05.06.2012 · Die Bundesregierung will ein Modell entwickeln lassen, das die Finanzmärkte an den Kosten der Finanzkrise beteiligt. Es soll nicht alle Finanzgeschäfte umfassen. Doch in der FDP regt sich schon Widerstand.
Von Günter Bannas und Manfred Schäfers, BerlinRichtlinien für Lesermeinungen
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Noch einmal etwas grundsätzliches:
Wird ein Gegenstand verkauft, wird dieser Verkauf mit einer Mehrwertsteuer belegt. Die MWSt ist mit die wichtigste Steuer eines Staates, um seine Aufgaben erfüllen zu können. Kaufe ich als Kapitalanlage einen Rembrandt, dann erhöht sich der Kaufpreis um die MWSt, kaufe ich hingegen in gleichem Wert ein Aktienpaket von VW, geht der Staat leer aus. Nun sollte mir mal jemand erklären, wo hier der Unterschied Aktie-Rembrandt besteht, beides sind dem Marktgeschehen unterworfene Wertgegenstände (ein Stück Fabrik - Kunstobjekt), die der Kapitalanlage dienen. Wer die MWST für den Rembrandt für richtig erachtet, dürfte gegen eine Börsenumsatzsteuer beim Verkauf von Aktien kein Argument haben. Lediglich die Höhe einer BUSt ist dann diskussionsfähig.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.06.2012 15:45 Uhr@ Marcus Paa
Sie. "Sie vergleichen hier leider Äpfel mit Birnen".
Das tu ich nicht, denn kaufe ich als Kapitalanlage eine Immobilie, ist
GESt fällig, kaufe ich ein Kunstwerk, ist MWSt fällig, kaufe
ich einen Anteil an einer Fabrik, denn das mache ich ja als
VW-Aktionär, bin ich steuerfrei. Das VW-Werk ist aber genauso eine
Immobilie wie eine Eigentumswohnung, ein Geschäftshaus oder eine
Lagerhalle, also warum hier Steuerfreiheit? Nur wegen der
unterschiedlichen Nutzung einer Immobilie?
Und es ist diese Steuerfreiheit, die erst die Spekulation ankurbelt,
denn bei einer Steuer auf Börsengeschäfte würden die
meisten Anleger kein Aktien-"Zapping" bei schon geringsten
Kursschwankungen machen, da die Steuer Kleinstgewinne uninteressant
machte.
Und was heißt, eine BUSt würde "den Markt
vernichten"? Gibt es etwa trotz GESt keinen Immobilienmarkt mehr?
Sie argumentieren hier aus Sicht eines Zockers oder Bankers, der ohne
Steuern zahlen zu wollern schnell reich werden will.
Besser eine Steuer für Börsengeschäfte...
...als dem braven, halbverhungerten Michel in den leeren Geldbeutel greifen!
Wer an der Börse verdient soll ruhig was bezahlen an Steuern, ist
schliesslich ein Zugewinn, egal ob korrekt oder dubios abgewickelt!
Es sollte aber alle Finanzgeschäfte betreffen!!! Keine Ausnahmen!
Je doller das "Geschäft" umso höher die Steuer! Wer
dubiose Geschäfte abwickelt, 100% kassieren!!! + Knast!!
„Auch die FDP will, dass diejenigen, die die Krise mit verursacht haben, an den Kosten beteiligt..
werden." >GUTE IDEE DAS! Dann soll man doch schon einmal bei den Politikern anfangen abzukassieren. Die Unternehmen über die hochrangige Politiker die Aufsicht führten - vorwiegend Landesbanken - haben mit ihren Verlusten den Staatshaushalt mit mindestens 300 Milliarden € belastet (eine West-LB, z.B., schrieb schon jahrzehntelang Milliardenverluste auch ohne Finanzkrise). Die Aufsichtsbehörden + wiederum die Politiker haben es zugelassen, dass Klitschen wie die Sachsen-LB in irischen Zweckgesellschaften hochverzinste langfristige amerikanische Anleihen (ABS) für 25 Mrd. € gebunkert und kurzfristig finanziert hatten. Die Finanzierungsstrategie lang gegen kurz war schon ein Risiko an sich, abgesehen von der Bonität der Papiere, die ja keine reale Immobilien als Wertsicherung hatten, sondern nur die Zahlungsversprechen von (meist) zweifelhaften Hypothekenschuldnern. Solch Beispiele gibt es noch viele und so zu tun, als wären immer nur die anderen die Bösen ist eine Frechheit ohnegleichen.
