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Tödliche Sportwaffen Karlsruhe weist Klagen auf strengeres Waffenrecht ab

 ·  Eltern von Opfern des Amoklaufs in Winnenden geht die Verschärfung des Waffenrechts nicht weit genug, sie legten Verfassungsbeschwerde ein. Das Bundesverfassungsgericht hat diese am Freitag jedoch abgewiesen.

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Klaus Letis

Wo setzt man die Grenzen?

Ich denke, wir haben in Deutschland ein gutes Waffenrecht.

Die Gesetze müssen nur konsequent durchgesetzt werden.
Und die Gerichte müssen ihren Ermessensspielraum ausschöpfen.
Wenn Sportschützen oder Jäger ihre Waffen nicht vor dem Zugriff anderer (auch der eigenen Familie) sichern und es zu schweren Unfällen kommt, müssen hier drastische und abschreckende Strafen her.

Waffen haben durch die sportliche Betätigung eine andere Bedeutung bekommen.
Will man die Sportwaffen abschaffen, müsste man als nächstes das Armbrustschießen, das Bogenschießen und nicht zuletzt das Speerwerfen abschaffen.

Bei Sturmgewehren hört der Spaß sicher auf.

Aber schon Ordonanzgewehre und Großkaliberhandfeuerwaffen haben im sportlichen Wettkampf so spezifisch andere Eigenschaften,
dass man daraus einen eigenen Wettbewerb gemacht hat.

Genauso könnte man Kugelstoßen erlauben und Hammerwerfen verbieten.
Was absurd wäre.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.02.2013 23:08 Uhr
Volker Zell
Volker Zell (vauzet2) - 18.02.2013 23:08 Uhr

Und nochmals zur Erinnerung:

Die vielgeschmähten Jäger und Sportschützen besitzen mit registrierten 5,5 Mill. Schußwaffen ca. 20 bis 30 % der in Deutschland vorhandenen Schußwaffen und sind damit der kleinste Teil der Waffenbesitzer. Die restlichen geschätzten 15 bis 20 Mill. Waffen sind illegal besessen, nicht registriert und garantiert nicht in einem der gesetzlich vorgeschriebenen Waffenschränke aufbewahrt. Wieso wird diese Tatsache nicht zur Kenntnis genommen? Ständig wird nur auf den Sportschützen, die zum allermeisten Teil den gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen, herumgehackt. Von Straftaten im Zusammenhang mit Schußwaffen werden ca. 97 % mit diesen illegalen Waffen durchgeführt. Seltsamerweise hört oder liest man hiervon kaum etwas in den Medien. Sobald aber etwas geschieht, wo man irgendeinen Zusammenhang mit Sportschützen herstellen kann, wird hierüber zum Teil Wochenlang berichtet. Wird hier etwas bewußt manipuliert, um ständig neue Verbote zu rechtfertigen?

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Paul Burger

Illegale Waffen

"Was viele vergessen ist, jede illegale Waffe war mal eine legal produzierte Waffe. "
Ach was, und wo sollen dann die geschätzten 20 Millionen Waffen alle herkommen?
Von den Polizisten die ihre Waffe mal irgendwo aufm Klo liegen lassen? (Diese Fälle gibt es tatsächlich, aber das sind keine 20 000 000) Oder bei der Bundeswehr gestohlen.

Die meisten werden aus dem Ausland eingeschleppt, wobei mit über 25% die Türkei als "Hauptlieferant" gilt (Quelle: BKA, Bundeslagebild Waffenkriminalität) Auch wurden nach Abzug der Russen viele Waffen (auch Kriegswaffen) für kleines Geld (Makarov-Pistolen für ca 300EUR) unter der Hand verscherbelt.
Die Frage, ob diese Waffen irgendwo auf der Welt mal "legal" produziert worden sind ist ja wohl obsolet. In Deutschland nicht registrierte Waffen sind grundsätzlich illegal, egal aus welchem Land sie eingeschmuggelt wurden, und egal ob sie bei manchen Bevölkerungsgruppen als "Kulturgut" gelten und deshalb von "den Grünen" als nichtexistent angesehen werden

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Rolf Tingler

Das war klar

das diese Klage abgewiesen wird. Sie war völlig falsch formuliert. Nicht Sportwaffen sind Mordwaffen sondern Waffen allgemein. Das Waffenrecht ist bei Sportschützen fast ausreichend, aber nicht bei Jägern. Diese dürfen neuerdings wieder die Waffen offen und zugriffbereit in Fahrzeugen transportieren. Eine regelmäßige psychologische Überprüfung gibt es nicht. Und machen sie den Jagdschein nach dem 25 Lebensjahr wird überhaupt nicht psychologisch geprüft.
Das ist nach dem Waffenrecht eine eklatante Ungleichbehandlung, und damit hätte man das Waffenrecht generell auf den Prüfstand stellen können. Das die Waffenbesitzer eine größere Lobby haben glaube ich nicht, nur fragt man den Rest der Bevölkerung erst garnicht. Gäbe es einen Volksentscheid wäre das Problem schnell gelöst. Was viele vergessen ist, jede illegale Waffe war mal eine legal produzierte Waffe. Darum ist es unsinnig von illegalen Waffen zu reden. Breivik macht z.B. den Jagdschein um an Waffen zu kommen.

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gisbert heimes

Das grundsätzliche Problem privater Schußwaffen

besteht nicht in den vielen Detailfragen, die sich bei einem generellen Waffenverbot für Private ergeben (Jäger, Schützen, illegale Waffen usw.).

In einer Zivilgesellschaft ist privater Waffenbesitz nur unter strengen Auflagen (doppelter Zentralverschluß, Protokollierung) hinnehmbar. Es ist unter psychologischen Gesichtspunkten unerträglich, wenn ein Teil der Bevölkerung de facto jederzeit über Schußwaffen verfügen kann.

