http://www.faz.net/-gpf-8yhke

Unterstützung für Trump : Konservative CDU-Politiker greifen Merkels Klimapolitik an

  • Aktualisiert am

Parteifreunde kritisieren die Bundeskanzlerin nun wegen ihrer Klima-Politik. Bild: Reuters

Angela Merkel will das Klimaschutzabkommen nach Trumps Ausstieg erst recht vorantreiben. Konservative CDU-Politiker halten jedoch nichts davon. Sie sprechen von „moralischer Erpressung“ im Kampf gegen die Erderwärmung

          Der konservative Berliner Kreis innerhalb der CDU fordert eine Aufweichung der deutschen Klimapolitik. In einer Erklärung verlangt die Gruppe ein Ende der „moralischen Erpressung“ durch die Klimaforschung, berichtete am Samstag zuerst die ARD. Das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, sei realistisch ohnehin nicht mehr erreichbar.

          Die deutsche Politik solle demnach ihr Augenmerk nicht mehr auf eine Minderung des Klimawandels, sondern auf eine Anpassung an die Veränderungen setzen. Konkret richte sich die Kritik vor allem auf die Förderung der Solar- und Windkraft. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz sei nicht reformierbar und müsse abgeschafft werden. Auch die Förderung von Elektroautos und die Vorgaben zur energetischen Gebäudesanierung müssten überprüft werden.

          Erstwählerlexikon

          Warum lohnt es sich immer, zur Wahl zu gehen? Was machen Abgeordnete eigentlich den ganzen Tag? Und was ist der Unterschied zwischen Erst- und Zweitstimme? FAZ.NET erklärt, was man wissen muss.

          Die Erklärung wurde bei einer internen Veranstaltung des „Berliner Kreises" in den Fraktionsräumen der CDU/CSU im Berliner Reichstag vorgestellt. Die Autoren, unter ihnen die Bundestagsabgeordneten Philipp Lengsfeld und Sylvia Pantel, bestreiten eine „solitäre Rolle des Treibhauseffektes“ und wenden sich gegen einen einseitig negativen Blick auf die Folgen der Erderwärmung. Lengsfeld bietet das Papier auf seiner Homepage zum Download.

          So seien „die mit dem Schmelzen des polaren Meereises verbundenen Chancen (eisfreie Nordpassage, neue Fischfangmöglichkeiten, Rohstoffabbau) vermutlich sogar größer als mögliche negative ökologische Effekte“. Der Weltklimarat IPCC habe sich zu einer Art „Weltrettungszirkus“ entwickelt. Auf dessen Modellrechnungen seien aber die „zunehmend aggressiveren politischen Zielsetzungen, insbesondere die CO2-Reduktionsziele aufgebaut".

          Berlin : Merkel: Werden Kampf gegen Klimawandel erfolgreich führen

          Die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte sich zuletzt am Freitag hinter das Pariser Weltklimaabkommen. Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte den Austritt seines Landes aus der Vereinbarung angekündigt und dafür weltweit Kritik geerntet.

          Weitere Themen

          Merkel verurteilt Angriff Video-Seite öffnen

          Antisemitismus bekämpfen : Merkel verurteilt Angriff

          Der Kampf gegen antisemitische Ausschreitungen müsse gewonnen werden, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Zuvor hatte in Berlin eine Gruppe von drei Personen zwei Kippa tragende Juden beleidigt und angegriffen.

          Trump trifft sich mit Japan für Handelsabkommen Video-Seite öffnen

          Neue Verhandlungen : Trump trifft sich mit Japan für Handelsabkommen

          Der japanische Ministerpräsident Abe besuchte Trump in Florida, um die Handelsgespräche zwischen beiden Ländern zu intensivieren. Trump bekräftigte, er ziehe ein Abkommen zum Abbau des US-Handelsdefizits vor. Den Verantwortlichen für das Handelsdefizit will Trump auch schon ausgemacht haben.

          Topmeldungen

          Krisenerprobt: die Bamf-Zentrale in Nürnberg

          Korruption beim Bremer Bamf? : Gut beschützt im hohen Norden

          Das Bundesamt für Migration in Bremen soll zahlreiche Asylanträge bewilligt haben, die eigentlich abzulehnen waren. Die Vorgänge sind ein Fall für den Staatsanwalt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.