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Umfrage vor der Wahl : CSU bleibt von der absoluten Mehrheit entfernt

  • Aktualisiert am

Nur knapp die Hälfte der Bayern halten Söder für einen guten Regierungschef. Bild: dpa

Zweieinhalb Monate vor der Landtagswahl würden derzeit nur 39 Prozent der Bayern der CSU ihre Stimme geben. CSU-Generalsekretär Blume sieht seine Partei derweil weiter als Volkspartei.

          Zweieinhalb Monate vor der Landtagswahl bleibt die CSU im Umfragetief und weit von der Verteidigung der absoluten Mehrheit im Parlament entfernt. Auch in einer neuen Erhebung des Hamburger Umfrage-Instituts GMS im Auftrag von Sat.1 Bayern kommt die Partei nur auf 39 Prozent – das ist exakt derselbe Wert wie in einer GMS-Umfrage von Anfang Juli. Eine Umfrage des Bayerischen Rundfunks hatte die Christsozialen zuletzt sogar nur bei 38 Prozent gesehen.

          Kaum Bewegung gibt es auch bei den anderen Parteien: Die Grünen sieht die aktuelle Umfrage bei 14 Prozent, die AfD bei 13, die SPD bei 12, die Freien Wähler bei 8, die FDP bei 6 und die Linke bei 3 Prozent. Insgesamt 51 Prozent sind aber noch unsicher oder unentschlossen.

          Mehrheit mit Seehofers Arbeit unzufrieden

          CSU-Chef Horst Seehofer wird von den Befragten als Belastung für seine Partei gesehen: 56 Prozent sagten, Seehofer werde die CSU Stimmen kosten. Auch von den CSU-Anhängern sagten dies 52 Prozent. Mit Seehofers Arbeit sind auch nur noch 34 Prozent der Befragten zufrieden, nach 38 Prozent Anfang Juli und 53 Prozent im April. Aber auch Ministerpräsident Markus Söder verliert: Nur 49 Prozent halten ihn der neuen Umfrage zufolge für einen guten Regierungschef, 46 Prozent nicht. Anfang Juli hatte das Verhältnis mit 57 zu 37 Prozent noch merklich besser für den CSU-Politiker ausgesehen.

          Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Bayern werde derzeit durch einen „einen ungeheuren Zuzug“ auf die Probe gestellt, sagt Generalsekretär Markus Blume.

          Unverändert ist nur für etwa die Hälfte der Bayern (51 Prozent) die Flüchtlings- und Asylpolitik sehr wichtig oder gar wahlentscheidend. Für 46 Prozent ist das Thema dagegen weniger wichtig oder unwichtig. Anfang Juli hatte das Verhältnis noch 48 zu 47 Prozent gelautet.

          „Wir waren und sind die Partei der Leberkäs-Etage“

          Eine klare Mehrheit der Befragten (71 Prozent) spricht sich auch in der neuen Umfrage für „eine strengere, die Zuwanderung besser kontrollierende und begrenzende Flüchtlings- und Asylpolitik“ aus. Doch der Anteil sinkt: Anfang Juli waren es noch 79 Prozent gewesen. An der Telefonbefragung nahmen vom 25. bis zum 31. Juli 1004 Befragte teil.

          CSU-Generalsekretär Markus Blume sieht seine Partei unterdessen als volksnah. „Wir waren und sind die Partei der Leberkäs-Etage, wo alle auf Augenhöhe zusammenkommen und sich ernst nehmen“, sagte er am Montag der Zeitung „Fränkischer Tag“. Er gestand aber ein: „Es war nie so schwer wie heute Volkspartei zu sein.“ Das Zusammengehörigkeitsgefühl im Lande werde derzeit geprüft durch „einen ungeheuren Zuzug nach Bayern“.

          Zudem sagte Blume, die Kirchen würden nur schwach für die christliche Botschaft eintreten – die CSU vertrete „das Bekenntnis zur christlichen Prägung unseres Landes und seinen christlichen Werten oftmals offensiver“. Trotzdem teilten die Kirche und die CSU „unverändert dieselben Grundwerte und Grundüberzeugungen“.

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