Bittel mal googeln 'Nachbar' und 'Schußwaffe'. Sie werden Erstaunliches finden. Unter anderem die Website der 'Fördervereinigung Legaler Waffenbesitz e. V.' mit der hübschen Kampagne „Hallo Nachbar, ich bin Waffenbesitzer!“

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2013 14:27 Uhr
Henning Kratochwill

@Gisbert Heimes

Das grundsätzlich Problem privater Schusswafen ist, das Leute wie sie Jäger, Sammler und Sportschützen mit illegalen Waffenbesitzern in einen Topf werfen wollen, und sich dann darüber aufregen, wenn sich Jäger, Sammler und Sportschützen degen wehren mit Kriminellen auf eine Stufe gestellt zu werden.
Für wen ist es unter psychologischen Gesichtspunkten unerträglich. Für die, die Angst vor Waffen haben? Dann sollte sich diejenigen Fragen ob nicht sie selbst das Problem sind und nicht einfach ihre Angst auf andere projizieren sollten. Es steht im Übrigen jedem frei, ob er sich eine legale Waffe zulegen möchte oder nicht und zur Erlangung der Selben, die Hürden die der Gestzgeber vorgegeben hat zu überwinden.

Hier noch ein gelungener Kommentar aus der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/politik/waffenrecht-enge-grenzen-12081892.html

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Marcel von Olnhausen

Meine sicht.

Da sich die breite Bevölkerung in Sachen Waffenrecht nur über Medien informieren, deren Qualität in dieser Hinsicht leider mehr miserabel ist als alles andere ist, empfehle ich Ihnen den Bericht von Frau Katja Triebel "Können Waffenverbote und Waffenkontrollen Gewalt verhindern?“ oder auch das Waffengesetz direkt.

Um Amokläufe zu beschränken sollte man eher das Ganze an der Wurzel angehen.
Wie kann es sein, dass ein Mensch “wahllos“ töten will? Was muss man jemanden antun, dass er zu so etwas bereit ist?
Wo sich alle einig sind ist, dass Amokläufer nicht geboren werden sondern gemacht werden. Nur wer macht sie?
Ich persönlich habe meine Meinung dazu, aber das wäre für den Staat Arbeit und solange Beruhigungspillen (Verbote) so gut wirken wird sich auch daran nichts ändern. Und wenn die Waffe dann Illegal (mittlerweile sehr leicht zu bekommen) wie in Hilden, Karlsruhe, Dachau, Berlin Neukölln (die Bäckerei) usw. war interessiert es überhaupt niemanden.

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Antworten (7) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.02.2013 15:34 Uhr
Henning Kratochwill

@Till Diesing

Das fälschen von Papieren in dem Fall die WBK, macht also den anschließenden kauf legal? Eine gewagte Auslegung des Gesetzes. Legen sie sich in Ihrem Dasein, die gesetze auch so zurechtß Dann wundern mich Ihre Kommentare nicht mehr.

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Marcel von Olnhausen

Ein Waffenrecht, welches diese Taten erst ermöglich HAT.

Das Waffengesetz hat sich nach jedem Amoklauf sehr schnell verändert.

Ein 19 jähriger wie Robert S. zu seiner Zeit in Erfurt hat heute keine Möglichkeit eine GK Waffen (außer Flinten für Wurfscheibendisziplinen) legal zu erwerben. Zeitgleich wurden auch die Aufbewahrungspflichten erhöht und den Verlust der Zuverlässigkeit ausgeweitet.

Ein Tim K. (17) nimmt die Waffe seines Vaters, der sie nicht ordnungsgemäß Aufbewahrt hat. Die Folge hierfür war eine teilweise Aussetzung von Art. 13 GG um behördliche Kontrollen der Aufbewahrung ohne Verdacht zu ermöglichen. Falls der Zugang verweigert wird entfällt die Zuverlässigkeit. Und wie im letzten Kommentar weine ich keinem hinterher der es nicht gebacken bekommt dieser Pflicht nachzukommen.

Das mit den illegalen ist plausibel, da Amokläufe geplante Taten sind, gibt es einen Moment der Planung und somit auch der Frage wie kommt man an eine. Und stellen Sie sich vor es gibt keine legalen mehr, wo kommt sie dann her? Vorgemacht haben es viele.

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Henning Kratochwill

@Till Diesing

Noch einmal, auch wenn es Ihnen anscheind schwer fällt den Sachverhalt zu verstehen, die Waffen waren eben nicht legal beschafft.

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Marcel von Olnhausen

Nachtrag

Verzeihen Sie Herr Diesing, habe ihren Namen falsch geschrieben ;)

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Marcel von Olnhausen

Herr Diesling

Wie in meinem Beitrag angegeben empfehle ich Ihnen diese zwei Texte zu lesen.
Der erste ist leider etwas anderes als diese "Es wurde im Waffenrecht nichts getan"-Reportagen und um das andere wird hier diskutiert.

Das Waffenrecht in seiner heutigen Form halte ich in Bezug auf Altersbeschränkungen und Kontrollen der Aufbewahrung akzeptabel und ich weine auch keinen einzigen hinterher der dagegen verstößt und somit seine Erlaubnis verliert. Und sagen Sie mir doch bitte was sie dann noch gegen die Illegalen machen wollen? Dies ist ja auch eine Bezugsquelle und in Deutschland sind mittlerweile solche einfacher, schneller und sogar billiger als der legale Weg.

Und da die Bekämpfung der Ursache so Weltfremd ist, darf ich Ihnen und allen anderen Menschen auf der Welt heute hier und jetzt das Heilmittel gegen Hautkrebs vorstellen: Make-up.

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Weitere Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Florian Jäger
Florian Jäger (DaJaga) - 16.02.2013 20:14 Uhr

Güklicherweise...

...haben SIE nichts zu melden, Herr Diesing, denn die Präpotenz mit der Sie glauben, darüber befinden zu können, wer worauf zu verzichten hat, geht mit einer immensen Denkfaulheit einher und leider sind die denkfaulsten Menschen oft jene, die ihre Ansichten am vehementesten vertreten. Wählen Sie die Grünen?

