16.01.2008 · rike. FRANKFURT, 16. Januar. Im vergangenen Jahr sind die Verbraucherpreise auf den höchsten Stand seit 13 Jahren gestiegen. Das Statistische Bundesamt teilte am Mittwoch in Wiesbaden mit, dass der Verbraucherpreisindex 2007 im Jahresdurchschnitt - gegenüber dem Vorjahr - um 2,2 Prozent zulegte.
rike. FRANKFURT, 16. Januar. Im vergangenen Jahr sind die Verbraucherpreise auf den höchsten Stand seit 13 Jahren gestiegen. Das Statistische Bundesamt teilte am Mittwoch in Wiesbaden mit, dass der Verbraucherpreisindex 2007 im Jahresdurchschnitt - gegenüber dem Vorjahr - um 2,2 Prozent zulegte. Die Schätzungen von Ende Dezember 2007 wurden somit bestätigt. 2006 hatte die Jahresinflation noch 1,7 Prozent betragen. Vor allem die hohen Energiepreise trieben die Inflation nach oben: Energie war 2007 knapp 4 Prozent teurer als im Vorjahr; am kräftigsten stiegen die Strompreise. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Teuerung nur 1,9 Prozent betragen.
Auch die Mehrwertsteuererhöhung zu Jahresbeginn trieb die Preise nach oben, ebenso die Studiengebühren, die einige Bundesländer im Frühjahr eingeführt haben. In der zweiten Jahreshälfte schlugen teurere Nahrungsmittel zu Buche. Im Schnitt verteuerten sich Lebensmittel um 3,1 Prozent. Die Preise für Milch-, Mehl- und Fettprodukte stiegen sogar mit zweistelligen Raten. Butter etwa war 2007 fast 20 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Die Preise für langlebige Gebrauchsgüter (0,9 Prozent), Bekleidung (0,8 Prozent) oder Nachrichtenübermittlung (0,2 Prozent) stiegen dagegen weniger stark als die Verbraucherpreise insgesamt.
Das Statistische Bundesamt veröffentlichte am Mittwoch auch die Dezemberzahlen. Demnach stiegen die Verbraucherpreise im letzten Monat des Jahres 2007 im Vorjahresvergleich um 2,8 Prozent. Damit hat die Inflation seit September 2007 die Zwei-Prozent-Schwelle nicht mehr unterschritten. Preisstabilität sieht die Europäische Zentralbank bei einer Inflationsrate von unter, aber nahe 2 Prozent.
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