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Stuttgart 21 Es gibt keinen „Plan B“

 ·  Seit die Bahn zugegeben hat, dass Stuttgart 21 rund 1,1 Milliarden Euro teurer wird, zweifeln selbst einstige Befürworter an dem Projekt. Doch was ist die Alternative?

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (40)
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Klaus Neumann

Genau so ist es!

Peter Hauk, heute Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag Baden-Württembergs, hat es, als hätte er das damals schon existierende geheime Papier der Bahn zu den tatsächlichen Kosten für das Projekt gekannt, am 20. Okt. 2010 in Hirschberg klipp und klar gesagt: “Ob das 10 oder 15 Milliarden kostet, kann Baden-Württemberg wurscht sein.” Demokratisch legitimiert. Und wiedergewählt. Dann kann ja nichts falsch sein. Rechtlich ja auch alles in Butter per VGH MannheimUrteil aus dem Jahre 2006. Die drei von den Richtern des VGH damals zu Gutachtern berufenen Heimerl vom verkehrswissenschaftlichen Institut der Uni Stuttgart, der vor Gericht seine eigenen Pläne begutachtete und dessen Nachfolger Martin sowie Schwanhäuser, Mitglied im Konzernbeirat der Bahn machten dann die besondere Würze in dieser so rechtlich legitimierten Bahnhofsmixtur, dreifach geschüttelt und nicht gerührt, aus. Wohl bekomm´s. Herr Ramsauer setzt dann jetzt per ordre mutti die Wirtschaftlichkeit auf 1. Weiterbauen!

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David Neumann

Den Aufsichtsrat sollte das alles nicht interessieren

Man liest ja auch im Zusammenhang von S21 häufig nichtssagende Phrasen: Ein Abbruch sei eine Katastrophe, der Südwesten werde vom Schienenverkehr abgeschnitten, Kopfbahnhöfe seien schöner oder auch altmodischer, das helfe den Grünen oder Schwarzen im Wahlkampf, man könne nach Abbruch in Deutschland keine Großprojekte mehr durchziehen usw.
Für den Aufsichtsrat spielt das aber alles keine Rolle, diese Damen und Herren müssen folgende Fragen klären: Ist das Projekt wirtschaftlich? Wenn nein: Wie kann der drohende Schaden minimiert werden? Wurde der Aufsichtsrat stets hinreichend informiert? Wenn nein: Wurde fahrlässig oder gar vorsätzlich falsch oder unzureichend informiert? Hat die Führung der Bahn zum Wohle des Unternehmens gehandelt? Wie können die fehlenden Informationen schnellstmöglich beschafft werden?
Das sind die Fragen, die der Aufsichtsrat klären muss. Macht er es nicht, sollte die Staatsanwaltschaft bei den Damen und Herren Aufsichtsräten vorbeischauen.

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Thomas Winterberg

Milliarden für die EU, aber kein Geld für innerdeutsche Projekte

Man kann zu Stuttgart 21 stehen wie man will. Aber es ist symptomatisch für unsere aktuellen Deutschen Machthabenden: Wenn es darum geht, leistungsunfähige EU-Länder, Banken, die ihr Kapital sträflich verzockt haben, Kriegshandlungen -wie auch immer- in fernen Ländern zu unterstützen, da werden hunderte von Milliarden leichtfertig verschenkt und verbraten. Geht es aber um inner-Deutsche Projekte, egal welcher Art, wird der Geldhahn zugedreht. Auch wenn es nur um einen Bruchteil der Beträge geht, die für irgendwelche Aktivitäten fernab, irgendwo auf der Welt, verpraßt werden. Was haben wir nur für eine merkwürdige Regierung? -Bezeichnet man solche Menschen nicht als Nestbeschmutzer? -Gibt es tatsächlich noch einen einzigen Deutschen Bürger, der bei der nächsten Wahl mit seiner Stimme dazu beiträgt, dass die aktuellen Politiker bestätigt werden und damit vermutlich weiterhin Milliarden Deutscher Substanz auf dem Erdball solange verteilt werden, bis Deutschland gänzlich ruiniert ist?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.02.2013 12:08 Uhr
M Halblaub
M Halblaub (MHalblaub) - 11.02.2013 12:08 Uhr

S21 ist kein innerdeutsches Projekt

Stuttgart 21 ist weder ein innerdeutsches Projekt noch ein Verkehrsprojekt der DB AG. Es war von Anfang an nur ein innerstädtisches Immobilienprojekt.

