24.02.2013 · Der Verteidigungsminister spricht in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über das Ansehen der Truppe, Liebe in der Ehe und Langeweile im Job. De Maizière kritisiert, Soldaten seien „geradezu süchtig“ nach Anerkennung.
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De Maizière müsste es doch besser wissen. Giert er nicht auch nach Anerkennung? Zu Beispiel nach der seiner Wähler?
Der eigentliche Grund für De Maiziéres Aussagen scheinen mir
die massiven Rekrutierungsprobleme der Bundeswehr zu sein.
Daß laut einer Umfrage des Bundeswehrverbands rund 70% der
befragten aktiven SoldatInnen ihrer eigenen Familie und ihren Bekannten
davon abraten, den Beruf des Soldaten zu ergreifen ist für den
Arbeitgeber Bundeswehr natürlich peinlich und keine gute Werbung.
Gerade die händeringend gesuchten "Hochqualifizierten",
die trotz Arbeitslosigkeit auch andere Berufsmöglichkeiten finden,
sind für solch einen Arbeitgeber nur schwer zu finden.
Die eigentliche Aussage lautet also "Haltet endlich die Schnauze -
Ihr vergrault mir´s Kanonenfutter !"
Doch die Mensch sind ja eigentlich nicht dumm - sie wissen, daß
sie für den Krieg rekrutiert werden sollen.
Der VerteidigungsMinister, der sich als Etappenhengst im gemütlich weichen Pferde-Leder-
Sessel zur Zeit der Hengst-Fleisch-Mixtur zurücklehnt.
Um sich - in politischer Gier nach Anerkennung - hinter seine Soldaten
zu stellen :
Um ihnen nach Heckenschützen-Manier blindgängerisch
„tollkühn“ in den Rücken zu ballern.
Statt sich vor sie zu stellen, wie es sich für einen Offizier
gehörte – wenn er zum gedienten
Offizier-Stand gehörte, worüber Unklarheit aufrechterhalten
wird.
Und sich der offenkundigen Realität zu stellen.
Dass die Weicheier-Volksmehrheit nicht voll Respekt und Empathie hinter
ihrem
Militär steht.
So wie es sonst weltweit üblich ist mit Grundbeständen von
Nationalzugehörigkeits-Gefühl.
Der VMinister auf der "Sucht" nach Kritik an seinen Soldaten
unter Realitäts-Bezugs-
Verlust, dass vor ihren Soldaten die Mitbürger Ausflüchte
aller Arten suchen, um diesen
möglichst im Unverständnis aus dem Weg zu gehen.
Mit den verächtlichen Hintergedanken „Nur Knallköppe
gehen zum Bund“.
Wenn wir Leser davon ausgehen können, dürfen oder sogar müssen,
dass es sich bei diesem Interview um ein vom Minister
GENEHMIGTES/Freigegebenes handelt,
also alle "eventuell drohende Ungemach" für diesen Herren
schon im "Vorfeld" ausgeräumt sein sollte,
nimmt die PEINLICHKEIT die den Antworten dieses Ministers innewohnt,
geradezu groteske Züge an.
SELTEN hat sich ein "Verteidigungs"minister, meiner Meinung
nach, intellektuell UND menschlich derartig weit von "seiner
Truppe" UND gleichzeitig vom MEHRHEITSWILLEN der
"Wahl"-Bevölkerung entfernt.
Ein alarmierendes Zeichen eines gallopierenden Realitätsverlustes
des Amtsträgers.
TIME for a CHANGE!!!
MfG
A. Buntrock
Lerne kämpfen ohne zu klagen !
... habe ich doch schon 'mal auf einem Plakat gelesen ... und ich dachte das wäre ein älteres gewesen .. hmm
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.02.2013 17:53 UhrDarf ich Ihnen behilflich sein? Wie ist es hiermit
Die preußischen Tugenden
Aufrichtigkeit
Bescheidenheit
Fleiß
Gerechtigkeitssinn („Suum cuique“ = Jedem das Seine)
Gottesfurcht bei religiöser Toleranz
Gradlinigkeit
Mut und Tapferkeit ohne Wehleidigkeit („Lerne leiden ohne zu klagen“)
Ordnungssinn
Pflichtbewußtsein
Redlichkeit
Sparsamkeit
Treue
Unbestechlichkeit
Unterordnung (jedoch nicht ohne Freimut)
Zurückhaltung („Mehr sein als scheinen“)
Zuverlässigkeit
irgendwie so ..
