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Terrordrohungen Massives Polizeiaufgebot schützt das Oktoberfest

01.10.2009 ·  Die vorläufige Festnahme von vier Männern hat nach Einschätzung des bayerischen Innenministeriums nicht zu einer veränderten Sicherheitslage beim Münchner Oktoberfest geführt. Es bestehe aber weiterhin „eine erhöhte abstrakte Gefährdung“.

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Die vorläufige Festnahme von vier Männern hat nach Einschätzung des bayerischen Innenministeriums nicht zu einer veränderten Sicherheitslage beim Münchner Oktoberfest geführt. Es bestehe aber weiterhin eine erhöhte abstrakte Gefährdung, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Donnerstag. Die Männer, die aus Serbien und Bosnien stammen, sind mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Die Münchner Staatsanwaltschaft verweigerte am Donnerstag Auskünfte zu den Ermittlungen. Unmittelbar nach dem Zugriff hatte es geheißen, es gebe den Verdacht von Verbindungen zur islamistischen Kreisen, aber keinen unmittelbaren Zusammenhang zu einer Gefährdung des Oktoberfests. Später wurde darauf verwiesen, dass sich die Verdachtsmomente nicht für den Erlass von Haftbefehlen ausgereicht hätten; die Ermittlungen würden aber fortgeführt.

In München wird das Oktoberfest, auf das in Drohbotschaften des Terrornetzes Al Qaida Bezug genommen worden war, weiterhin durch ein massives Polizeiaufgebot geschützt. Inwieweit die Drohungen und die Sicherheitsmaßnahmen zu einem Besucherrückgang führen, wird erst am Sonntag absehbar sein; bislang sind von reservierten Plätzen in den Bierzelten nur wenige nicht in Anspruch genommen worden. Zugenommen haben haltlose Gerüchte, etwa dass die Stadt München in einem geheimen Schreiben ihre Stadträte gewarnt habe, auf das Fest zu gehen.

Eine andere Strategie als in München verfolgt die Stuttgarter Polizei beim Schutz des Volksfests auf dem Cannstatter Wasen, das bis zum 11. Oktober dauert. Auf Sperrgürtel und Flugverbotszonen wurde verzichtet. Allerdings ist die Polizeipräsenz deutlich erhöht worden. Unmittelbar vor Beginn des Volksfestes hatte die Stuttgarter Polizei einen türkischen Staatsangehörigen festgenommen, der ein gegen Deutschland gerichtetes Drohvideo ins Internet eingestellt hatte, auf dem der mutmaßliche Al-Qaida-Anhänger Bekkay Harrach zu sehen war.

Die erhöhten Sicherheitsmaßen der Bundespolizei für Flughäfen und Bahnhöfe waren zwei Wochen vor der Bundestagwahl ergriffen worden und standen auch im Zusammenhang mit Selbstverherrlichungsvideos des mutmaßlichen Al Qaida-Anhängers Harrach. Auch wurden in Droh-Videos Örtlichkeiten wie das Brandenburger Tor und das Oktoberfest genannt. Dass es konkrete Hinweise auf Anschlagsvorbereitungen gebe, oder gar eine Großermittlung wie im Sommer 2007 die gegen die so genannte „Sauerland“-Gruppe wurde von Sicherheitsbehörden allenthalben bestritten.

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