Verkehrstechnisch ist Stuttgart 21 gegenüber dem heutigen Hauptbahnhof mit 17 Gleisen ein Rückbau auf eine schiefe Haltestelle mit 8 Gleisen. Durch die extreme Gleisneigung dürfen dort keine Zugteile gekoppelt werden.

Für dieses Stuttgarter Immobilienprojekt wurden jetzt ca. 25 Euro Mehrkosten für jeden Bundesbürger errechnet. Das sind 2 Milliarden auf 80 Millionen umgelegt.

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Klaus Müller

Wahrscheinlich behaupten Sie

als Nächstes, die Stadt Stuttgart würde dann auch auf eigene Kosten /Risiken bauen.
Spätestens hier sollte Ihnen ein Licht aufgehen!
Der Stadtrat der verschuldeten Stadt wird diese Immobilien an den Hai verkaufen, der bezahlbaren Wohnraum verspricht, dann aber Luxus-Immobilien erstellen wird. Und wissen Sie warum?
Weil dieser dem Prinzip der Gewinnmaximierung folgen wird u. niemals den Interessen der Stuttgarter!

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Reinhard Kropp

Die Alternative ist zunächst, sich von den Spekulationsimmobilien...

...des Gleisvorfelds, Nordbahnhofs und Rosensteinparks zu lösen, um alsbald der Unwirtschaftlichkeit und Unwirtlichkeit der Restlandschaft um den "Bücherknast" am Mailänder Platz gewahr zu werden, ein nicht geringes Problem auch für die ECE-Einkaufszentrumsbetreiber a.a.O., deren Renditen dahinschmelzen würden, immerhin: Die Alternative steht bereits, seit mehr als 90 Jahren, mit guter Betriebsqualität die Region versorgend, unbestritten einer der zuverlässigsten und pünktlichsten Bahnhöfe Deutschlands, dessen Modernisierung unter "rollendem Rad" weder Grube, noch Kefer noch gar dem Aufsichtsrat Schweißperlen ob zu erwartender Schadensersatzansprüche verursachen würde.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 08.02.2013 15:22 Uhr

Egal was es kostet und schon garnicht wegen einer lumpigen Milliarde €

Was soll der Quatsch.

Es geht ein vom Volk ausdrücklich bestätigtes Bauvorhaben das der Bauherr nun auch konsequent durchzuführen hat.

Eine oder auch Drei Milliarden in mehr als 10 Jahren zu finanzieren was soll das ?

Ein Stadtschloss reiner Luxus ohne jeden Wert , ist mit über 500 Millionen geplant und wird am Ende sicher fast 1 Mrd € kosten.

Wir Verbraucher zahlen jährlich nicht in 10 Jahren nein jährlich mit ständig starkem Zuwachs zwischen 20 und 40 Milliarden € für Erneuerbare ohne eine einzige kWh zu erhalten. Nur zur Finanzierung der Windmüller u Sonnenbauern.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 11:04 Uhr
Peter Koch
Peter Koch (Belziger) - 09.02.2013 11:04 Uhr

@Marie Gruber, Sie irren sich!

1. Die DB AG hat zwar das Baurecht, aber der Eigentümer kann das Ganze auch sofort beenden.

2. Die Sprechklausel ist eben nur eine Sprechklausel und bedeutet nicht, dass Land und Stadt bei anfallenden Mehrkosten auch mehr zahlen müssen. Das behauptet zwar die Bahn, aber juristisch ist dieser Teil des Vertrages geradezu naiv gestaltet. Deshalb bleibt der Eigentümer auf den Mehrkosten sitzen. Und das haben jetzt plötzlich die Politiker in Berlin begriffen und geraten nun in Panik.

3. Das Bauvorhaben ist nie vom Volk bestätigt worden. Bei der VA ging es nur darum, ob dass Land unter finanziellen Verlust aussteigen sollte.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 08.02.2013 17:42 Uhr

Unsinn was sie da zum Besten geben.

Die Verträge von 2004 waren auf jeden Fall bindend.

Und gegen diese Verträge gab es nie eine Möglichkeit.

Die DB AG hat Baurecht und steht in der Verpflichtung den Vertrag zu erfüllen.

Punkt ende aus

Außerdem haben die Vertragspartner wegen der erwarteten , wegen der erwarteten Mehrkosten eine Sprechklausel vereinbart.

Im September ist Wahl und vor März 2014 interessiert das niemand.