..ich hatte es mir nicht so tief eingeprägt.. es gehört nicht zu meinem tägl Wortschatz. das Plakat war aber "deutlich älter" ......
Lerne leiden ohne zu klagen
ist aktuell und von den Kampfschwimmern. Vielleicht haben Sie das ältere "Klagt nicht, kämpft!" im Sinn gehabt?
de Maizières passt doch sehr gut in´s System Merkel…
wie K.Schröder. der Märchen Peter (sagt die Opposition), von
der L., Ramsauer, Westerwelle, Schäuble und eigentlich alle..
Merkel hat Recht: die beste Regierung seit der Wende…sie hat
allerdings vergessen: die beste Reg., für Polit-Kabarettisten seit
der Wende…
sie hat sich nicht nur umgeben mit einer „tollen“
Mannschaft, dort wo sie als Kanzlerin wirkt, ist sie leider auch kein
„Glücksfall“ für unser Land (Thema Europapolitik)
oder übersehe ich da was, denn immerhin finden offensichtlich ca.
60% der Mitwähler Frau Merkel doch ganz toll…
Jetzt genug Sarkasmus, wir alle sind als Wähler gefordert, sollten
uns im Sept „zu Wort melden"!! Wie?? Das muss jeder, der
unzufrieden ist, für sich entscheiden!!
Der Soldat im Kriegsschauplatz steht im Vordergrund-Nicht die Arroganz!
Es ist lächerlich von diesem Verteidigungsminister solche Phrasen in den Raum zu stellen. Er sollte ausschließlich für den Soldaten da sein - der sein Achtersteven in sogenannten Kriegsgebieten hinhält. Diese Arroganz ist zum Kotzen - Punkt aus.
Herr de Maiziére, Sie handeln nach dem Motto
„Loben Sie niemals Ihre Mitarbeiter, das macht sie übermütig.“
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.02.2013 18:50 UhrHerr Muche, auf Schwäbisch:
"Ned g´schompfe ischg´nug g´lobt"
...Sie haben das richtig erkannt. Die Berufssoldaten haben diesen Weg
komplett freiwillig gewählt, die Idee hinter dem Freiwillig ist
erst einmal egal.
Die Wehrpflichtigen wie auch ich einer war, sind eigentlich unfreiwillig
freiwillig zur BW gegangen. Denn wir hatten die Möglichkeit aus
Gewissensgründen NEIN zu sagen. Ich habe mich für den Dienst
an der Waffe entschieden Auf die Frage der Grünen, die in unsere
Kaserne kamen konnte ich eine klare Antwort geben: Ich und meine
Kameraden sind keine Schiesswütigen Deppen, sondern Bürger wie
sie , allerdings in Uniform auf Zeit. Wir werden auch unsere und eure
Freiheit, die schwer erkämpft wurde von unseren Vorfahren mit
unserem Leben verteidigen. Falls es weiter Fragen gibt bitte....Das war
das Ende der Diskussionsrunde, die die Grünen in unserer Kaserne
gestartet hatten. Da waren Jugendliche mit dabei, Generäle,
Berufssoldaten , Lehrer und natürlich wir die Wehrpflichtigen
(gerade mal 4 Monate dabei).
Ja Herr Slater richtig!
Der Soldat setzt im besten Fall seine Gesundheit auf Spiel, im
schlimmsten sein Leben. Das alles tut er seit Jahrtausenden für
Politiker und erwartet naiver weise Respekt vom Volk. Bekommt aber nicht
mal so etwas banales wie Toleranz. Sicher entsteht da Frust und daraus
eben der Wunsch nach Anerkennung. Ist ein großartiger Prozess, ich
freue mich dass er endlich begonnen hat.
Was für eine Diskussion unser Vert. Minister da angestoßen
hat begreift er zum Glück nicht, so hat die Politik doch noch was
Gutes und ermöglicht gesellschaftliche Veränderung.
Soldaten sind süchtig nach Anerkennung? Was fällt ihnen ein?
Piraten jagen – ungefährlich. Auf dem Balkan, wo immernoch
ethnische Konflikte das Tagesgeschehen bestimmen, starke mafiöse
Strukturen bestehen, der radikale Islam von Saudi Arabien
unterstützt wird und Deutschland nur 2 Stunden entfernt ist, die
Stellung halten – lächerlich.
Und dann noch Afghanistan: „Da sind doch nur 10% in Gefahr.“
Was Soldaten da tun – egal, denn sie sind ja abhängig –
Droge Anerkennung.
