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Terror Haftbefehl gegen verdächtigen Kofferbomber aufgehoben

14.09.2006 ·  Im Fall der gescheiterten Anschläge mit Kofferbomben auf Regionalzüge hat der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs den Haftbefehl gegen Fadi A.S. aufgehoben. Der 23 Jahre alte Student war in Konstanz verhaftet worden.

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Der Bundesgerichtshof hat den nach den gescheiterten Anschlägen auf Regionalzüge erlassenen Haftbefehl gegen Fadi A.S. aufgehoben. Der Verdacht gegen den Beschuldigten, der aus Syrien stammt und in Konstanz studiert, habe sich durch weitere Ermittlungen zunächst nicht erhärtet. Das teilte die Bundesanwaltschaft am Donnerstag in Karlsruhe mit.

Insbesondere die Ergebnisse der richterlichen Vernehmungen des im Libanon festgenommenen Mitbeschuldigten Jihad H. hätten eine weitere Untersuchungshaft nicht rechtfertigen lassen, hieß es zur Begründung weiter. Die Untersuchungshaft des in Kiel festgenommenen Hauptbeschuldigten Youssef Mohamad E.H. dauere hingegen an. Jihad H. hat nach Angaben der libanesischen Regierung ein Teilgeständnis abgelegt und den Libanesen E.H.als Drahtzieher bezeichnet.

Recherche zum Bombenbau im Internet

Die Bundesanwaltschaft ermittelt allerdings gegen alle drei Männer weiter wegen des Verdacht auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, des versuchten Mordes in einer Vielzahl von Fällen und des versuchten Herbeiführens einer Explosion.

Verdächtiger gesteht Beteiligung

Fadi A.S. war am 25. August in einem Studentenwohnheim in Konstanz festgenommen worden. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft hatte der 23jährige seinen mutmaßlichen Mittätern bei deren Flucht über die Türkei und Syrien in den Libanon geholfen. Er hatte nach diesen Angaben zuvor auch in Kiel gelebt.

Zusammen mit dem Hauptbeschuldigten Youssef E.H. habe Fadi A.S. im Internet nach Anleitungen zum Bombenbau recherchiert. Nach diesen Instruktionen seien die Spreng- und Brandvorrichtungen zusammengebaut worden, die bei den versuchten Anschlägen verwendet worden seien. Die in Regionalzügen nach Dortmund und Koblenz deponierten Kofferbomben waren nicht explodiert, vermutlich aufgrund von Konstruktionsfehlern.

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