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David Otte
David Otte (DavidOtte) - 08.02.2013 16:20 Uhr

soso

"Es geht ein vom Volk ausdrücklich bestätigtes Bauvorhaben das der Bauherr nun auch konsequent durchzuführen hat."

so wann wurde das denn bestätigt?

Meinen sie die VA?

Wenn ja, dabei ging es ob die Frage ob das Land seinen Anteil beibehalten soll oder nicht. Um nicht mehr oder weniger, bei einem festen Kostendeckel, künstlich aufgebauten Drohszenario und sonstigen falschen Versprechungen um es mal nett zu formulieren. Das war kein Blankoscheck um einen 2stelligen Milliardenbetrag für einen Rückbau zu versenken!

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eric raasch
eric raasch (eraasch) - 08.02.2013 13:52 Uhr

Fakten schaffen

Die Bauruine, die voraussichtlich in Stuttgart nun stehen wird, wir zu einem Problem der grünen Doppelspitze gemacht. Tatsächlich ist sie ein Mahnmal für eine unfähige, inkompetente, machtgierige Führungsschicht in Stadt, Land, Bahn und Bund, die amateurhaft mit dümmlichen Hurra-Patriotismus einem Projekt hinterhergelaufen ist, ohne sich um Inhalte und Fakten zu kümmern, als schon längst klar war, daß es nur eine Richtung geben wird: gegen die Wand.
Beim BER sind alle entsetzt, daß sich niemand um Zahlen und Technik gekümmert hat. Bei S21 wird von FDP, SPD und CDU im Landtag genau dieser Dilletantismus laufhals eingefordert. Als ob es die Elbphilharmonie und den BER nie gegeben hätte. Lerneffekt = 0.
S21 war und ist immer noch ein Paradebeispiel einer parasitären, inkompetenten Führungsschicht Deutschland, die jenseits von Fakten und Wissen handelt. Und einem leider sehr großen Teil der Bevölkerung, dessen Bedürfnis es ist, blind den Autoritäten hinterher zu laufen, egal wohin.

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eric raasch
eric raasch (eraasch) - 08.02.2013 13:43 Uhr

Projektunterstützung

Wie die DB 500 Mio einsparen kann, wenn nur das Land (und die Stadt) hinter dem Projekt stehen würden, bleibt ihr Geheimnis. In der Tat lassen Stadt und Land die Bahn alles bauen, wozu sie ein "Baurecht" hat. Was sollten sie mehr tun?
Wird hier suggeriert, das Land soll der DB noch mehr Geld SCHENKEN? Wenn es frommt, ist es doch immer das Projekt der DB, das niemand verhindern kann - "die Bahn hat Baurecht und mir könnet nix machen", heißt es ständig. Die Bahn plant, baut und zahlt. Daß die Landesregierung Teufel und Öttinger so dumm war, sich (verfassungswidrig) mit Haut, Haaren und Millionenbeträgen S21 und NBS zu verschreiben, kann man jetzt von der neuen Regierung nicht einklagen.
Jetzt muß die BAhn zeigen, das hinter ihrer großen Klappe auch das Können steht. Dem scheint aber - wie erwartet - nicht so zu sein.

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eric raasch
eric raasch (eraasch) - 08.02.2013 13:33 Uhr

Falsche Fragen

Die Frage nach "Plan B" suggeriert gleich schon das Falsche: Der STG HBF hat noch nie "ertüchtigt" werden müssen. Die einzige Motivation war für die Bahn, ihre Gleisflächen zu versilbern und für die Stadt, diese Flächen an Inverstoren zu verkaufen. Mit Bahnhof oder Verkehr hatte S21 noch nie etwas zu tun. Im Hinblick auf diesen Deal hat die Bahn Jahrzehnte Steuergelder zum Erhalt des HBF veruntreut, die Anlagen verkommen lassen. Verkehrstechnisch die beste Lösung war und ist der Kopfbahnhof. Er bietet die größte Flexibilität und Kapazität in der überregionalen Fahrplangestaltung. Die Frage nach Plan B zeigt die Ahnungslosigkeit bezüglich der Situation in Stuttgart.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 20:37 Uhr
Erwin Kober

Unvollständige Schlüsse

Natürlich vollste Zustimmung, nur noch eine EDrhänzung zur Sinnhaftigkeit des Kopfbahnhofes: Für 90% aller Reisenden ist Stgt Ziel- und Quellbahnhof, da leuchtet es jedem Laien sofort ein, das dann ein Durchngangsbahnhof wenig Sinn macht.

