt es offiziell 300.000 Fälle pro Jahr. Die Neigung mancher Foristen, als Ursache für Kindesmißbrauch (diesmal) die katholische Kirche auszumachen, ist letztlich nur eine weitere Facette der Tabuisierung des Themas. Ursachenforschung müßte anders aussehen. Selbstgerechte Stammtischdebatten helfen wenig.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.01.2013 12:09 Uhr
Closed via SSO

Und warum sehen Sie dann in einer CDU-GRÜNEN Koalition eine interessante Option?

Das ist doch eine Form der Akzeptanz oder etwa nicht? Auf der einen Seite lassen wir Leute in politische Verantwortung treten, die sich offen für die Straffreiheit von Pädophilie eingesetzt haben und auf der anderen Seite wollen wir die Katholische Kirche nur deshalb zu Grunde richten, weil in ihr auch Menschen dienen, die schwerste Schuld auf sich geladen haben.

Und Gary Glitter und Jimmy Saville mögen "verunglückte Figuren" sein, doch darum wird der Skandal der Maßstäbe des heutigen Kulturbetriebes nicht kleiner. Wie die FAZ in einem Artikel zu den 450 vermuteten Missbrauchsfällen schreibt, wussten zahlreiche Leute in der BBC von den Taten und fanden die offenbar in Ordnung, halt zum Showbusiness gehörend.

Der widerliche Umgang der 68er mit unserer Kultur findet sich besonders in der völlig überzogenen Kritik an der Katholischen Kirche seinen Ausdruck.

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Von mir wird weder das eine noch das andere akzeptiert, Herr Vormbaum. Ich meine aber auch, dass

es der Kirche nicht gut ansteht und hilf- wie niveaulos ist, sich auf Gary Glitter, Jimmy Saville! Daniel Cohn-Bendit und andere verunglückte Figuren zu berufen. Aber das muss jeder selbst wissen.

Und, Herr Vormbaum: Wer den widerwärtigen Umgang der 68er mit der Pädopihilie kritisiert, sollte mit gutem Beispiel vorangehen - erst Recht als Kirche.

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"die ja einen besonderen Anspruch"

Deswegen sind aber die Menschen, die in der Kirche dienen, nicht a priori frei von Schuld, denn die Kirche steht ja unweigerlich in dieser Welt und kann sich nicht von ihr freimachen. Wenn man allein mal die Dimensionen des BBC Moderators Jimmy Savile betrachtet, wo es nur in diesem Fall um 450 mutmaßliche Missbrauchsopfer geht, dann wird klar, dass Kindsmissbrauch ein gesamtesellschaftliches Problem ist, das weit über die Katholische Kirche hinausragt und keinesfalls ideologisch auf die kirchlichen Strukturen verengt werden kann. Wenn in einer anerkannten politischen Partei wie der GRÜNEN offen für die Straffreiheit von Pädophilie "geworben" wurde, dann zeigt das den eigentlichen Problemhorizont. Im Fall des BBC Moderator Savile oder des Rocksänger Gary Glitter war vielen in der "Kulturszene" bekannt, dass diese Pädophile waren, es hat offenbar niemanden gestört! Das wurde ganz einfach akzeptiert, Herr Fischer!

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Weder das eine noch das andere macht es für die Kirche besser, die ja einen besonderen Anspruch hat.

...

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Jens Frisch
Jens Frisch (frischer) - 10.01.2013 09:44 Uhr

Beide Seiten verlieren!

"..man hätte es sich schlicht vorher überlegen müssen, ob man die Untersuchung jemanden anvertrauen sollte, der für mediale Paukenschläge bekannt ist."

Nun hatte man mit Herrn Pfeiffer allerdings vereinbart, dass die mediale Veröffentlichung "einvernehmlich" zu sein hat. In diesem Fall hat sich Herr Pfeiffer nicht redlich verhalten, auch wenn er für "mediale Paukenschläge" bekannt ist.

Es ist schon ein Unterschied, ob die Ergebnisse einer derart pikanten Studie in einer wissenschaftlichen Abhandlung veröffentlicht werden oder ganz kurze Ausschnitte davon in der Boulevard Presse erscheinen. So gesehen waren die Herrn Bischöfe wohl einfach naiv genug zu glauben, ein Herr Pfeiffer - mediengeil wie er nun einmal ist - würde sich an solch eine Vereinbarung halten.

So haben beide Seiten verloren: Die wissenschaftliche Kompetenz kann man dem Herrn Pfeiffer ja nicht absprechen - und eine Studie über alle Mißbrauchsfälle seit 1945 - das hätte auch sein Meisterstück werden können.

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Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 10.01.2013 09:28 Uhr

Wer denn unbedingt in die Kirche gehen will...