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Henning Kratochwill

@Till Diesing

Oha, jetzt begeben Sie sich aber auf sehr dünnes Eis, vor allem was die Herkunft der Tatmittel in Erfurt betrifft. Da wurde mit hoher krimineller Energie sich der Zugagng zu den Waffen durch gefälschte Voreinträge in der WBK verschafft und selbst auf Nachfrage des Verkäufers beim zuständigen Amt, eine falsche Auskunft vom Amt erteilt.
Man sollte sich vorher über Sachverhalte informieren, bevor man Lügen unter das Volk verbreitet. Das könnte sonst einen ungewollten Bumerang geben.
Blamieret und für eine Diskussion disqualifiziert haben Sie sich damit hier allemal.

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Uwe Bardo
Uwe Bardo (uwebardo) - 15.02.2013 22:24 Uhr

Die Vernunft hat gesiegt

Breivik hat aus Kunstdünger eine Bombe gebaut. Sollen Landwirte nun Kunstdünger zur Ausbringung aus verschlossenen Depots abholen. Was ist wenn morgen ein Polizist durchdreht
und sein Waffe mißbraucht. Waffenverbot für die Polizei? Was machen wir gegen Geisterfahrer mit Suizidabsichten - Autoverbot? Messerstecher im U-Bahntunnel etc. ??? Wozu brauchen wir Sport bei dem Skifahrer Gewehre auf dem Rücken tragen?

Liebe Leute denkt doch mal nach. Nach jedem schlimmen Ereignis muss in Deutschland erstmal mit medialer Unterstützung ein Fass aufgemacht werden. Blinder Aktionismus zählt dabei offenbar mehr als akribische Ursachenforschung.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2013 14:14 Uhr
Henning Kratochwill

@Wolfgang Schulz

Tja auch wenn Sie es nicht verstehen können, das BVG hat in Begründung der Nichtannahme der Beschwerde eindeutig gezeigt was es von der Beschwerde gehalten hat, und das es das bereits vorhandene gesetz für ausreichend hält.Ihre Wertung des Waffengesetzes in der Bezeichnung "unsäglich" stellt das BVG auf die gleiche Stufe auf der sie Roman Grafe auch sieht.Und was ist daran schlecht wenn man sein Eigentum vor Wegnahme durch Verbrecher schützen will? Oder stehen sie auf der Seite, die damit ein Problem hat auf nicht Besitzer zu treffen die nicht gerne ihr Eigentum wegnehmen lassen wollen?In einem haben Sie aber Recht, Waffen sind keine Spielzeuge. Waffen sind nach Aussage eines ehmaligen hohen Bedienstesten des Inneministeruims: "Mittel, die dazu da Gesetze gegen das Voök durchzusetzen". Dieser Passus sollte sogar einmal ins Waffengesetz Einzug finden wurde aber gestrichen. Da bekommt die Aussage:" Nur der Staat dürfe Waffen besitzen" eine ganz eigene Bedeutung.

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Bandas Naike

@Bardo

Da haben sie vollkommen Recht.
Dabei müssen wir aber noch nicht mal so weit gehen, wie sie es beschrieben haben (siehe z.B. Pferdefleisch).
Insgesamt scheint das ein gesamtgesellschaftliches Phänomen zu sein: Es passiert etwas schlimmes oder einer betrügt und wird dabei erwischt usw., und schon bricht die Panik aus und es werden noch mehr Forderungen nach noch mehr Kontrolle/Überwachung/Verbote usw. laut (oftmals auch durch die Medien gepuscht), um ein tatsächliches oder vermeintliches Risiko zu minimieren. Am Ende steht dann eine durch Kontrolle/ÜBerwachung/Verbote seitens des Staates hergestellte Konformität der Menschen.
Nur leider gibt es kein risikofreies Leben.

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Stefan Kugl
Stefan Kugl (Kugll) - 15.02.2013 21:59 Uhr

Mal den Artikel lesen

Die Frage, ob und wie weit welche Waffen von wem besessen oder benutzt werden, stand doch gar nicht an. Das Urteil stellte nur fest , dass der Gesetzgeber keine eklatanten Fehler begangne hat. Der Ball liegt damit da, wo er - meiner Meinung nach - auch hingehört: Beim Gesetzgeber.
Und der tut sich mit einer Verschärfung der Waffengesetze schwer. Es gibt eben weit mehr Schützen und Jäger als organisierte Gegner. Und aus etwas komplizierteren aber einleuchtenden Gründen doktern Politiker nur ungern am Vereins- und Versammlungsrecht herum - insbesondere bei den Schützenvereinen.

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Laurent Weber
Laurent Weber (S3LW) - 15.02.2013 21:15 Uhr

Aufgabe des Bundesverfassungsgerichts missverstanden?

Nur eine Anmerkung am Rande für alle, die das Bundesverfassungsgericht für dieses Urteil kritisieren oder anprangern wollen (an der längst in einen Beleidigungswettbewerb ausgearteten Diskussion werde ich mich sicher nicht beteiligen):

Die Aufgabe der Richter lag darin, festzustellen, ob das derzeitige Waffenrecht mit dem Grundgesetz vereinbar ist – nicht mehr, nicht weniger. Darüber hinaus bezogen die Kläger sich auf Art. 2, Abs. 2, der sehr vage gehalten ist und viel Interpretationsspielraum offen lässt. ("Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit") Das Urteil des Gerichts ist – ja, natürlich "nur" in meinen Augen – gut begründet und besagt nur, dass die Schutzpflicht nicht grob vernachlässigt wird.

Damit ist jedoch nicht gemeint, dass das Waffenrecht nicht verschärft werden sollte, darf oder könnte. Nur die Beurteilung dessen ist eben nicht Aufgabe des Bundesverfassungsgerichts. Kommentare wie "Karlsruhe spinnt" sind daher meiner Ansicht nach unangebracht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2013 10:33 Uhr
gisbert heimes

Ok, 'Karlsruhe spinnt' ist formal nicht richtig

Das Problem ist die Signalwirkung, die von dem Urteil nunmal ausgeht. Das gilt übrigens auch in anderen Fällen. Zwischen Verfassungsrecht, Verfassungsgerichtsbarkeit und Verfassungswirklichkeit klaffen manchmal Welten. Siehe auch die Forenmeinung ('Volkes Stimme') zum ESM.