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KARL GÖNNER
KARL GÖNNER (KGRIED) - 08.02.2013 14:53 Uhr

Falsche Voraussetzungen!

Wann und wie ein Kopfbahnhof in Stuttgart die "verkehrstechnisch beste Lösung" sein kann, wird logisch niemand begreifen können, der jemals mit dem ICE durch Stuttgart durchfahren musste...

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Astrid Radtke

Baustellenfortschritt

Die IG Bürger Stuttgart21 - DIE Befürworterorganisation dokumentiert (sicher unbeabsichtigt) seit Monaten, dass auf der Baustelle insbesondere bei dem im Bild dargestellten Technikgebäude so gut wie nichts vorwärts geht.

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Klaus Müller

Das sind Strobls Worte:

"Alles muss auf den Tisch, alle müssen sich ehrlich machen, Hosen runter. Und dann muss Schluss sein mit der Hängepartie.“

Aha! Was wir bisher zu hören bekamen war also alles Lüge, oder was meint Strobl damit?

Jetzt müßte doch jedem noch so verblendeten Befürworter, mit Ausnahme der Gewinnler, ein Licht aufgehen. An Ausstiegskoten von über 3 Mrd. glaubt kein Mensch u. das ist eine besonders dreiste Lüge, ganz ordinäre Erpressung!

S21 ist ein REINES IMMOBILIEN-PROJEKT!

Und S21 würde einigen Wenigen durch geschickten An/-Verkauf dieser Filetgrundstücke, einen Haufen Geld in die Taschen spülen. Ein Hauptproblem der Bahn ist, diese Immobilien bereits mehr o. weniger zum Kauf angeboten zu haben und jetzt machen die potentielllen Käufer Druck.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 18:33 Uhr
Ulrich Dust

Die "Filetgrundstücke" hat die Stadt Stuttgart

gekauft und über die Verwendung entscheidet der Stadtrat, sind das die Wenigen, denen das geld in die Taschen gespült wird`?

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Georg Seifer

Da liegt der Hase im Pfeffer!

"Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) wollte das Projekt um jeden Preis, die Bahn brauchte politische Unterstützung aus dem Südwesten."

Und jetzt weiß wieder keiner, wie man den rollenden Stein aufhalten kann! Typisch!

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Karl Hammer

Unsere Staatsführung hat alles im Griff,...

wie immer.

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Gerhard Rohlfs

Frau Merkel befürwortet S21: Dass das Projekt Murks ist, war aber nicht nur deshalb zu erwarten

Allein dass sich diese Dame einschaltet, müsste jeden skeptisch werden lassen, auch wen die Beschaffenheit des Stuttgarter Untergrunds gar nicht interessiert, der mit seinen Gipsschichten, Wasserläufen und Hohlräumen für den tiefergelegten Großbahnhof zu einem Fass ohne Boden wird.
Es kommt nicht mehr an aufs Verbuddeln der Milliarden, trotzdem:
Auslaugungshohlräume im Gipskeuper: Zweifel bleiben, ob Rutschungen durch Auffüllungen vermieden werden
z.T. betonangreifendes Grundwasser
Gebäudeschäden: durch Hangrutschungen u. Quellungen des Gesteins
Mineral- und Heilquellen: Gefahr von Verschleppung von Schadstoffen aus flurnahen in tiefere Bereiche eines Grundwasserleiters etc.
.
Aber kein Ding so schlecht ohne gute Seite:
Offenbar wird Stuttgart 21 so teuer, dass die Heuschrecken das Interesse an Bahnaktien verloren haben, und die EU nun absieht von der geplanten Zerschlagung (der Bahn, nicht der EU).
Also Beschäftigungsprogramm nach Keynes: Loch ausgehoben, und jetzt wieder zuschütten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 14:58 Uhr
KARL GÖNNER
KARL GÖNNER (KGRIED) - 08.02.2013 14:58 Uhr

Zig km Tunnels bestehen doch schon im Stuttgarter Untergrund...

... was ein schieres Wunder angesichts der angesprochenen Schwierigkeiten sein muss! Vielleicht sollten wir diese sicherheitshalber gleich wieder mit zuschütten? Aber vielleicht haben wir Glück und uns fällt schon vorher der Himmel auf den Kopf und damit sind alle unsere Ängste erledigt.

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Lutz Wendorff

Fertigbauen, basta.

