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Terror-Prozess in Celle : Wichtiger Zeuge kann wohl nicht aussagen

  • Aktualisiert am

Abu Walaa, der als einer der einflussreichsten Prediger der deutschen Salafisten-Szene galt, auf einem Video-Screenshot. Bild: Al Manhaj Media via Youtube/dpa

Beim Verfahren gegen eine mutmaßliche Führungsfigur des „Islamischen Staats“ in Deutschland wird ein Zeuge offenbar fehlen: Für einen V-Mann, der Abu Walaa und die Salafistenszene ausspioniert hatte, soll eine Aussage zu gefährlich sein.

          Im Celler Terror-Prozess gegen den Hassprediger Abu Walaa wird nach Medieninformationen ein wichtiger Zeuge aus Sorge um seine Sicherheit fehlen. Für den V-Mann des Landeskriminalamts NRW, der die mutmaßliche zentrale IS-Führungsfigur in Deutschland über ein Jahr lang ausspioniert hat, hätten die Sicherheitsbehörden einen Sperrvermerk an das Oberlandesgericht gesandt, berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Als Grund sei eine Gefährdung für Leib und Leben angegeben.

          Die Bundesanwaltschaft hatte gegen Abu Walaa und vier weitere mutmaßliche Top-Islamisten Anklage erhoben, weil sie Freiwillige für die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) rekrutiert haben sollen. Ihnen wird Unterstützung und Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen.

          Der im November 2016 in Nordrhein-Westfalen festgenommene Abu Walaa war Imam der Moschee des inzwischen verbotenen Vereins Deutscher Islamkreis Hildesheim. Auch der Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri soll sich dort aufgehalten haben.

          Der Prozess gegen Abu Walaa und die vier anderen Männer soll am 26. September vor dem Oberlandesgericht Celle beginnen.

          Quelle: dpa

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