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Verhinderte Anschläge Terrorverdächtiger am Frankfurter Flughafen beschäftigt

15.09.2007 ·  Die inhaftierten Islamisten, die Anschläge in Deutschland geplant haben sollen, waren bis in sicherheitsrelevante Bereiche vorgestoßen. Einer soll bei der Bahn-Sicherheit auf dem Frankfurter Flughafen gearbeitet haben.

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Einer der drei am 4. September festgenommenen terrorverdächtigen Islamisten hat einem Medienbericht zufolge mehrere Jahre lang in einem sicherheitsrelevanten Bereich der Deutschen Bahn mit Zugang zum Frankfurter Flughafen gearbeitet. Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner kommenden Ausgabe berichtet, war der Türke Adem Y. aus Langen in Hessen von 1997 bis 2002 bei der DB-Sicherheit beschäftigt. In Österreich wurde unterdessen einer der am Mittwoch festgenommenen Terrorverdächtigen wieder freigelassen.

Adem Y. war als Sicherheitsbeschäftiger bei der Bahn unter anderem auf dem Bahnhof des Frankfurter Flughafens eingesetzt, um dort den Zugverkehr zu überwachen. Der Rhein-Main-Airport gilt als eines von mehreren möglichen Anschlagszielen, das die drei Männer ins Auge gefasst hatten. Adem Y. habe nach Erkenntnissen der Fahnder zudem in Hessen eine zentrale Rolle bei Rekrutierungen der „Islamischen Dschihad Union“ (IJU) für Ausbildungslager in Pakistan gespielt, heißt es in dem Bericht weiter. Er sei „Kristallisationspunkt der Gruppe für die Region Frankfurt und Hessen“ gewesen, sagte der Leiter des hessischen Landeskriminalamtes, Peter Raisch.

Suche nach den Hintermännern

Die Bundesanwaltschaft versuche derzeit, in Pakistan die möglichen Hintermänner der Anschlagspläne zu identifizieren. Dabei prüfe sie Hinweise, dass es sich bei einem der beiden Kontaktmänner der deutschen Islamisten um einen hochrangigen IJU-Funktionär namens Nasmedin Zhalolov handeln könnte.

Die Ermittlungen werden angeblich dadurch erschwert, dass sich zwei der acht deutschen Beschuldigten derzeit im Ausland aufhielten: der Neunkirchener Zafer S., dessen letzter bekannter Aufenthaltsort Ägypten sei, sowie der Ulmer Attila S., der sich in der Türkei befinde. Attila S. gilt als enger Freund des Hauptverdächtigen Fritz G.. Anfang des Jahres hatte G. nach einer Hausdurchsuchung in einer Erklärung bei der Polizei jegliche Verwicklung in Straftaten abgestritten: „Ich bin unschuldig. Ich habe weder eine Straftat geplant oder verübt.“

Wien: Verdächtiger aus Haft entlassen

Ein Sprecher des Wiener Landesgerichts teilte unterdessen am Samstag in der österreichischen Hauptstadt mit, ein 26 Jahre alter Terrorverdächtiger sei aus Mangel an Beweisen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Der 20 Jahre alte Hauptverdächtige und seine ein Jahr ältere Frau blieben dagegen weiter in Haft.

Die drei waren am Mittwoch in Wien im Zusammenhang mit einem Video festgenommen worden, in dem Österreich und Deutschland wegen ihres Engagements in Afghanistan bedroht wurden. Die drei Verdächtigen waren den Angaben zufolge „österreichische Muslime in zweiter Generation“. Ihre Familien stammten aus dem arabischen Raum. Die Verdächtigen hätten in Kontakt mit dem internationalen Terrornetzwerk Al Qaida gestanden, aber keine eigenständige Zelle gebildet, hatte Innenminister Günther Platter mitgeteilt.

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