Diese Menschen übernehmen jeden Tag Verantwortung für die
Sicherheit ihres Landes, weil es das Volk so wollte. Man könnte sie
so leicht glücklich und stolz machen. Ein Medaillchen hier, ein
nettes Wort da und die Anerkennung für den Mensch, der
Aussergewöhnliches leistet...
Was bleibt also übrig: Deutscher Soldat, Schlag die Hacken
zusammen. Klage nicht, kämpfe! Befehl ist Befehl!
Dein Minister hat es so befohlen, also folge...
An allen Orten und Regionen, die Sie aufzählen, Herr Müller,
haben deutsche Soldaten m.E. nichts zu suchen. Daher gebe ich einer
Vor-Kommentatorin auch so recht, dass Soldaten i.d.R. für
Politiker kämpfen. Nicht direkt zwar, aber aufgrund von oft
unsinnigen Zusagen, Bündnissen oder Ideen, denen sich diese
Politiker unterworfen haben.
1.) Piraten jagen: Schiffe schützen, die national ausgeflaggt
haben, können von der Marine z.B. Liberias geschützt werden
- oder die Reeder für Eigensicherung zu sorgen hätten.
2.) Afghanistan: "Kämpfen" zugunsten von
Drogenfürsten und korrupte Politiker schützen für ein
Stück "pied à terre" an Chinas Grenze auf
US-Geheiß.
3.) Ethnienschutz auf dem Balkan, einer Region die übergreifend
Eintritt in die EU sucht.
4.) Marine-Patrouillen vor der Küste Libanons -wobei die Waffen
über den Landweg kommen.
5.) ganz neu: Mali, Sicherung der franz./kanad. Uran-und Gold-Ressourcen
im Niger.
Wie schräg das alles ist!
Anerkennung fanden vielleicht die Soldaten von Sedan und Mars-la-Tour -
aber danach keine mehr.
Die Bevölkerung konfrontiert "ihre" Soldaten mit der Sinn- und Erfolglosigkeit des Einsatzes
Die betroffenen Soldaten werden damit gleich zu doppelten Verlierern:
Sowohl an der Kriegsfront als auch an der Heimatfront.
In dieser Legitimationskrise lässt Karriereminister de
Maizière die ihm anvertrauten Soldaten im Stich:
Die Soldaten seien wohl " süchtig nach Anerkennung"
höhnt er über die Soldaten, die Tag für Tag die Folgen
des Berliner Führungsversagens auszubaden haben.
"Giert nicht nach Anerkennung" : Übersicht der Afghanistan-Fehlschläge seit 1841
Während das aufsteigende China keine Patrone an seinen
Grenznachbarn Afghanistan verschwendet, pflegt die abgehalfterte
Weltmacht Grossbritannien dort imperiale Marotten.
Zur Erinnerung:
1841: Im 1. anglo-afghanischen Krieg verheizen Briten erfolglos ihre
indischen Hilfstruppen.
1878: Im 2. anglo-afghanischen Krieg erzwingen Briten eine
40-jährige Teil-Besatzung.
1919: Im 3. anglo-afghanischen Krieg verlieren die Briten die besetzten Herrschaftsgebiete.
1978: Zur Abwechslung will die UDSSR den Bürgermeister von Kabul bestimmen.
1980: Einmarsch der Sowjets. Bis zum ruhmlosen Abzug werden 1,5 Mio.
Afghanen getötet.
2001: Im 4. anglo-afghanischen Krieg erhält "endlich"
auch Deutschland Hilfstruppenstatus.
Mehr als eine Dekade lang verpulvert dort allein das US-Militär pro
Jahr das 6 bis 11-Fache des afghanischen BIPs. Zuletzt um die 120 Mrd.
USD im Jahr - erfolglos.
Derweilen hebelt China erfolgreich und "friedlich" (nicht nur)
die industrielle Basis seiner alten Kolonialmächte aus ...