Schwarz/Gelb hat bisher systematisch verhindert.
Wie lange denken CDU und FDP denn schon nach? Die Behauptung, man könne national nichts tun, weil sonst der Handel aus Deutschland flüchten würde, ist genauso schwach wie die Unternehmensflucht aus Deutschland. Diese Zeiten neigen sich ihrem Ende zu. Die Nachteile wiegen inzwischen oft mehr, als der Gewinn. Selbst aus China ziehen sich deutsche Unternehmen zurück. Und bei CDU und FDP kennen wir das ja: Es ist nie drin, was auf dem Etikett steht. Ohne den Druck von der SPD und den Grünen würden sie es weiter so schleifen lassen. Primär der FDP geht es nicht um gerechte Lastenverteilung, sondern allein um die Privilegien ihrer Klientel. Die Gauner decken die Gauner.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2012 13:51 Uhrnahezu 100 % der CFDs werden ..
.. bereits im Ausland, vorwiegend London, gehandelt. Ein Knopfdruck und der Handel findet in London oder Singapore statt - alles kein Problem. Man sollte die Kirche im Dorf lassen, schließlich müssen ja die Gewinne aus den Geschäften versteuert werden. Es wäre doch z.B. viel sinnvoller, Ländern wie Tschechien, welche mit Steuersätzen von nur 15 % Unternehmen und Arbeitsplätze aus Deutschland abziehen, auf die Finger zu hauen.
Jeder Strohhalm ist recht, aber am Ertrinken wird er nichts ändern. Griechenland hat auch eine Börsenumsatzsteuer von 0,15%. Die konnte aber die verantwortungslose Schuldenmacherei nicht wettmachen, wie man leider feststellen kann! Erinnern wir uns nach an Schweden und das Fiasko bei der Einführung dieser Steuer? Sie wurde ganz schnell wieder abgeschafft. Nein, das sind die letzten Versuche eine Zitrone auszupressen bei der es nichts mehr auszupressen gibt!
Fakt ist, dass die Bürger mehrheitlich eine Beteiligung der
Finanzmärkte an den Kosten der Finanzkrise wünschen. Die
Chinesen sind uns wieder mal weit voraus und hatten bereits in der
Vergangenheit eine Finnzmarkttransaktionssteuer an ihren
Hauptfinanzmärkten eingerichtet.
Das bringt jährliche viele Milliarden an Steuergeld in die
Staatskasse. Abgewandert an andere Finanzplätze ist dort auch kaum
jemand. Weil eben der Steuersatz viel zu gering ist.
Wer also die nächsten Bundestagswahlen gewinnen will, derjenige
muss dem Bürger etwas bieten.
Die Börsenumsatzsteuer war bereits Ende der 80er Jahre so gering,
dass diese niemanden wirklich ineressiert hat. Jedenfalls keinen
Privatanleger.
Nein, nein, nein, nicht schon wieder eine "neue" Steuer
Nein, nein, nein, nicht schon wieder eine "neue" Steuer. Von wegen "die Verursacher der Krise an den Kosten beteiligen". Ja, wenn das wahr wäre, dann müsste sich die Politiker selbst besteuern. Außerdem wird man doch schon mit 25 % Abgeltungssteuer plus Soli und (ggf. Kirchensteuer) besteuert. Wenn die Politiker mal soviel Energie und Gehirnschmalz dazu verwenden würden Steuern abzuschaffen, wie sie dazu aufwenden neue Steuern "zu begründen", dann ginge es uns viel besser. In wievielen Bereichen zahlen wir Steuern und Abgaben auf die Steuern und Abgaben. Man denke nur an die Benzinpreis, den Strompreis, den Heizölpreis ...
Die SPD bekommt ihr Räppelchen
Und wenn die Idee und was dahinter steckt, auch noch so dämlich und
und schädlich ist. Aber die Partei des demokratischen Sozialismus
muß doch einen Erfolg mit ihre Erfpressungs-Aktion verbuchen. Und
Merkel muß doch auch dringend freie Bahn für den neuerlichen
Geldexport in verlorene Länder bekommen. Der Wahnsinn wird erst
enden wenn Deutschland irreversibel geschädigt ist und die letzte
Münze der Schrottwährung in den Süden gepumpt wurde.