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gisbert heimes

Karlsruhe spinnt

Schußwaffen gehören nicht in Privathand, und soweit es sich um Jäger und Sportschützen handelt, gehören deren Waffen bzw. 'Sportgeräte' unter doppelten Zentralverschluß mit Protokoll. Alles andere ist dummes Geschwätz.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.02.2013 23:28 Uhr
Volker Zell
Volker Zell (vauzet2) - 18.02.2013 23:28 Uhr

2 x falsch

Bei dieser Bevölkerung, die so obrigkeitshörig ist, dass sie sich auf Befehl von oben sogar selbst verbieten würde, kann man sicherlich nicht erwarten, dass sie jemals eine Regierung gewaltsam absetzen würde oder wird (wenn Sie schon auf das Naziregime anspielen). Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass vom so vielgepriesenen Gewaltmonopol für den Staat bzw. Waffen nur im Staatsbesitz in den letzten 100 Jahren in Deutschland mehr Elend hervorgegangen ist als von allen Waffen in privater Hand. Oder kennen Sie einen Schützenverein der einen anderen Verein mit Waffengewalt bekämpft hat? Zum zweiten: Wenn es in Deutschland ein sinnvolles und liberales Waffenrecht geben würde, hätten wir vielleicht in paar Millionen Waffen mehr in Privtatbesitz, aber diese Waffen wären dann vermutlich zum größten Teil legalisiert und registriert und die Waffenbesitzer "amtsbekannt" und nicht so wie heute, wo von geschätzten 20 Mill. Schußwaffen lediglich 5, 5 Mill. registriert sind.

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gisbert heimes

@ Volker Zell, ja klar hätten die Deutschen

ihr verhaßtes Drittes Reich verhindert, wenn sie privat über genügend Schußwaffen verfügt hätten. Ist doch wahr.

Und wenn es 20 Millionen illegale Schußwaffen gibt, bleibt ja wohl nichts anderes übrig, als legal gleichzuziehen. Mindestens.

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Sofie Weiss

Ja und nein.

Karlsruhe spinnt nicht, weil das BVG nur zu entscheiden hatte, ob das geltende Waffenrecht gegen die Verfassung verstößt. Trotz wäre es sehr vernünftig, all den Spielkälbern ihre gefährlichen Spielzeuge wegzunehmen. Auch Privatjägerei sollte abgeschafft werden. All das Gerede von "Jäger sind Heger" ist heuchlerisch, das kapiert jeder, der verstanden hat, was "WaidmannsLUST" bedeutet. Nun gehen Sie mal schön an die Decke, meine Herren Waidmänner!

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Volker Zell
Volker Zell (vauzet2) - 15.02.2013 23:31 Uhr

Die 5 Mill. Waffen von Jägern und Sportschützen

gehören also doppelt verschlossen usw... Was machen Sie dann mit den restlichen 20 Millionen Waffen in Privathand, die gar nicht gemeldet sind? Die interessieren wohl überhaupt nicht? Wie realitätsfremd ist eigentlich die "Anti-Waffen-Lobby"?? Sollen diese ganzen Kleinkriminellen ihre illegalen Schußwaffen auch bei der Polizei oder in einem Schützenhaus zur Aufbewahrung deponieren, weil sie zu Hause keinen Waffenschrank haben? Oder wie stellen sich die Leute, die immer so großartige Vorschläge zur zentralen Aufbewahrung machen, dies überhaupt vor? Übrigens, wenn in den letzten 100 Jahren in Deutschland Schußwaffen nur in Privathand und nicht in staatlichem Besitz von Polizei und Militär gewesen wäre, wären uns Millionen an getöteten Menschen und unermäßliches Leid erspart geblieben.

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Lieschen Müller

Versteht das Einer?

Ich verstehe überhaupt nicht, warum irgendein deutscher Bürger eine Waffe zuhause haben sollte. Wir leben ja in einem relativ dicht besiedelten Gebiet und wilde Tiere gibt es auch nur begrenzt. Waffen gehören meiner Meinung nach ausschliesslich in die Hände von Professionellen, d.h. Polizisten, Jäger etc. Schützenverein müsste es in meinen Augen auch nicht geben, und wenn wirklich, dann sollten die Waffen dort, unter Verschluss, aufbewahrt und ausschliesslich dort und auf Wettkämfpen benutzt werden. Zuhause darf man ja doch nicht üben, also wozu die Waffe zuhause? Gelegenheit schafft Diebe. In der heutigen, egoistischen Gesellschaft, die vor gar nichts mehr Respekt haben, sich und ihre Arbeit nicht geschätzt fühlen und für Geld über Laichen gehen, muss man strengere Regeln aufstellen, zum Schutz der Allgemeinheit.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2013 15:20 Uhr
Florian Jäger
Florian Jäger (DaJaga) - 16.02.2013 15:20 Uhr

Gründe?

Wieviele Gründe gibt es, blaue Hosen zu besitzen? Fahrräder oder Skistöcke?
Es gibt genau so viele Gründe, blaue Hosen zu besitzen, wie es Menschen gibt, die blaue Hosen besitzen wollen! Ebenso ist es mit dem Besitz von Schusswaffen. Der Grundgedanke eines freiheitlichen Systems besteht darin, dass der Mensch erstmal ALLES darf was er sich wünscht. Stellt man dann fest, dass Menschen sich Dinge wünschen, die anderen schaden, beginnt der Prozess der gesetzlichen Einschränkung der Freiheit, ALLES zu dürfen. Ihre Denkweise liest sich so, als wäre grundsätzlich ALLES VERBOTEN und wer eine Ausnahme von diesem Allesverbot wünsche, müsse das gefälligst gut begründen. In solch einer Welt möchte ich nicht einmal gedanklich leben.
Mit Ihrer Einschätzung meiner Person liegen Sie erwartungsgemäß daneben. Weder bin ich Jäger noch Schusswaffenbesitzer, ich beschränke mich aber in meinem Denken nicht darauf, nur meine eigenen Interessen zu verargumentieren. Es geht um die Freiheit des Individuums.

