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Schutz vor Islamisten : Berlin denkt über neue Anti-Terror-Einheit nach

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag im Bundestag. Bild: dpa

Angesichts der islamistischen Anschläge in Paris erwägt die Bundesregierung offenbar, eine neue Einheit zur Abwehr terroristischer Bedrohungen zu gründen. Zu ihr könnten nicht nur Angehörige der GSG9 herangezogen werden.

          Die Bundesregierung erwägt offenbar den Aufbau einer neuen Anti-Terror-Einheit. Eine Entscheidung ist nach Auskunft des Bundesinnenministerium allerdings noch nicht gefallen. Es gibt  verschiedene Überlegungen, wie die kürzlich bewilligten zusätzlichen Stellen für die Sicherheitsbehörden des Bundes genutzt werden können, um besser gegen terroristische Bedrohungen vorgehen zu können.

          Eckart Lohse

          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Eine dieser Überlegungen ist der Aufbau einer Einheit, die zwischen den Bereitschaftspolizeien und der Spezialeinheit GSG9 angesiedelt sein könnte. Einem Bericht des rbb-Inforadios zufolge sollte eine solche Einheit allerdings auch für normale Polizeidienste herangezogen werden können.

          Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte vor einigen Tagen angekündigt, dass in den Jahre 2016 bis 2019 in der Bundespolizei, dem Bundeskriminalamt und dem Bundesamt für Verfassungsschutz insgesamt 750 neue Stellen eingerichtet werden sollten. Hintergrund ist die zunehmende Bedrohung durch den internationalen Terrorismus.

          Der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster befürwortete den Aufbau von Polizeieinheiten, die speziell für die Abwehr von terroristischen Bedrohungen ausgebildet sind. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte im Bayerischen Rundfunk: „Aufgrund der Erkenntnisse zu den schrecklichen Terroranschlägen in Paris sehen wir uns herausgefordert, dass wir die Polizei in Deutschland noch besser aufstellen müssen.“

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