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Van Rompuy dankt Altkanzler : Kohl erhält Kopie des Friedensnobelpreises

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EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy übergibt dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl eine Kopie der Friedensnobelpreis-Auszeichnung für die Europäische Union: „Europa ist unsere Heimat, unsere Gegenwart und unsere Zukunft“ Bild: dapd

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat dem früheren Bundeskanzler Helmut Kohl eine Kopie des an die EU verliehenen Friedensnobelpreises überbracht. Kohl habe „eine Schlüsselrolle bei der Wahrung eines dauerhaften Friedens in Europa gespielt“.

          EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat Helmut Kohl eine Kopie des an die Europäische Union verliehenen Friedensnobelpreises überbracht. Wie das Büro des früheren Bundeskanzlers mitteilte, habe van Rompuy Kohl am Dienstag privat in Ludwigshafen besucht.

          Der Belgier schrieb in einer Erklärung,  er habe ihm dafür gedankt, dass er nach den Ereignissen von 1989 eine Schlüsselrolle bei der Wahrung eines dauerhaften Friedens in Europa gespielt habe. „Was Bundeskanzler Kohl in seiner Generation auszeichnet, ist sein entschlossenes Handeln zum alles entscheidenden Zeitpunkt der europäischen Nachkriegsgeschichte: Nach dem Mauerfall übernahm er die politische Verantwortung für die Wiedervereinigung Deutschlands und für die europäische Einigung.“

          Van Rompuy berichtete, er habe mit dem 82 Jahre alten Kohl über die Lage in Europa gesprochen „Wir haben beide unsere Zuversicht zum Ausdruck gebracht, dass Europa wieder einmal gestärkt und vereint aus der Krise hervorgehen wird“. Van Rompuy wurde vom CDU-Abgeordneten Elmar Brok begleitet.

          Die „Bild“-Zeitung berichtet Kohl habe erwidert: „Wir haben bereits ein großes Ziel erreicht. Auf diesem Weg müssen wir weiter vorangehen. Denn Europa ist unsere Heimat, unsere Gegenwart und unsere Zukunft.“

          Am 10. Dezember war der Europäischen Union der Friedensnobelpreis für sechs Jahrzehnte erfolgreicher Aussöhnungspolitik verliehen worden. Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hatten in ihrer Dankesrede in Oslo an die symbolische Geste Kohls und des französischen Staatspräsidenten Francois Mitterrand erinnert, die Hand in Hand in Verdun gestanden hatten. Kohl galt selbst in der Vergangenheit mehrfach als Kandidat für den Friedensnobelpreis.

          Van Rompuy setzt laut Nachrichtenagentur Belga seine Besuche bei „Gründervätern“ der Union fort. Am Mittwoch stand eine Visite beim früheren belgischen Premier Leo Tindemans an, der von 1974 bis 1978 sein Land regierte und 1975 einen wichtigen Bericht für die politische Union Europas verfasste.

          Quelle: FAZ.NET

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