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Bandas Naike

@Frau Müller

"... und für Geld über Laichen gehen..." *rofl*

Der war gut. War das ein absichtlicher Verschreiber?

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Sofie Weiss

Nomen est Omen, Herr Jäger!

Aber es gibt GAR KEINEN Grund, warum ein Bürger eine Schusswaffe besitzten sollte!

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Sofie Weiss

Ihr letzter Satz, Herr Franklin,

disqualifiziert Sie völlig als ernstzunehmenden Diskussionspartner. Wenn Ihnen der Dschungel lieber ist als ein demokratisch verfasster Staat, dann begeben Sie sich bitte dorthin - mit wieviel Waffen Sie wollen!

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Florian Jäger
Florian Jäger (DaJaga) - 15.02.2013 20:24 Uhr

Keine Ahnung aber viel Meinung.

Liebe Frau Müller, Sportwaffen sind hochpräzise Geräte, die man nicht nur aus dem Schrank nimmt, ein bissl rumballert und dann wieder nachhause fährt. Eine Sportwaffe muss gewartet und gepflegt werden. Es gibt keinen Grund, warum ein gesetzestreuer Bürger seine Waffe nicht zuhause aufbewahren und warten sollte, außer dem generellen Einschränkungswahn paranoider Freiheitsfeinde. Besitzer legaler Waffen müssen Waffensachkunde nachweisen, regelmäiges Training im Umgang mit der Waffe nachweisen und natürlich ein einwandfreies Führungszeugnis vorweisen. Neben Schusswaffen gibt es viele gefährliche Sportgeräte, sei es im Pferdesport, im Motorsport, und, und, und... Menschen, die lernen, mit solch "gefährlichen" Sportgeräten umzugehen, lernen, umsichtig, besonnen und verantwortlich damit umzugehen. Solche Menschen stellen für ihre Mitmenschen im Regelfall weitaus weniger eine Gefahr dar, als fanatisierte Verbotsfetischisten.

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Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 15.02.2013 18:33 Uhr

Herr Kratochwill, Notwendigkeit fuer aktiven und passiven Schutz wie in RSA kommt auch in Europa

- fuer Alle, die Etwas zu verlieren haben, ob nun weiss oder nicht, dassind 90 %. In Italien bauen wir gehobene Wohnanlagen seit Jahren im comprensorio, geschuetzt durch Zaeune, automatische Schliessanlagen und z.T. private Wachdienste. Im reichen Nordosten organisieren sich die Einwohner in privaten ronde, die nachts fuer Sicherheit sorgen. Vom Staat sind wir verlassen; in 2011 ist die italienische Linke Sturm gegen die Ausweisung eines rumaenischen Verbrechers gelaufen: der war auf Grundlage eines internationalen Haftbefehles festgenommen worden, weil er als 17-jaehriger in Romania fuer den Diebstahl einer Kuh zu 10 Jahren Haft verurteilt worden war (!) - und geflohen war. In Italien fordert (und bekommt) die Linke gemeinsam mit dem Vatikan alle 2 oder 3 Jahre Amnestien, weil unssere Kerker ueberfuellt seien, das sei menschenunwuerdig; wir werden dadurch zum straffreien Raum und die Kulturgenossen in Romania & Co entsorgen ihre Kriminellen durch Verfolgungsdruck zu uns.

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Tobias Steiner

Großkalibrige Spotwaffen?

Als Jäger und ehemaliger Sportschütze hat mir einmal ein BKA-Beamter die Augen geöffnet: Nehmen wir das Beispiel der Patrone 9mmx19. Diese Munition wurde von Georg Luger vor über 100 Jahren nur zu einem Zweck erfunden: Um Menschen zu töten. Aus meiner Zeit als Sportschütze kann ich sagen, dass ein solches Kaliber keinen ernsthaften sportlichen Nutzen hat. Den "IPSC Schützen", wie sie sich nennen, kommt es nicht auf die saubere Technik sondern nur auf den Kick an.
Warum müssen wir immer in Extremen denken. Ein Verbot lediglich der großkalibrigen Handfeuerwaffen für Sportschützen würde doch vorerst reichen. Selbstverständlich in auch das Kleinkaliber .22 tödlich. Doch haben die meisten dieser Waffen nicht nur kleinere Magazine, die innenbalistische Wirkung ist bei Weitem nicht so verheerend. Ich meine viele, wenn nicht sogar die meisten Opfer würden so keine tödlichen Verletzungen davontragen.

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Antworten (8) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2013 11:53 Uhr
Tobias Steiner

@ Henning Kratochwill

Wenn sich hier irgendjemand durch seine eigene Unkenntnis blamiert, dann sind das Sie, bzw. Herr Luecke. Wer sagt Ihnen eigentlich, dass ich ehemaliger Waffenbesitzer und Waffengegner bin? Beides ist nicht zutreffend. Ich nehme nur für mich in Anspruch, rational über die Sache nachzudenken. Meine Meinung ist jedenfalls die, dass großkalibrige Feuerwaffen nur einem sehr eingeschränkten Publikum zur Verfügung stehen sollten. Nennen Sie mir nur ein stichhaltiges Argument, weshalb es Sportschützen gestattet sein sollte, derartige Waffen zu besitzen. Stattdessen führen wir hier Scheindiskussionen über Deformationsgeschosse. Das ist einfach lächerlich und zeigt, dass Sie ob Ihrer ideologischen Verblendung von der eigenlichen Diskussion ablenken wollen.

