30.04.2010 · Der Internetkonzern Google und Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner haben ihren Streit über Datenschutzbedenken beim Bilderdienst „Street View“ vorerst beigelegt. Das Angebot soll erst starten, wenn alle Bürgereinsprüche berücksichtigt sind.
Im Streit über den Datenschutz beim Google-Kartendienst „Street View“ hat der Suchmaschinenkonzern ein umfassendes Widerspruchsrecht zugesagt. Das Angebot soll erst starten, wenn alle Einsprüche von Bürgern gegen die Panoramabilder von Straßen und Häusern berücksichtigt worden sind. Google ist darüber hinaus bereit, Sammelwidersprüche zu akzeptieren.
„Bevor der Dienst im Internet freigeschaltet wird, müssen die betreffenden Wohnungen, Häuser und Gärten vollständig unkenntlich gemacht werden“, sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) nach einem Treffen mit Google-Vertretern. Anwohner und Datenschützer befürchten, dass bei „Street View“ persönliche Daten preisgegeben werden. „Wer nicht auf dem Präsentierteller der digitalen Welt landen will, kann jederzeit Widerspruch einlegen und seine Daten löschen lassen“, sagte Aigner. „Privates muss privat bleiben.“ Der Einspruch kann per E-Mail oder per Post geschickt werden.
Google erklärte, der nun geschlossene Kompromiss beinhalte im Kern die Zusagen, die man bereits im Juni 2009 dem für das Unternehmen zuständigen Hamburger Datenschutzbeauftragten gemacht habe. Neu sei lediglich der Sammelwiderspruch. In Gesprächen mit dem Deutschen Städtetag soll nun ein einfaches Verfahren entwickelt werden.
Nach Ansicht von Aigner könnten in Rathäusern beispielsweise Listen für Widersprüche ausliegen und gebündelt weitergeleitet werden. Damit seien Einsprüche für ganze Straßenzüge möglich, wenn alle Anwohner dies wollten. Der Suchmaschinen-Anbieter betonte unterdessen, dass Gemeinden nicht pauschal für alle Bürger Widerspruch einlegen können. „Wir brauchen eine Rückmeldung von jedem einzelnen“, sagte Google-Sprecher Kay Oberbeck. Jeder dürfe individuell entscheiden, ob er die Aufnahmen seines Hauses löschen oder in der Datenbank lassen will.
Wichtig!
Falk Hammer (FalkHammer)
- 30.04.2010, 20:29 Uhr
Falsch herum
U. H. (antiliberal)
- 30.04.2010, 21:15 Uhr
Der Irrtum Konsensprinzip
Jürgen Fenn (juergenfenn)
- 01.05.2010, 01:06 Uhr
Woran geht Deutschland zugrunde?
Morten Petersen (Mopesen)
- 01.05.2010, 11:35 Uhr
Wir Deutschen sind schon sehr eigenartig!!!
Stefan Schaller (hnosteve)
- 01.05.2010, 11:50 Uhr