...soll das ruhig tun. Aber mir ist die Kirche wie sie sich Heutzutage selber darbietet arg unangenehm. Es wird mit der Huldigkeit und der Religiösität fast nur noch darauf abgezielt, den Geldbeutel der Schäfchen zu öffnen, oder sie gegen irgendeine politische Richtung driften zu wollen. Da werden bei den Pilgrimagen die Kerzen verkauft, die die Kirchgänger eben spendeten mindestens 3x verkauft. (kaufen→spenden→einsammeln + erneut verkaufen→spenden→ einsammeln + erneut verkaufen..)
Nun diese Geschichte: Kindesmissbrauch!!! Sich hinter dem Argument verstecken zu wollen, es gibt ja tausende von Kirchenmitarbeitern, die sich nicht an Kindern vergreifen, daher ist alles nur halb so schlimm → das schlägt dem Fass den Boden aus. Besonders nach der großspurigen " wir leisten totale Aufklärung" Parole → die erste Kenntnisnahme die zur Aufklärung beitragen soll→ schon wird der Deckel der Erleuchtung zugeklappt!!! SUSPEKT!
Es wurde schon von anderen Mitforisten angesprochen: Staatsanwalt!!

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Robert Hoerner

Nichts verstanden

Sie wollten wohl Ablass ohne Busse. Den gibt es aber nicht.

Bei der Tragweite dieses Verbrechens und bei der langen Dauer muss man sich auch fragen dürfen, ob und was eigentlich Kardinal Ratzinger und Karol Woytila davon gewusst haben.

Vielleicht ist es das, wovor sie Angst haben, dass jemand diese Fragen nicht nur stellt, sondern auch beantwortet.

Es ist doch eine Tatsache, dass manche Bischöfe ihnen untergebene Priester vor Strafverfolgung geschützt haben. Und welche Kardinäle haben diese Bischöfe geschützt?

Die RK-Kirche ist eine strenge Herarchie. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass "unten" etwas passiert, was "oben" nicht bekannt wird. Und sollte es doch so sein, wer hat dann versagt?

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Wolfgang Hebold (hebold) - 10.01.2013 09:25 Uhr

@Maier Mitglied der Kirche ist man freiwillig.

Werter Herr Maier,

Ihre Versuche, hier die katholische Kirche als Hort der Moral und Harmlosigkeit darzustellen, werden langsam grotesk. Sie schreiben "Mitglied der Kirche ist man freiwillig", und grenzen das etwas schwammig gegen die Mitgliedschaft in NSDAP, KPD oder auch SED ab. Nur: Dass die Mitgliedschaft in der Kirche freiwillig sei, ist schon ein ziemlich frecher Witz. Getauft wird man bekanntlich im Kleinkindesalter. Und die Kommunion legt die katholische Kirche in ein Alter, wo von Freiwilligkeit wohl keine Rede sein kann. Und das ist ja das perfide an den Misshandlungen: Dass sie an den Schutzbefohlenen verübt wurden. Dass sie an den Unschuldigsten verübt wurden. Und falls Ihnen das noch nicht Hinweis genug ist: Merken Sie nicht, wie ähnlich Ihre Argumentation den Rechtfertigungsversuchen von zB. Kommunisten ist, die ihre Ideologie von den Verbrechen reinhalten wollen? Dieser enge Zusammenhang von Christentum und Kommunismus ist nun wirklich ein alter Hut.

Wolfgang Hebold

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Andreas Hochgrater
Andreas Hochgrater (ahoch) - 10.01.2013 09:20 Uhr

Der Papst flüchtet nicht vor der Welt - unseriöse Unterstellung

Niemand hat so viel dafür getan, um den Missbrauchssumpf trocken zu legen, wie Papst Benedikt XVI (bereits zu seiner Zeit als Kardinal Ratzinger). Er hat bereits strengere Verfahrensregeln eingeführt, als noch niemand an das Problem herangehen wollte. Seine Rolle als Aufklärer wird in den Medien leider ignoriert, da oft nur eine Gelegenheit zur billigen Papstkritik gesucht wird, anstatt seriös zu berichten.

Ich bin enttäuscht vom Mit-Herausgeber der FAZ Günther Nonnenmacher: Dieser Artikel ist kein guter Journalismus! Wenn Sie persönlich etwas gegen Papst Benedikt XVI haben, ist dies Ihre Privatsache - als Journalist dürfen Sie Ihre Artikel nicht für unfaire Unterstellungen missbrauchen.

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Der Katholizismus ist moralisch am Ende. Er hat sich selbst gerichtet - hierbei aber leider

zehntausende Kinder schwer geschädigt und es gibt keine Hoffnung, dass seine "Geistlichen" hiervon abließen oder ihnen von der katholischen Kirche keine Absolution mehr erteilt würde.