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K. Peter Luecke

@T Steiner: Bitte nicht "dumm" stellen! Die Unterscheidung "Jäger"/"Sportschütze" ist willkürlich

Auch Jäger sind "Sportschützen", sie haben den Trainings-Parcours der Sportschützen zu durchlaufen, um das "Grüne Abitur" zu erwerben. Großkalibriges Schießen erfolgt nicht wegen des von Ihnen unterstellten "Kicks". Vielmehr gibt es da ganz andere ballistische/ reichweitenbedingte sportliche Herausforderungen. Aber die allermeisten Sportschützen schießen sowieso nur kleinkalibrig. Warum Sie ausgerechnet die kleine Gruppe der großkalibrig Schießenden als Risikogruppe einstufen wollen, bleibt Ihr Geheimnis (der Vater des Winnenden-Amokläufers war übrigens "Jäger").Weiterhin: Ihr "harmloser" Hinweis, dass sich "Polizeigeschosse ... lediglich(!) ... nach dem Auftreffen vergrößern", ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Diese Deformationsgeschoss verursachen armdicke Ausschüsse oder verändern meist sogar ihre Richtung im getroffenen Körper! Übelst! Sich da als BKA über "Parabellum"-Hartkerngeschosse moralisch zu ereifern. wäre nicht nur dumm, sondern ist vor allem unglaubwürdig.

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Sofie Weiss

Doch, Herr Thielen,

der "Spaß" der "Sportschützen" ist einer, der keinen Respekt verdient, und sehr wohl verdorben werden darf. Diese Leute sollen gefälligst mit Pfeil und Bogen, mit Luftgewehren oder Dartpfeilen spielen - das alles íst ungeeignet, für Amokläufe verwendet zu werden.

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Henning Kratochwill

@Tobias Steiner

Wieder ein Waffengegner der sich als ehemaliger Waffenbesitzer versucht. Wenn Sie mit dem Kenntnisstand den sie hier in Ballistik vorweisen in die Waffensachkundeprüfung in einem Jägerkurs gegangen wären, hätten Sie die Prüfung nie geschafft. Schlechter Versuch Waffenbesitzer als angeblicher ehemaliger zu diskreditieren. Sie haben sich damit nur maßlos blamiert sonst nichts.

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Henning Kratochwill

@ Harald Thelen

Die einzigsten von denen nicht übrigbleibt sind Waffenverängstigte wie Sie, wenn ihnen ihre Angst genommen wird. Denn nur durch ihre Angst definieren sich 99% aller Waffengegner. Deshalb wird auch jedwede fachliche Anleitung sich mit dem Thema Waffen vernünftig auseinader zu setzen und aus Fakten zu lernen, kategorisch abgelehnt. Das könnte ja das eigen Weltbild in wanken bringen und einen zwingen sich mit Tatsachen auseinander zu setzen.
Wie üblich mit Waffengegner kann man nicht diskutieren, denn Angst war schon immer der schlechtetste Ratgeber.

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Tobias Steiner

@K. Peter Luecke: Unsinn

Sie entnehmen meinem Beitrag, dass ich mit kleinkalibrigen Waffen auf Tiere schießen will? Das ist absurd. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Genauso "dumm" ist es, zu behaupten, unsere Polizei verwende "Dum-Dum-Geschosse". Die von der Polizei verwendeten Geschosse haben absolut keine Gemeinsamkeiten mit den Teilmantelgeschossen, die wir bei der Jagd verwenden. Die Polizeigeschosse vergrößern nach dem Auftreffen lediglich ihren Durchmesser, um mehr Energie in den Körper abzugeben. Dabei bleibt das Geschoss aber vollkommen erhalten. Setzen, 6.

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K. Peter Luecke

@T Steiner: "Als Jäger" - nehmen wir das mal so an - sollten Sie eigentlich wissen, dass ...

... Sie etwa bei der Nachsuche auf der Sauenjagd ein großes Kaliber benötigen. Sonst besteht Lebensgefahr, wenn sie etwa auf einen angeschossenen Keiler treffen - und mit kleinkalibrigen Waffen auf diese Tiere zu schießen, wäre darüber hinaus auch bloße wirkungslose Tierquälerei. Und Ihre angeblich vom BKA kolportierte Story mit dem Herrn Luger kommt mir schon deshalb komisch vor, weil Luger zwar die 9mm Parabellum (d.h. "für den Krieg") erfunden hat, aber das ist ein nicht deformatives Hartgeschoss. Dass sich die Polizei über ein solches Geschoss ereifert, ist schon deshalb unglaubwürdig, weil die Polizei bekanntermaßen mit großkalibrigen Dum-Dum-Geschossen ausgerüstet ist, die sich - anders als Luger Parabellum - im getroffenen Körper zerlegen und riesige Wunden reißen - weil der Polizei die "Parabellum" nicht genügend Mannstoppwirkung verspricht ... Aber das ist Ihnen "als Jäger" vermutlich unbekannt !?

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Harald Thelen
Harald Thelen (LTI2.0) - 15.02.2013 18:57 Uhr

Das, was Sie hier vorbringen,

wird wohl jeder Waffengegner uneingeschränkt unterstützen wollen. Die Waffengegner wollen nämlich den Sportschützen nicht ihren Spaß verderben, sondern wollen eine Zivilgesellschaft ohne großkalibrige "Kurz-" und "Langwaffen" (habe ich mich fachkundig genug ausgedrückt?), und keine Leute, von denen, nimmt man ihnen ihre Kanone ab, nichts mehr übrig bleibt.

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Closed via SSO

Ein gutes Urteil für rechtschaffende Bürger und Waffenbesitzer...

Nachdem Remmel, der Grüne aus NRW, unterstützt oder besser gesagt inspiriert von Nabu und BUND, abstruse Vorstellungen von einer Jagdrechtsnovelle geäußert hatte (aber niemand beabsichtigt, die Jagd abzuschaffen....), kam und kommt jetzt noch der Obergrüne Ö. und verlangt ein totales Waffenverbot in Privathaushalten, was zu 99 % die Jäger träfe, die Illegalen zu 0 %!
Zentrale Lagerung und Registrierung wie in der DDR mit der entsprechenden restriktiven Bürokratie. Bis man da an seine Waffe kommt, ist die Saison vorbei.
Selbst hat man natürlich wie Özdemir Personenschutz oder wie Claudia Fatima eine Distanzwaffe im Designertäschchen, (was sie nur bestreiten kann, weil der kontrollierende Polizist das nicht öffentlich wiederholen darf).
Ich möchte nicht als Zyniker gelten, aber war das Attentat möglicherweise ein kleines 9/11, also ein Inside Job?