Auch eine Methode, den Euro abzuschaffen! Operation gelungen, Patient
endlich tot.
Na welche werden das wohl sein?:
Zuletzt hatte Frau Merkel auf einer Konferenz mit CDU-Kreisvorsitzenden am Wochenende neue Möglichkeiten der Besteuerung angesprochen: „Wir schauen, ob wir vielleicht mit einigen ähnlich gestimmten Ländern etwas hinbekommen.“ Sicherlich wieder unsere Clique der Freunde des nachhaltigen Wirtschaftens. Der Bock wird zum Gärtner.
Ein Hoch auf den Optionshandel
Man verlagere den Handel auf Optionen, die tief im Geld liegen und zahle
somit nur die Differenz zum Underlying plus Volatilität. Statt
Umsätze vom 100 Euro für eine Aktie zu tätigen, kauft man
eine Option im Wert von 5 Euro.
Die Besteuerung von Finanzprodukten hilft niemandem, außer dem
Staat, der auf zusätzliche Einnahmen von konservativen Anlegern
hoffen darf.
Wenn man tatsächlich die Banken treffen möchte besteuert
Währungstransaktionen, wie es Tobin ursprünglich mal
vorgesehen hatte. In diesem Markt sind die Banken die größten
Akteure. Soweit ich verstanden habe, sind diese aber von der geplanten
Steuer ausgeschlossen.
Besteuert ihr nur fleißig weiter - ich habe einen amerikanischen
Broker und handele ein keinem europäischen Börsenplatz.
Es lohnt die Diskussion nicht. Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als daß die Verursacher der
Dauerkrise an ihrer Beseitigung beteiligt werden. Und die Verursacher
sind Politiker, Banker und Börsianer.
Nur wenn die an den durch sie verursachten Kosten adäquat, also
maximal, beteiligt würden, bestünde überhaupt noch
Hoffnung, die Krise zu bewältigen. Aber das werden wir nicht
erleben. Stattdessen werden wir eine nie dagewesene kalte Enteignung
unbeteiligter Bürger erleben, mithin eine weitere Umverteilung von
unten nach oben.
Am Ende werden wir zwangsläufig eine Renaissance des politischen
Extremismus erleben. Unsere Politiker haben nichts aus unserer
Geschichte gelernt.
"Der Verhandlungsführer der FDP, Volker Wissing, sagte der F.A.Z.,
er sei nur dann bereit, der Steuer zuzustimmen, wenn nicht das Sparen,
die Altersvorsorge und die Realwirtschaft belastet würden."
Das ist doch kein Argument, die Börsenumsatzsteuer in Frage zu
stellen. Wenn ein Sparer 10x pro Jahr jeweils 10.000 € an der
Börse umschichtet, dann bedeuten 0,1% BUSt 100 €, das macht
einen Sparer nicht arm. Wer diese Umschichtung häufiger vornimmt,
kann nicht mehr als Sparer, sonden muß schon als Zocker bezeichnet
werden. Und genau diese sollen ja für ihre Zockerei zur Kasse
gebeten werden. Und für Lebens- und Rentenversicherungen kann man
ja die Steuer verringern, sofern hier Börsengeschäfte für
die Versichertengemeinschaft vorgenommen werden. Inwieweit die
Realwirtschaft betroffen ist weiß ich nicht, hier fallen
allenfalls bei Auslandsgeschäften Währungsumrechnungen statt
(Ware/Dienstleistung gegen Geld) und diese Zahlungen laufen doch nicht
über die Börse.
Herr Noll,
in meinem Beispiel fallen bei ZEHN Umschichtungen von jeweils 10.000 € pro Jahr 100 € Steuer an. Ich bin ja selbst Sparer und kann mir kaum vorstellen, daß ein solcher öfter als 1x monatlich sein Depot umbaut, es sei denn, er spekuliert kurzfristig und das hat dann mit Sparen nichts mehr zu tun. Was die Banken betrifft, auch die sollen dieser Steuer unterworfen werden, für jedes Börsengeschäft im Namen einer Bank ebenfalls 0,1% BUSt, das brächte dann richtig Kohle in die Staatskasse, denn es sind ja vorwiegend die Banken, die ständig mit Riesenbeträgen zocken. Und den Währungsspekulanten, die mittels Computerprogrammen im 1/100 Sekundentakt Geld hin und her senden, ginge mit einer BUSt die Lust an dieser Zockerei ganz aus.