Also, wenn ich den Text richtig interpretiere, gibt es bereits eine Verteuerung von fast 800 Millionen wegen gruener Obstruktionspolitik. Man sollte weiterbauen, aber gut analysieren, falls Fehler gemacht wurden und warum.
Jetzt abzubrechen hiesse, einige Milliarden versenkt zu haben und wieder da zu sein, wo man vorher war. Wenn man fuer die geplanten Verbesserungen 4,8 Milliarden ausgeben wollte und schon 3 versenkt hat, so bleiben dann nur noch 1,8 Milliarden. Hoffnungslos.
Bei 3 Milliarden ausgegeben, falls man stopt, heisst, dass man den "point of no return" laengst ueberschritten, weil einfache jede Alternative schlechter ist.
Stuttgart wuerde beim Weiterbau jedenfalls maechtig gewinnen. Das alte Bahngelaende ist wie eine tiefe Wunde, vielleicht sieht es so aus, weil die Stadt drum herum gewachsen ist.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 13:06 Uhr
David Otte
David Otte (DavidOtte) - 08.02.2013 13:06 Uhr

ohje

sie haben sich ja total dufte mit dem Thema auseinander gesetzt, Respekt!
Es ist ihnen schon bekannt, dass die DB AG seit Ewigkeiten versucht den PFA auf den Fildern erfolgreich abzuschließen und jedesmal aufs Neue die Unterlagen als nicht genehmigungsfähig um die Ohren geschlagen bekommt?! Es ist ihnen schon bekannt, dass der Tiefbahnhof und der dazugehörige Verlauf auf den Fildern nicht Ergebnis des Filderdialügs waren? Es ist schon bekannt, dass diese aktuell als Ergebnis des Dialügs dargestellte Variante der DB AG den Hintern retten würde und dann auch noch die Kosten auf die Projektpartner abgewälzt werden sollen?
Sie wissen schon, dass die aktuelle Kostenkalkulation allein bei den Tunnelwandstärken massivst zu niedrig ansetzt und hier mit Milliarden Mehrkosten zu rechnen ist?
Sie wissen schon, dass es bis heute kein genehmigungsfähiges Brandschutzkonzept gibt?! Sie haben das Drama um BER verfolgt?!
Sie wissen schon, dass auch bei der Leistungsfähigkeit gelogen wurde? ...

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Astrid Radtke

Richtig lesen

Offenbar haben Sie den Text nicht richtig gelesen. Die Kosten und Risiken beim Bau waren von Anfang an kein Thema. Jetzt wird es der Bahn zu teuer.
Zudem gibt es sehr viele weitere Gründe, die überall schon diskutiert wurden.
Eines davon: der mit hohen und damit unkalkulierbaren Risiken behaftete Untergrund.

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M Halblaub
M Halblaub (MHalblaub) - 08.02.2013 00:07 Uhr

Es gibt einen Plan K

Frankfurt scheint sehr weit weg von Stuttgart zu liegen. Liegt wohl auch daran, dass die Mittel fehlen um die Bahnstrecke Mannheim-Frankfurt auszubauen.

Bisher wurde für den eigentlichen Bahnhof kein Loch ausgehoben, weil der DB AG dafür die Genehmigung fehlt. Das Bild oben zeigt nur die unterirdische Technikzentrale. Diese liegt neben dem geplanten Bahnhof.

Die Mehrkosten aus der Schlichtung und dem verbesserten Filderbahnhof können nicht dem Land angelastet werden. Das waren bisher einfach Fehlplanungen gewesen. Aus Richtung Mannheim oder Karlsruhe wird nach DB Planung kein ICE halten. Das Land kann sich auf die Position zurück ziehen, dass die DB AG einfach das bisher geplante bauen soll. Fachleute gehen davon aus, dass diese Variante aber nicht genehmigungsfähig sei.

Warum soll man überhaupt die Variante S21 bauen? Bahntechnisch einfach nur Murks. Aus einem richtigen Bahnhof soll eine bessere Haltestelle werden.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 11:19 Uhr
Peter Koch
Peter Koch (Belziger) - 09.02.2013 11:19 Uhr

@Karl Gönner, wissen Sie eigentlich, wieviel

Zeit nach Angaben der Bahn durch den Tiefbahnhof Richtung Ulm eingespart wird? Genau 4 Minuten. Und dafür will man Milliarden Steuergelder hinaus werfen. Erst die neue Schnellstrecke vor Ulm, deren Bau mit dem Tiefbahnhof nichts zu tun hat (auch wenn die Anhänger von S21 immer wieder das Gegenteil behaupten), macht die Fahrt um weitere 20 Minuten kürzer. Und fragen Sie mal die Frankfurter und Münchener, warum sie das Angebot der Bahn, Durchgangsbahnhöfe für die bestehenden Kopfbahnhöfe zu bauen, abgelehnt haben.
Die damalige BW-Regierung von CDU und FDP, der wir hier diesen Murks zu verdanken haben, behaupten ja immer besonders clever zu sein. Aber es sind eben nur Politiker.

