Home
http://www.faz.net/-gpg-d9u
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Streit um Preisträger Putin Olafur Eliasson gibt Quadriga-Preis zurück

 ·  Der Streit über die Verleihung des Quadriga-Preises an Wladimir Putin spitzt sich zu. Der dänische Künstler Olafur Eliasson gibt nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung als erster Preisträger seine Auszeichnung zurück.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (6)

Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (F.A.S.) vorab. „Das historische Datum des 3. Oktober und die damit verbundenen politischen, gesellschaftlichen und philosophischen Werte werden benutzt, um eine demokratische Aktivität zu suggerieren, die es in diesem Kontext nicht zu geben scheint“, teilte Eliasson der F.A.S. mit.

Es sei für ihn „zunehmend schwierig, mich mit dem Projekt Quadriga zu identifizieren“. Eliasson entschudigte sich dafür, den Preis erst angenommen zu haben und ihn dann zurückzugeben. „Trotzdem bin ich der Meinung, dass die Entscheidung in Anbetracht der aktuellen Situation richtig ist.“

Olafur Eliasson lehrt seit 2006 an der Universität der Künste in Berlin. Er bekam den undotierten Quadriga-Preis im vergangenen Jahr für seine „Kunst der Interaktion“ verliehen. Putin soll am Tag der Deutschen Einheit „für seine Verdienste für die Verlässlichkeit und Stabilität der deutsch-russischen Beziehungen“ ausgezeichnet werden. Mehrere frühere Preisträger hatten die Entscheidung kritisiert, einige Kuratoriumsmitglieder waren aus Protest zurückgetreten.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen