http://www.faz.net/-gpf-8nqom

Umfrage : Zwei Drittel der Deutschen befürworten Merkels Kandidatur

  • Aktualisiert am

Angela Merkel kann sich über hohe Zustimmungswerte freuen. Bild: Reuters

Die Zustimmung für eine abermalige Kandidatur von Angela Merkel ist hoch. Das zeigt eine Umfrage des ZDF. Darin legt die Union deutlich zu, genauso wie die AfD. Und es gibt einen klaren Verlierer.

          Die abermalige Kandidatur von Angela Merkel (CDU) als Kanzlerkandidatin erreicht in der Bevölkerung eine hohe Zustimmung. Das zeigt eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF. 64 Prozent aller Befragten befürworten Merkels Entscheidung, wieder als Kandidatin anzutreten; 33 Prozent lehnen sie ab. Unter den Anhängern der Union sind es 89 Prozent, die die Entscheidung gut finden, 10 Prozent lehnen sie ab.

          Die Union legt unterdessen in der Wählergunst deutlich zu. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU auf 36 Prozent – und gewinnt damit zwei Prozentpunkte. Ähnlich schnitt sie zuletzt bei einer Forsa-Umfrage ab. Die SPD dagegen verliert weiter: Laut Forschungsgruppe würden 21 Prozent ihr Kreuz bei den Sozialdemokraten machen, wenn am kommenden Sonntag Wahl wäre. Zuletzt kam die Partei bei der Sonntagsfrage bei anderen Instituten auf 23 bis 25 Prozent.

          Die Grünen erreichen laut der ZDF-Umfrage 11 Prozent (minus 2) und die FDP 5 Prozent (unverändert). Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) würde auf 13 Prozent (plus 1) kommen. Damit gäbe es weiterhin eine klare Mehrheit für CDU/CSU und SPD. Von den politisch denkbaren Dreierbündnissen würde es auch reichen für eine Koalition aus CDU/CSU, Grünen und FDP – nicht aber für Rot-Rot-Grün.

          Schulz oder Gabriel gegen Merkel?

          Die Sozialdemokraten beschäftigt die Frage, wer gegen Angela Merkel als Kanzlerkandidat antritt. Die Partei will sich mit der Bekanntgabe bis Januar Zeit lassen. So sah bislang der Plan aus und so soll er auch bleiben. Dabei hat die Nominierung von Frank-Walter Steinmeier als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten und die Frage nach dessen Nachfolge, für die Martin Schulz (SPD) als aussichtsreicher Kandidat gilt, neue Dynamik in die Frage gebracht. Schulz hat großes Interesse an einer Spitzenkandidatur, will sie aber nur anstreben, wenn Parteichef Sigmar Gabriel verzichtet.

          Im direkten Vergleich zwischen Angela Merkel und SPD-Chef Gabriel, würden 63 Prozent der Befragten für Merkel stimmen, nur 25 Prozent für Gabriel. Deutlich besser schneidet Schulz ab: In diesem Szenario würden 47 Prozent für Merkel stimmen und immerhin 39 Prozent für den bisherigen Europapolitiker.

          Die Umfrage zum Politbarometer wurde von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 22. bis 24. November 2016 bei 1258 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland.

          Bundeskanzlerin : Merkel macht es noch einmal

          Quelle: tist.

          Weitere Themen

          Endspurt im Wahlkampf Video-Seite öffnen

          Merkel gegen Schulz : Endspurt im Wahlkampf

          Nur noch wenige Tage bis zur Bundestagswahl. Und bei Bundeskanzlerin Angela Merkel jagt ein Wahlkampfauftritt den nächsten. Am Dienstag war die Kanzlerin unter anderem in Wismar in Mecklenburg-Vorpommern. Merkels Herausforderer Martin Schulz von der SPD war am Dienstag unter anderem in Heidelberg unterwegs.

          Topmeldungen

          Sandra Maischberger (Mitte) und ihre Gäste, unter anderem Uschi Glas und der Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge (ganz links)

          TV-Kritik Maischberger : Was macht Politik?

          Üblicherweise trifft Politik Entscheidungen, die durch eine Wahl legitimiert worden sind. Gestern Abend wurde deutlich, warum diese scheinbare Selbstverständlichkeit nicht mehr selbstverständlich ist. Beim Wahlergebnis wird das Spuren hinterlassen.

          Sorge um Iran-Atomabkommen : „Große Konflikte und Gefahren“

          Weil die Amerikaner als einzige nicht zufrieden sind, könnte das Iran-Abkommen „zerstört“ werden, warnt Außenminister Sigmar Gabriel. Angesichts der Atomkrise mit Nordkorea brauche man keine weitere, hieß es nach einer Sechserrunde in New York.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.