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Zukunft des CSU-Chefs : Bayern wollen Seehofer in den Ruhestand schicken

  • Aktualisiert am

Horst Seehofer Anfang Februar bei einer Pressekonferenz im Anschluss an eine CSU-Vorstandssitzung Bild: dpa

Wenn eine neue große Koalition zustande kommt, soll CSU-Chef Horst Seehofer Innenminister werden. Laut einer Umfrage würden viele Bayern aber lieber etwas anderes sehen: das Ende seiner politischen Karriere.

          Die Mehrheit der Bayern wünscht sich einer Umfrage zufolge, dass CSU-Chef Horst Seehofer in den Ruhestand geht – und nicht abermals als Bundesminister nach Berlin wechselt. 62,6 Prozent der Befragten äußerten, dass Seehofer seine politische Karriere beenden sollte, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die „Augsburger Allgemeine“ (Dienstag) ergab. Nur 24,3 Prozent sagten, der 68 Jahre alte Politiker sollte Minister in einer möglichen Bundesregierung aus Union und SPD werden.

          Seehofer soll das Bundesinnenministerium übernehmen, erweitert um die Bereiche „Bau“ und „Heimat“, so eine Koalition nach einem SPD-Mitgliederentscheid zustande kommt. Er gehörte als Landwirtschafts- und Gesundheitsminister bereits verschiedenen Bundesregierungen an. Immerhin 46,8 Prozent der CSU-Anhänger sagten nun, dass sie den Parteichef wieder als Minister in Berlin sehen wollten.

          Der CSU-Chef ist seit Oktober 2008 Ministerpräsident Bayerns. Nach der Bundestagswahl und dem schlechten Abschneiden der CSU geriet er parteiintern unter Druck. Im Dezember gab er bekannt, das Amt des Ministerpräsidenten Anfang 2018 abzugeben. Markus Söder ist sein designierter Nachfolger.

          Zuvor hatte eine andere repräsentative Umfrage des GMS-Instituts im Auftrag von Sat.1 Bayern eine höhere Zustimmung der Bayern für den geplanten Wechsel ermittelt. 54 Prozent fanden es demnach gut, dass Seehofer Innenminister werden soll – 45 Prozent dagegen nicht (keine Antwort: 1 Prozent).

          Innenministerium : Eine Mission für Horst Seehofer

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