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Roland Müller

Sportwaffen

spielen bei Amokläufen überhaupt keine Rolle. Typische Mordwaffen bei Amokläufen sind großkalibrige Pistolen und Revolver, Pumpguns und hauptsächlich in den USA Schnellfeuergewehre. Das sind aber keine Sportwaffen. Wenn die Herrschaften gefordert hätten, den Waffenbesitz der Sportschützen auf wirkliche Sportwaffen zu beschränken, hätte ich Verständnis für ihr Anliegen. Das Problem besteht eher darin, das die Erlaubnis nicht auf Sportwaffen begrenzt ist, sondern das sich die Sportschützen nach eigenem Gusto mit großkalibrigen Handfeuerwaffen, die nichts mit ihrem Sport zu haben, eindecken dürfen.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2013 10:38 Uhr
Roland Müller

Herr Kemper,

fühlen Sie sich besser, wenn Sie statt mit einer Kleinkaliberpistole mit einem richtigen Dampfhammer auf Scheiben ballern? Ich habe immer gedacht, das erfolgreiches Sportschießen etwas mit Geschick und Nervenstärke zu tun hat. Braucht man wirklich ein richtiges Mordinstrument um diese Eigenschaften unter Beweis zu stellen, oder geht es da nur um persönliche Befindlichkeiten?

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Marcel von Olnhausen

nach eigenem Gusto

Im Waffengesetz steht etwas anderes.

Oder was ist Ihrer Meinung nach eine "Sportwaffe"?

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Henning Kratochwill

@Roland Müller

Als Sportschütze kann ich Ihnen versichern, die Großkaliberwaffen, die ich besitze sind alle zum sportlichen Schießen zugelassen und finden auch nur darin verwendung. Bevor man solch einen Blödsinn von sich gibt, sollte man sicherst einmal informieren iund nicht irgentwelches geschreibsel von Waffengegnern nachplappern.
Als Sportschütze darf ich im Übrigen nur Waffen erwerben, die zum sportlichen Schießen zugelassen sind. Ein Blick ins vorhandene Waffengesetz hätte geholfen sich hier nicht zu blamieren und Sportschützen zu diffamieren. Aber leider kennt man es nicht anders von Waffengegnern.

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Jens Kemper

Sorry

Sorry, aber gerade "großkalibrige Handfeuerwaffen", wie Sie es nennen sind selbstverständlich sportlich nutzbar. Sogar schon viel länger als Luftdruckwaffen o.ä. Außerdem gibt es keinen vernünftigen Grund, hieran etwas zu ändern. Das bestätigt auch das Urteil des BVerfG, und das inst auch gut so.

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Sofie Weiss

Ja, aber.

Was hier z.T. vorgebracht wird, ist hanebüchen. Dass es viele lebensgefährliche Dinge des Alltags gibt, liegt auf der Hand, und so unsinnig es wäre, Küchenmesser zu verbieten, so irrsinnig ist es, die hier in Frage stehenden Schusswaffen weiterhin für so genannten Sport zuzulassen. Dafür ist aber das BVG nicht zuständig, und deshalb war sein Urteil juristisch richtig. Zu prüfen, ob ein schärferes Waffenrecht nicht besser wäre, das ist Aufgabe des Gesetzgebers. Meine Meinung: Echte Schusswaffen gehören ausschließlich in die Hände von Polizei, Militär und - unter denkbar schärfsten Auflagen - Jägern (Am besten, das Jagen bleibt Forstbeamten vorbehalten.). Wer Schießen als "Sport" betreiben will, soll das mit Luftdruckwaffen und Pfeil und Bogen tun. Die sind für Amakläufe ungeeignet.

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Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 15.02.2013 15:26 Uhr

der Staat hat die Pflicht, seine Buerger zu schuetzen ... alle Buerger; an dem Thema wird sich auch

D nicht vorbeimogeln koennen; Schengen hat uns allen unvorstellbare Reisekriminalitaet aus Ost/ Suedost gebracht und eine neue Qualitaet stationaerer Kriminalitaet, die hier bei uns in illegalen Barrackenlagern haust und sich jeder polizeilichen und administrativen Kontrolle entzieht; in italienischen Zeitungen lesen wir taeglich von Ueberfaelle von unbeschreiblicher Brutalitaet; ich habe den porto d'armi seit 12 Jahren und habe mir vor 3 Jahren die erste 9x21 gekauft; wenn Du unbescholten bist, Gewerbetreibender, u.U. mit einer villa in isolierter Lage, gibt Dir unsere Praefektur jetzt quasi immer den Schein, und das ist gut so. Wer nachts in mein Hause einbricht, der kann nicht darauf vertrauen, dass ich mit ihm ueber seine schwierige Kindheit diskutiere und abwarte,was er meiner Frau und meiner Familie anzutuen gedenkt. Wer aus persoenlichen Gruenden von der Reisekriminalitaet bedroht ist, der muss sich selbstverteidigen koennen, wie in den USA ...

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2013 15:21 Uhr
Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 16.02.2013 15:21 Uhr

Frau Kirsch, schicken Sie mir den Vermoegensanteil; ich habe eine Beretta 98, regulaer angemeldet

und versteuert, ich habe den porto d'armi und kann die Waffe mit mir rumtragen, ich trainiere regelmaessig beim CSN Cisterna, seit 5 oder 6 Jahren - der Lega sei dank -haben wir die Regel, dass beim Einsatz gegen Einbrecher in den eigenen 4 Waenden gegen die Verhaeltnismaessigkeit des Waffeneinsatzes nur noch Ausnahmefaellen zu pruefen ist; ich hab' da weder moralische Bedenken noch andere Restriktionen ... ich mache die trocken; daraus mache ich auch kein Geheimnis, der Grossteil der Eigentumsdelikte werden durch einen basista vorbereitet, der als Haushaltskraft o.ae. die private Situation der Opfer kennt.