So wünsche ich mir einen Verteidigungsminister
So nüchtern aber realistisch habe ich bisher keinen Politiker über Milöitär und Soldaten sprechen hören.In Friedenszeiten ist Militär ein freundlicher Job aber mit wenig Sinn anscheinend. Bei der heutigen Bedrohung durch aufgeputschte Fanatiker ist die Bedrohung an allen Ecken zu spüren. Polizei und Militär schaffen uns wirklich Abstand von dieser wahnwitzigen Aggression durch heute vorwiegend Islamisten. Aber auch Verführer sind äußerst gefährlich Hitler, Stalin, Sadam Husain und die Diktatoren in Afrika und Südamerika lehren Menschen das Fürchten. Heute ist Europa fähig Frieden zu erzwingen (siehe Balkan) und leider nur ängstlich bereit Friedenseinsätze möglichst nicht vertreten zu müssen. Das Schlachten in Syrien ist nur ein Beispiel dieser Schrecklichkeiten. Da kann man kein Pazifist sein!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.02.2013 16:13 UhrSie meinen
gelesen schon - der Sinn: leeres polit-Geschwurbele nach dem Motto Tommy-will-sich-mal-wieder-selbst-in-der-FAZ-lesen dürfen bitte bitte
Wie kann man nur als intelligenter Erwachsener freiwillig als Soldat für diese verantwortungslos
agierende Politchargen und sog. demokratisch legitimiertes Palaverment dienen? Natürlich gegen die Mehrheit im Volke. Soldaten erhalten daher weder Anerkennung noch besondere Achtung, "unseren" Politschranzen gebührt nur noch Verachtung!
TdM eine Quasselstrippe welche sich um die Soldaten der BW kümmern
soll, ja sogar die Verantwortung tragen darf???
Die meisten Foristen erkennen das Schäfchen im Skunkfell! (ist
etwas hart formuliert, aber trifft dann doch das Bullseye).
Wir brauchen unsere Soldaten, wir brauchen auch die Wehrpflicht
→das sind dann die Soldaten, die nach kurzem Intermezzo als
"normale " Bürger wieder einem anderen Beruf nachgehen.
Viele von ihnen sind Reservisten → ja, das ist die Bundeswehr,
Bürger in Uniform wenn es drauf ankommt.
Wie blöd oder naiv muss ich denn sein wenn ich als Soldat (
Karriere...? ) zur
deutschen Verteitigungsarmee gehe. Kameradschaft und Abenteuer ?
Humanitäre einsätze ?
Eine Armee die eigentlich laut Grundgesetz nichts im ausland zu suchen
hat weil sie ja kein
Krieg führen darf außer zur Verteitigung des eigenen Landes !
! Ach so..deutschland wird ja am
Hindukusch verteitigt....? Und dann sollen wir auch noch applautieren
für die tapfern Soldaten
die ein fremdes land in grund und boden bomben..wenn auch nur als
Stiefellecker der
größten Demokratie der Welt. Einfach nur egelhaft ,zu glauben
wir könnten eine Demokratie
in andere Länder bomben. Wer ist denn als nächster dran ? Na
wenigstens werden in der
Rüstungsindustrie die Arbeitsplätze erhalten. Da werden
bestimmt noch überstunden und im
3 Schichtensystem geklotzt was die Knochen hergeben.
Da halten diese Männer Ihren Arsch für Sie hin und alles, was sie dafür diagnostiziert bekommen ist ein "übertriebene(r) Wunsch nach Wertschätzung". Als wehrtüchtiger junger Mann muß man sich doch mittlerweile fragen, ob man Rotrotgrünien überhaupt noch verteidigen sollte.
Dieser Verteidigungsminister ist untragbar
Thomas de Maiziere scheint genau so wie Angela Merkel langsam alle
Massstäbe durcheinander zu bringen. Die pure Angst vor der
Wahrheit, das nämlich weit über 50% der Deutschen gegen
sämtliche Militäreinsätze sind und auch gegen den
ESM-Rettungsschirm, lässt sie ihre Prinzipien vergessen. So werden
Homo-Ehen plötzlich befürwortet und Soldaten neuerdings
beschimpft.
Dennoch wird die Union wahrscheinlich auf 45% der Stimmen kommen, wie
zuletzt in den 80er Jahren des letzten Jahrtausends, als schon einmal
alles egal war und Kohl deshalb zum ewigen Kanzler werden konnte.
Herr TdM sagt nichts anderes, als das der Dienst für ein nicht
absolut sauber und durch das gesamte Volk legitimiertes Machtmonopol
(z.B. bei einem Verteidigungsfall) mit entsprechend verheerender
Befehlsstruktur (auch Polizei/Geheimdienst) Probleme (Psyche/Moral) mit
sich bringt, welche zwar mit diversen Absolutionen (Befehl, Geld, pers.
Macht) zu versüssen aber nicht aus der Welt zu schaffen sind.
Für jene, welche etwas anderes erwarten wurden schon so einige
Denkmäler gebaut.
Zum Glück können sich selbstständig denkende Menschen
seit einiger Zeit auch ausserhalb des Militärs auf hohem Niveau
bilden und verwirklichen...