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Streit um Gedenken Zentralrat der Juden distanziert sich von Kramer

 ·  Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sich von Äußerungen seines Generalsekretärs Kramer distanziert. Kramer hatte Bundestagspräsident Lammert der Lüge bezichtigt und ihn in seiner Funktion als für „untragbar für dieses Land“ erklärt.

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Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sich von Äußerungen seines Generalsekretärs Kramer distanziert. Nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ geht das aus einem Brief hervor, den der Zentralrat an Bundestagspräsident Lammert (CDU) gerichtet hat.

Kramer hatte Lammert in Zeitungsgesprächen der Lüge bezichtigt und ihn in seiner Funktion als Bundestagspräsident für „untragbar für dieses Land“ erklärt. Der Vorwurf der Lüge bezog sich darauf, dass Lammert gesagt hatte, er habe aus der Presse erfahren, dass der Zentralrat nicht an der Gedenkveranstaltung des Bundestags zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar teilnehmen werde.

Kramer nicht für Stellungnahme zu haben

Die Absage war damit begründet worden, dass den Vertretern des Zentralrats eine gesonderte Begrüßung verweigert worden sei. Den Ende Januar in der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ erhobenen Vorwurf der Lüge verschärfte Kramer wenige Tage darauf noch gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“, indem er Lammert bezichtigte, „er verdreht die Realität in der Öffentlichkeit und versucht diejenigen, die die Wahrheit beschreiben, als Lügner hinzustellen“.

Auch wegen seines Eintretens für Papst Benedikt in der Williamson-Affäre halte er Lammert „schon lange nicht mehr für tragbar für dieses Land, schon gar nicht in dieser Funktion“, fügte Kramer hinzu

Das Bundestagspräsidium verwahrte sich dem Vernehmen nach gegen diese Äußerungen und forderte den Zentralrat der Juden zu einer Stellungnahme auf. Aus Kreisen des Zentralrats war jetzt zu erfahren, dass sich das Präsidium in aller Form brieflich von Kramers Äußerungen distanziert habe. Eine Stellungnahme des Generalsekretärs war am Freitag nicht zu erhalten.

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