Herr Bussenius, was hat ein Anleger, welcher mehrmals im Jahr sein Depot umschichtet, um
Verluste zu vermeiden oder Gewinne zu erzielen (in Ihren Augen ein Zocker) mit der Finanzkrise zu tun? Was hat er damit zu tun, dass vorzugsweise die Landesbanken, wie Sachsen LB, LBBW, West-LB, BLB, HSH etc., hunderte von Milliarden verbraten haben? Mit äußerst zweifelhaften Papieren, auf denen für jeden mit etwas Sachverstand groß draufstand: VORSICHT! Was hat ein kleiner/mittlerer/größerer Anleger mit diesen Milliardenverlusten zu tun? NICHTS, aber auch gar nichts - das wollen uns nur die Politiker weismachen. Sie wollen nur von ihrem eigenen Versagen ablenken. Ganz nebenbei suchen sie neue Einnahmequellen um wieder Wohltaten ans Volk verteilen zu können was ihre Wiederwahl befördert. Außerdem, die Probleme die wir derzeit in Europa haben, auch mit denen hat Ihr "Zocker" nichts zu tun. Er kann nichts dafür, dass der € eine Fehlkonstruktion ist, der die Wettbewerbsfähigkeit vieler Staaten zerstört; ebenso wenig ist er dafür verantwortlich, dass Politiker ihre Staaten überschulden.
Symbolische Steuer mit denunziatorischem Effekt
Verursacher der Krise(n) sind allein die Politiker. Sie haben den Euro
eingeführt, sie haben die Schulden gemacht, sie drängen die
Zentralbanken zu einer immer unverantwortlicheren Geldemission.
Dies auch nur im Ansatz einzuräumen sind die Kampfsport-Retter in
keiner Weise. Durchhalten, Weiter-So und noch mehr Staat ist ihre
Devise.
Und die Finanzmarkttransaktionssteuer passt da prima. Sie schiebt den
Schwarzen Peter den Gläubigern der staatlichen Schulden-Junkies zu
und bringt noch ein wenig Geld in die Kassen. Zahlen werden das aber vor
allem die Bankkunden.
Oder glaubt eigentlich noch jemand, dass die Mineralölsteuer vom
Tankwart bezahlt wird?
Wenns halt um eine Börsenumsatzsteur gieng !
Wenn "Banken" beim kreiieren von "Schwipp-schwapp" Papieren und mit dem Handeln damit nicht anders steuerlich behandelt würden wie Lieschen Müller mit ihrem Milchladen, und einfach Merhwertsteuer bezahlen müßten, wär es um den Finanzsektor weltweit sehr gut bestellt!
Bin ich gespannt wie lange dauern wird bis die Eurex Frankfurt in die Schweiz umzieht
Und bin auch gespannt wie lange dauern wird bis in Hong-kong, London
oder woanders Derivate auf deutsche Finanztitel rege gehandelt werden.
Ich möchte hoffen, es wird nicht so sein, aber ich fürchte es
wird leider so kommen.
Eine ähnliche Diskussion gabs es schon nach der Lehman-Pleite, nur
das dass Kind zum Zeitpunkt Finanztransaktionssteuer hieß. Was ist
daraus geworden? Nichts, weil die Steuer technisch im Hochfrequenzhandel
u.a., nicht umsetzbar war und die Finanzmärkte ihren Handel in
Länder verlegt hätten, wo es derartige Steuern nicht gibt.
Für Banken,Broker, Vermögensverwalter etc. ist die Steuer nur
ein Durchlaufposten, da sie diese an den kleinen Anleger in Form von
steigenden Gebühren z.B. weitergeben werden. Was der Staat
eigentlich erreichen wollte, die eigentlichen Verursacher zur Kasse zu
bitten geht meilenweit am Ziel vorbei und trifft schlussendlich den Bürger.
Dazu wird ein weiterer Arbeitsplatzabbau in der Finanzbranche kommen.
Statt neue Steuern einzuführen, sollte der Staat über ein
Verbot von Leerverkäufen und Handel mit hochspeklativen Derivaten
jeglicher Art nachdenken. Weiter wäre das aufsplitten der Banken in
zwei Teile a) reiner Zahlungsverkehr b) Investmentbank nachzudenken.
Es geht um Geld, nichts anderes
Weder der Hochfrequenzhandel, noch der geregelte Handel von Derivaten
hat irgendetwas mit der Finanzkrise und schon gar nichts mit der
Staatschuldenkrise zu tun. Hier ist etwas, was dem Normalbuerger
unbekannt und damit nicht geheuer ist, also kann es gerne besteuert
werden. Ueber die Konsequenzen macht man sich keine Gedanken; darueber,
warum Schweden ganz schnell von seiner Steuer wieder Abstand genommen
hat, will man gar nicht erst nachdenken.
Deutschland braucht Geld, viel Geld- fuer sich, fuer Europa, fuer neue
soziale Beglueckungen. Emissionshandel, Kerosinsteuer,
Brennelementesteuer, Stromnetzabgaben, und jetzt eben als neuestes, aber
nicht letztes, eine Finanztransaktionssteuer.
Und nicht vergessen!
Der Mist ist zur Abwechslung auf dem Haufen der SPD gewachsen, die sich
hier als Anwalt der (von ihr selbst in Unglück gestoßenen)
"kleinen Leute" geriert.
Die Koalition, oder besser Merkel alleine, macht ja so ziemlich allen
Wahnsinn mit, nur diese Verrücktheit wurde ihr wohl ausnahmsweise
zu Recht von Fachleuten ausgeredet. Wie Sie schon schreiben, hat ja
Schweden begriffen, daß es außer Ärger und
zusätzliche Kosten nichts bringt. Aber das hält die SPD
natürlich davon nicht ab, weil sich die zukünftigen
Bundeskanzler irgendwie beim Wahlvolk in Erinnerung bringen müssen,
rein symbolisch schädlichen Unsinn zu verlangen.
Um Himmels willen, Herr Hoch -
nun machen Sie doch bloß nicht die Politiker auf eine Besteuerungsmöglichkeit aufmerksam, an die die Bande eventuell noch nicht gedacht hat! Warten Sie mal ab, was denen in der nächsten Zeit ganz von selbst noch so alles einfällt - die werden uns ausquetschen bis auf das letzte Kleingeld für den Bus...
Bitte nicht die FETTsteuer vergessen
Eine Leserkommentarsteuer wäre auch ganz fein für die Politkaste.
Es doch geschickt. Steuer auf die boesen Finanzmaerkte, Abgabe fuer den Strom wegen der Energiewende etc, etc. Laesst sich ja immer ein Begruendung finden und wenn dann noch die vermeintlich boesen Buben und Maedchen, die Spekulanten, getroffen werden sollen dann ist breite Zustimmung sicher. Nur, es wird nichts loesen und nichts nuetzen, schon gar nicht wie die Opposition es will, die Mittel fuer Wirtschaftsfoerderung einzusetzen. Und hier ist schon der naechste Denkfehler. Wer im Staatsapparat masst sich an zu wissen welcher Wirtschaftszweig foerderungswuerdig ist? Da fallen mir schon wieder die Oekoprojekte ein, in die schon so viel Milliarden versenkt wurden. Nebenbei bemerkt haben gerade Staatsbanken in Deutschland kraeftig bei CDS und anderen Derivaten mitgemischt. Da wollten Landes- und Kommunalpolitiker mal kraeftig auf den Putz hauen. Die Finanzkarawane wird ungeruehrt weiterziehen.
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2012 22:47 UhrIhr Vergleich
Das Problem ist, dass Sie den Besuch Ihrer Toilette umgehend und persoenlich machen muessen. Das geht schlecht ueber das Internet oder eine Auslagerung nach London, Zuerich oder Singapur. So ist das auch mit Immobilien, die Sie eben nicht unter den Arm nehmen koennen und wegtragen. Allein das Steuern existieren muss man ja nicht gleich wieder eine neue Steuer dazuerfinden, wenn dies auch "in der Systematik" durchaus gerechtfertigt waere. Vielleicht sollte man mal den anderen Denkansatz fuer weniger Steuern angehen. Nur so ein Gedanke.
Herr Schott: "Finanzprodukte werden dagegen üblicherweise nicht verbraucht,...."
