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Umfrage : AfD verliert in der Wählergunst

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AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland, Alice Weidel (ganz rechts) Bild: EPA

Nach den Vorfällen von Chemnitz und den anschließenden Debatten um rechte Gewalt ist die AfD laut einer Umfrage in der Wählergunst um zwei Prozentpunkte abgesackt. Die Linkspartei profitiert.

          Vor dem Hintergrund der Debatte über ein Erstarken des Rechtsextremismus in Deutschland verliert die AfD in der Wählergunst. Im aktuellen, am Freitag veröffentlichten RTL/n-tv-Trendbarometer liegt sie bei 14 Prozent (minus 2 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche). Gleichzeitig legt die Linke um 2 Punkte auf 10 Prozent zu. CDU und CSU kommen auf 31 Prozent (plus 1), SPD 16 (minus 1), Grüne 15 (minus 1) sowie die FDP 9 (plus 1).

          Allerdings hatte die AfD vor einer Woche, unter dem direkten Eindruck der Ereignisse von Chemnitz, zwei Punkte zugelegt. In der sächsischen Stadt war ein 35-Jähriger erstochen worden; unter Tatverdacht stehen ein Syrer und zwei Iraker.

          Forsa-Chef Manfred Güllner sagte der Mediengruppe RTL: „Die AfD verliert aufgrund des sich formierenden Widerstands gegen Gewalt von rechts, die Linke profitiert vom Medienecho über Sahra Wagenknechts neue Sammlungsbewegung „Aufstehen““. Mehr als die Hälfte aller Bundesbürger (52 Prozent) halten das Ausmaß des Rechtsextremismus'in Deutschland und die Gefahr rechtsextremer Gewalttaten für das wichtigste Thema – weitaus wichtiger als die Themen Zuwanderung, Rente und der amerikanische Präsident Donald Trump (jeweils 9 Prozent).

          Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der AfD-Anhänger ist mit dem im Grundgesetz verankerten demokratischen System nicht zufrieden; von den übrigen Wahlberechtigten sind es nur 20 Prozent. Dass die Deutschen „um ihr Land kämpfen müssen“, weil Flüchtlinge Unruhe und Gewalt hereintragen, meinen 59 Prozent der AfD-Anhänger, aber nur 8 Prozent der Wahlberechtigten ohne AfD-Präferenz.

          Umfrage

          , Umfrage von:
          Quelle: wahlrecht.de Alle Ergebnisse aus Bund und Ländern

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