Home
http://www.faz.net/-gpg-76f66
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Stuttgart 21 „Ich mache hier nicht den Wowereit“

Der Ministerpräsident Baden-Württembergs, Winfried Kretschmann, bezeichnet die Ungewissheit über Stuttgart 21 als „schwer erträglich“. Er werde „nicht sehenden Auges in ein Debakel schlittern“, sagt der Grüne der F.A.S. über das Bahnhofsprojekt.

© dpa Vergrößern Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann: Ein „Kostendeckel“ für Stuttgart 21

Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Grüne), will der Hängepartie um den Bahnhof Stuttgart 21 nicht tatenlos zusehen. „Eins ist sicher: Ich mache hier nicht den Wowereit und ich werde nicht sehenden Auges in ein Debakel schlittern“, sagte Kretschmann in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). Die Ungewissheit über den Weiterbau des Bahnhofs sei „schwer erträglich“. Mit der Volksabstimmung, an die er sich weiter gebunden fühle,  hätten die Bürger auch den „Kostendeckel“ für den Bau des Bahnhofs bestätigt. Nun liege der Ball beim Aufsichtsrat der Bahn.

Kretschmann machte klar, dass die Bahn die Finanzierung im Falle eines Weiterbaus garantieren müsse. „Sollte der Aufsichtsrat entscheiden, dass die Mehrkosten, die jetzt in Milliardenhöhe berechnet wurden, von der Bahn getragen werden, und damit grünes Licht für den Weiterbau geben, dann verlange ich eine klare und unmissverständliche Erklärung, dass die Durchfinanzierung des Projekts unter allen Umständen von dem Bauherren, der Bahn, sichergestellt ist“, sagte der Ministerpräsident.

Der unlängst bekanntgewordene Brief des Bahnvorstands an den Aufsichtsrat, indem der Vorstand geschrieben hatte, er würde das Projekt unter den gegenwärtigen Bedingungen heute nicht mehr beginnen, stimme ihn allerdings skeptisch, ob die Bahn den Bau wirklich beenden wolle. „Begeisterung hört sich irgendwie anders an“, sagte Kretschmann der F.A.S.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
500 Yeziden nach Deutschland Humanität ist ein weiter Weg

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann will traumatisierte Frauen aus dem Irak und Syrien aufnehmen - das ist viel komplizierter als gedacht. Mehr Von Rüdiger Soldt, Stuttgart

19.12.2014, 08:33 Uhr | Politik
F.A.Z.-Leser helfen Ein neues Jugendzentrum in Nairobi

Der Frankfurter Verein Cargo Human Care wagt sich an ein neues Projekt, die Pläne für ein Jugendzentrum in Nairobi sind schon fast fertig. Die F.A.Z. und die F.A.S. bitten um Spenden. Ein Video aus Nairobi. Mehr

08.12.2014, 18:38 Uhr | Rhein-Main
Baden-Württemberg CDU-Spitzenkandidat Wolf für Einwanderungsdebatte

Der Spitzenkandidat der CDU Baden-Württemberg, Guido Wolf, läuft sich warm für sein Duell mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Im Gespräch mit der F.A.Z. gibt er erste Einblicke in seine politische Agenda und hält sich alle Machtoptionen offen. Mehr

21.12.2014, 17:21 Uhr | Politik
Einschränkungen auch nach Ende des Lokführer-Streiks

Auch nach dem Ende des Lokführer-Streiks müssen Bahn-Reisende mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Vor allem Ballungsgebiete wie Berlin, Hamburg, München und Stuttgart sind nach Angaben der Bahn erheblich betroffen. Mehr

08.10.2014, 09:18 Uhr | Wirtschaft
Berlins neuer Bürgermeister Zwischen Kiez und Galaxis

Mangelnde Erfahrung wird man dem neuen Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, nicht vorwerfen können. Dass er langweiliger als sein Vorgänger ist, vielleicht schon. Auf Müller warten alte Konflikte und neue Aufgaben. Mehr Von Mechthild Küpper, Berlin

11.12.2014, 17:25 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 09.02.2013, 12:28 Uhr