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Klaus Letis

Vorurteile als Gelegenheit zum Draufhauen

Es scheint tatsächlich so, als wenn zunächst eine Aufklärung zum Wesen des katholischen Glaubens notwendig ist, um ein gegenseitiges gesellschaftliches Verständnis aufzubauen.

Denn in der Tat ist zum Beispiel nicht blinde sexuelle Verdrängung das Ziel des Zölibats.
Sondern ein bewusster und offen ausgesprochener Umgang damit, was zwar nicht einfach ist, aber auch nicht völlig unerreichbar erscheint.

Die subjektive oder unterbewuste Ablehnung von Nicht-Katholiken gegenüber solchen religionsinternen Umgangsweisen zeugt nicht gerade von Respekt gegenüber anderen gesellschaftlichen Gruppen.

Es ist meiner Ansicht nach die Fortführung von Religionskriegen auf anderen Ebenen.

Die Personalie Pfeiffer war ein Fehler.

Zur Öffentlichkeitsarbeit:
Mir ist diese ehrlich auftretende Kirche lieber, als eine Armee von Medienexperten, woraus dann so etwas wie ein Herr Gabriel oder Berlusconi heraus kommt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.01.2013 10:08 Uhr
Heiko Baensch

selbstreflexion fehlanzeige

Ich bitte um Verschonung, bei der Aufklärung um das Wesen des kath. Glauben, gerne dürfen meine Mitmenschen sich dazu Bekennen und auch die Messe aufsuchen oder sonstige Veranstalltungen.

Von einem sexuellen Triebtäter wünsche ich auch keien Aufklärung über Sexualität.

Die unterstellte subjektive oder unterbewuste Ablehnug des kath. Glaubens durch nicht Katholiken, steht natürlich zum krassen Gegensatz zur Weltoffenen kath. Kirche!
Ist das Ihr Ernst?

Ehrlich auftretende Kirche?
Wenn dem so wäre, würde wir hier nicht über die Thematik diskutieren.

Jedem das seine, aber so langsam Frag ich mich, was der Weihrauch mit den Köpfen der Anhänger dieser Einrichtung macht!

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Closed via SSO

Was, Herr Letis, ist an diesem "Auftritt" der Kirche "ehrlich"?

Die offenkundige Vertuschung?

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Frank Schönemann

Ein vertragliches, kein pastorales Paradoxon

Dieser Vorgang lässt m.E. keine Ableitungen auf besondere Glaubwürdigkeitsprobleme der Katholischen Kirche zu. Das Problem ist der strukturelle Interessenkonflikt, der immer entsteht, wenn zur objektiven Analyse eigener Verfehlungen ein Dritter gegen Entgelt beauftragt wird. Dies kann nur gelingen, wenn der Auftraggeber willens und in der Lage ist, die Ergebnisse der erbetenen Untersuchung ohne wenn und aber auszuhalten, ohne seine Vertrags- und Zahlungsmacht dazu zu nutzen, unliebsame Analyseergebnisse zu unterdrücken, beschönigen oder sonst zu manipulieren. Letztlich ist das ein privatrechtlicher Strukturkonflikt. Die Versuche der Bundesregierung im vergangenen Herbst, den in ihrem Auftrag erstellten Armuts- und Reichtumsbericht vor Veröffentlichung zu beschönigen, bilden ein analoges Beispiel.

Für die Diskussion ihrer inneren Widersprüche eignen sich etwa der Umgang der Kirche mit Kritikern und strukturelle Verfilzungen mit bestimmten politischen Machtcliquen weitaus besser!

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Alexander Baumann

Fehler

Die Kirche hat den Fehler gemacht Prof. Pfeiffer zu beauftragen, bei einem solch sensiblen Thema.
Herr Pfeiffer ist eigentlich bekannt für seinen Hang zu den Medien, es würde ihn ja auch sonst niemand kennen, zum anderen seine leicht reiserische Art, die sich allein schon durch die Ankündigung zeigt alleine weitermachen zu wollen.

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Wolfgang Hebold (hebold) - 10.01.2013 07:22 Uhr

@Schwiers Der Papst ist das Oberhaupt von wievielen Katholiken ?

Werter Herr Schwiers,

verstehe ich Ihren Hinweis richtig, dass die Frage der Moral nun eine Mehrheitsentscheidung ist? Da stünde Jesus mit seinen 12 Wählern aber dumm da.

Wolfgang Hebold

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.01.2013 10:14 Uhr
Chr. Schwiers

das heißt: es ist wie mit dem Atomausstieg: Der Rest der Welt macht diesen Schwachsinn nicht mit

...und wenn wirklich (wie nicht) die kath. Laien so denken würden über Reformen wie in den Medien formuliert, so würde der Rest der Weltkirche nicht mitziehen.

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09.01.2013, 15:59 Uhr

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