05.04.2005 · Im Falle eines Wahlsiegs 2006 sei die Abschaffung des Bafögs „ganz sicher“ ein anzustrebendes Reformprojekt der Union, sagt Baden-Württembergs Kultusministerin Schavan und fordert als Alternative einen „attraktiven Markt“ um Bildung zu finanzieren.
Die Union will nach Auswagen von Baden-Württembergs Kultusministerin Annette Schavan (CDU) im Falle eines Wahlsieges 2006 das Bafög abschaffen. Dies sei „ganz sicher“ ein anzustrebendes Reformprojekt, sagte Schavan der Tageszeitung „Die Welt“.
Schließlich müßten Studiengebühren und Studienfinanzierung zusammen gesehen werden. Allerdings müsse das Bafög noch so lange erhalten bleiben, bis es einen „attraktiven Markt der Bildungsfinanzierung“ gebe. Wie dieser gestaltet werden soll, ließ Schavan offen. Einige Unionspolitiker streben derzeit ein Konzept mit verzinsbaren Volldarlehen von Privatbanken oder der staatlichen KfW-Förderbank an.
Union sucht Gespräche mit Industrie
Zudem will die Union schon jetzt mit der Industrie Gespräche über eine Kooperation bei der Bildungsfinanzierung aufnehmen, sagte die Bildungs-Sprecherin der Unionsländer in der Kultusministerkonferenz weiter. Dies solle schon „in den nächsten Tagen“ geschehen.
Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thumann, habe mit seiner Ankündigung, die Einführung von Studiengebühren mit einem Milliardenbetrag fördern zu wollen, „eine wichtige Debatte über Bildungsfinanzierung in Deutschland eröffnet“. Auch sei eine Förderung durch Unternehmen im Bildungsbereich notwendig.