Kunstgegenstände auch nicht, trotzdem muß der Käufer dem Kunsthändler Mehrwertsteuer bezahlen. Wo ist der Unterschied zwischen einer Aktie und einem Gemälde? Beides sind dem Markt unterworfene Wertgegenstände, die nicht verbraucht werden, sondern nur den Besitzer wechseln. Ein Rembrandt bringt dem Staat eine große Summe MWSt, wenn es den Besitzer wechselt, ein Aktienpaket von Daimler mit gleichem Marktwert hingegen nichts. Entweder sie schaffen die Mehrwertsteuer für alle gehandelten Gegenstände ab, die nicht verbraucht werden, oder sie behandeln Aktien auch als Handelsware, denn das sind sie. Und was gehandelt wird, unterliegt der Besteuerung, da gibt es überhaupt keinen Grund, Finanzprodukte von dieser Regelung auszunehmen. Nur über die Höhe der Steuer kann man diskutieren.
Steuersystematik
Herr Bussenius, auch wenn sich angesichts unseres Steuerwesens das Wort
"Systematik" an und für sich verbietet, liegt die
Besteuerung der im Rahmen Ihres Klosettganges verwendeten
Verbrauchsmaterialien daran, daß mit der Umsatzsteuer der
Letztverbrauch von Gütern und Dienstleistungen steuerlich
erfaßt werden soll. Finanzprodukte werden dagegen
üblicherweise nicht verbraucht, so daß eine Gleichsetzung von
Toiletten- und Wertpapieren nicht bloß hinkt, sondern
vollständig beinamputiert ist.
Probieren Sie es analogietechnisch doch mal mit der Grunderwerbsteuer,
die paßt da deutlich besser.
@ Harald Sulzmann
Sie: "Noch 'ne Steuer".
Richtig, denn warum muß ich, wenn ich aufs Klo gehe, dafür
Steuern bezahlen (19% aufs Papier, 7% aufs Spülwasser, 19% auf die
Seife + 7% fürs Händewaschen), aber ein Spekulant, der mit
Millionen zockt, kommt steuerfrei davon?
Der Staat braucht Geld, viel Geld, welches er häufig mehr oder
weniger nutzlos verschleudert. Trotzdem bin ich der Auffassung,
daß, wenn ich den Staat selbst auf dem Klo finanzieren muß,
man die Börse dann nicht aus der Steuerpflicht ausnehmen kann. Denn
dort wird für die Allgemeinheit häufig Folgenreicheres
produziert als das, was in die Schüssel fällt.
Steuern, mehr Steuern, noch mehr Steuern...
immer dann, wenn man unfähig oder zu faul ist, die wirklichen
Probleme an den Märkten zu regulieren.
Und wenn man keine Lust hat, sich mit dem US Regierung und deren
Bankenkartell in der Wall Street anzulegen!
Da bräuchte man nämlich Wissen, Durchsetzungsvermögen und
Rückgrat und das haben die meisten Politiker wie man sieht nicht.
Dass die Art Tobin Steuer - sie wird alle Kleinanleger zuerst treffen in
der Form einer unsäglichen französischen/spanischen
"Stempelsteuer" - wieder aufs Tapet kommt, haben wir sicher
dem gestrigen Barroso Besuch zu danken.
Es ist wahrscheinlich DAS, was er Merkel abgerungen hat - zum WOHLE der
Brüsseler kLEPTOKRATIE.
Tobin Steuer, EU Steuer??? Nein, danke!
Über jeden Fehler in Europa freut sich Ostasien
Singapur hat bei den Einkommen Deutschland mittlerweile meilenweit
abgehängt. Jeder fünfte dort soll schon US-Dollar
Millionär sein. Nimmt man die Schweiz zur Benchmark, da sie unserer
Mentalität entspricht, liegen die dortigen Einkommen mittlerweile
um das Doppelte über den deutschen. Die Millionärsdichte in
der Schweiz ist weltweit die höchste in einem Flächenstaat.
Deutschland rutscht jedes Jahr weiter ab. Viel schlimmer aber ist die
Perspektive hierzulande: Trostlos. Dazu eine Demokratie, die im
Vergleich zur Benchmark Schweiz so gar nicht mehr betitelt werden kann.
Die Schweiz verhält sich zu Deutschland, wie die Alt-BRD zur DDR.
Wer jung, hochqualifiziert und ungebunden ist, folgt den
Spitzensportlern. Solange es noch geht. Natürlich hat niemand vor,
eine Mauer zu bauen.
Der war gut
Singapur und Schweiz als Paradies - selten so gelacht. Wir werden alle Millionäre, hurra. Dank der FDP, wenn sie sich nur endlich durchsetzt.