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KARL GÖNNER
KARL GÖNNER (KGRIED) - 08.02.2013 15:20 Uhr

Genau das ist das Ziel: BESSERE HALTESTELLE!

Ein Bahnhof muss praktisch sein, und das ist ist der alte Kopfbahnhof nicht. Und für die quasi-religiösen Kulthandlungen der Wutbürger wie Montagsdemos etc. bleibt ja die alte Bahnhofshalle auch stehen. Wer bestimmt eigentlich, was ein "richtiger" Bahnhof ist?

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Christopher Kern

Keine Alternative?

Stuttgarter Talkessel - einfach zuschütten.

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K Zinser
K Zinser (kzin) - 07.02.2013 23:36 Uhr

Bürgerbahn - es gab und gibt den Plan B sowie diverse Alternativen - Wer haftet für Plan A ?

Die EU wil nun keine Trennung von DB Netz und DB AG. Deutschland ist in der EU zu mächtig.

Nachdem nun auch die letzten S21 Begriffsstutzigen, die IHK Ulm einen peinlichen Vergleich vor dem VGH im Mannheim akzeptieren musste (bffk) und nun das S21 Plakat abgehängt hat scheint das Kartenhaus zu wackeln.

Die IHK Ulm hat die Bewerberfrist für die Kandidaten der Vollversammlung um einige Wochen gegenüber der zeitgleichen Wahlperiode in Bodensee Oberschwaben vorverlegt.Auch schickt die IHK einen Fotographen für das Bewerberbild damit sich die IHK Kritiker nicht über einen Kaktus im Bild, wie bei der Wahl zur IHK Stuttgart, zeigen können.

Kostengünstig und sinnvoll:

- Streichung der NBS sowie Ausbau und Erweiterung der Bestandsstrecke zwischen Stuttgart und Ulm um einen ca 9 km Tunnel für volle Gütertauglichkeit (statt Schiebeloks an der Geislinger Steige)

- der Kopfbahnhof bleibt

- ggf können die Züge bereits von Bad Cannstadt aus an die Ziele weitergeleitet werde

- höhere Taktraten

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Jan Frisch

Herr Strobels

"Hängepartie" mit heruntergelassenen Hosen mag von seiner eher ödipal verstörten Beziehung zu Frau Merkel zeugen, eine hahnebüchene Lüge ist seine Aussage dennoch.
Das Schlichtungsverfahren und alle vorherigen, klugen Argumente gegen S21 wurden von den Befürwortern, also überwiegend CDU Politikern, verunglimpft. Dabei ist stark anzunehmen, dass im Vorfeld jeder, der genügend Einsicht in die Planungen dieses Riesenprojektes hatte, wusste, dass die prognostizierten Kosten völlig irrealistisch sind. Herr Strobel gesteht mit dieser Aussage unfreiwillig seine eigene vorsätzliche Falschaussage während der Schlichtungsphase ein. Vorbildlich - Ehrlichkeit in der Politik, das sollte Schule machen!

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Herbert Eigler
Herbert Eigler (HEig) - 07.02.2013 22:47 Uhr

Wo sist der Unterschied?

Wahlkampfthema ist das auf jeden Fall. Entweder als Projekt S24, das in unbenstimmter Höhe mehr kostet, oder als gestopptes Projekt, bei dem erklärt wird: "wir haben dazulernen müssen." es gib tim Grunde nicht mehr Entscheidungsmöglichkeiten als schon bei der Schlichtung.

aber das Eisenbahnbundesamt anweisen, schneller zu arbeiten? Das würde doch einiges sprengen, nämlich dass ein privatisiertes Unernehmen wie die Bahn, das geschlampt, getrickst und getäuscht hat, Regie führt. Und man bedenke: das EBA ist im Grunde die Aufsichtsbehörde und Bank der DB. Oder soll sich die DB gleich selbst die Baugenhmigung ausstellen?

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07.02.2013, 17:30 Uhr

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