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Andreas Kirsch

@ Torsten Krause

Wenn jemand bei Ihnen einbricht, der mit Ihnen nicht über seine schwierige Kindheit diskutieren möchte, dann würde ich mein halbes Vermögen darauf wetten, dass dieser Sie umlegt.

Als Gewerbetreibender unterliegen Sie einer fatalen Selbstüberschätzung, wenn Sie glauben, ohne eine jahrelange Ausbildung mit Waffen gut umgehen zu können.

Eine Waffe in Ihrer Hand ist höchstwahrscheinlich ein Spielzeug, mit dem Sie halbstarken Glatzköpfen Angst einjagen können. Sobald jemand kommt, der auf bewaffnete Einbrüche spezialisiert ist und in Ihr Haus eingedrungen ist, haben Sie mit Ihrem Spielzeug in der Hand schon verloren.

Auch wenn es makaber klingt, aber vergleichen Sie das mal mit Fußball - selbst der beste Strafstoßschütze wird ein Spiel nicht entscheiden können, weil zum Spiel viel mehr gehört als nur auf's Tor zu ballern.

Bei Ihnen ist meine Prognose eher, dass in Zukunft Ihre Kinder Ihre Waffen auf eine Weise benutzen werden, die durch das StGB repressiv geahndet wird.

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F.C. Ewald
F.C. Ewald (carlosfe) - 15.02.2013 20:13 Uhr

Waffen in D und in....

... der CH, das sagt schon alles; diese perverse Haltung zur Wehrhaftigkeit - selbst Angie hat wohl nie verstanden, daß D mal als wehrhafte Demokratie mit einer Allg. Wehrpflicht bestanden hat, im gegensatz zur CH, wo der Reservist seine Waffe (ohne Munition) mit nachhause bekam zur Pflege und Aufbewahrung und für Reserveübungen. Wer kann sich da noch wundern, daß die Bw schon länger nicht mehr ausreichend Freiwillige bekommt, da ja schon das Holzgewehr verteufelt wird. Andererseits halte ich die laxen Waffengesetze der USA und Waffenbesitz von Sturm-gewehren, MG und MP auch nicht für sinnvoll.

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Bernhard Russ

ein Messer ist gefährlicher

als jede Kurzwaffe. Da muß nichts entsichert und gespannt werden. Wer heute die Zeitung liest, kann erkennen, dass speziell bestimmte Einwanderer damit nicht außer Haus gehen und auch es rücksichtslos bis zur Todesfolge benutzen. Manchmal auch die betrogene Ehefrau. Alle legalen Waffen sind in den Händen von GEPRÜFTEN Besitzern. Das Problem sind die illegalen Waffen, die zwei bis drei Mal so zahlreich sind und ca. 96 Prozent der Straftaten ausmachen. Für diese 96 Prozent interessiert sich kein einziger Politiker! Was für ein Skandal. Bei den vier Prozent der legalen Waffen ist natürlich der Mißbrauch von Polizei und BKA usw. auch enthalten... Eine Anfrage beim BKA nach genauen Zahlen von mir wurde abschlägig beschieden.....

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K. Peter Luecke

Nur so nebenher als ergänzende Bemerkung mit lockerer Relevanz: Heute (Fr.) früh geriet ich ...

... bei der Durchsicht programmierter Videoaufnahmen zufällig auf mdr in eine Sendung mit der Köchin Sarah Wiener. Diesmal aber nicht beim Kochen, sondern beim Flintenschießen!! - und zwar ganz locker in "freier Wildbahn", d.h. nicht auf einem abgeschirmten Schießstand. Muss aber wohl im Ausland gewesen sein, denn hier in D wäre beim Schießen auf so 'ner Wiese (Autostraße im Hintergrund) schon längst die Polizei mit Tatü-Tata angerückt, zumal die Dame von schätzungsweise 70 Schuss mit der Bockflinte nur ein einziges Mal traf. Aber bitte keine Panik: es wurde nur auf Tontauben geschossen. Das Katapult dazu hatte ihr Begleiter im Auto mitgebracht.

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Alfred Vomberg

Faszinierend,

wie ein paar Amokläufer den Blick auf die tatsächliche Brutalisierung unser Gesellschaft ablenken können.
So bedauerlich auch der Einzelfall sein mag, so bedeutungslos ist er doch für die öffentliche Sicherheit.
Wer unsere Welt sicherer machen will, muss dem organisierten Verbrechen die Existenzgrundlagen entziehen.
Das bedeutet, Alternativen für die gescheiterte restriktive Drogenpolitik finden und eine gesellschaftliche Anerkennung der Prostitution.
Das nicht die Waffen an sich das Problem sind, kann man am Beispiel der Schweiz sehen.
Dort wurden die Waffen für den Kriegsfall privat gelagert, ohne dass es in der Bevölkerung zu massenhaften Mord und Totschlag gekommen ist.

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Heinrich Kanther

Richtige Entscheidung

Bei allem persönlichen Verständnis für die Psyche der Kläger sollte man bei solchen Fragestellungen immer auch die Relationen feststellen: Jedes Jahr rd. 5.000 Tote im Straßenverkehr (Autos verbieten?), Zigtausende Tote durch Nikotin und Alkohol (verbieten?), unzählige Unfälle im Haushalt (Fensterputzen verbieten?). Sind wirklich Schusswaffen das Problem in Deutschland?
Ähnliches Denken herrscht leider auch in anderen Bereichen: Bio-Lebensmittel (53 EHEC-Tote) toll, Atomkraft (0 Tote) pfui.
Vielleicht können wir uns mal auf die Themen konzentrieren, die wichtig sind. Wäre schön und billiger.
Danke an das BVG, das die letzten Freiheiten diesmal nicht auf dem Altar selbsternannter Aktivisten opfert. Ich hoffe, dies ist dem BVG auch in Zukunft wichtig.

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15.02.2013, 12:49 Uhr

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